Die Dübel für draußen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
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Die Dübel für draußen

Es kommt nicht oft vor, dass man außen am Haus etwas befestigen muss, aber wenn es mal dazu kommt, soll es auch zuverlässig halten! Welcher Dübel zu welcher Wand bei den unterschiedlichsten Befestigungsproblemen passt, zeigen wir am Beispiel der wichtigsten Dübel und häufigsten Wandkonstruktionen.

 
Für jede Wand gibt es passende Dübel © Selbermachen
Für jede Wand gibt es passende Dübel

Es gibt 37 verschiedene Arten von Wandbausteinen in Deutschland. Das klingt nicht viel. Aber die unterschiedlichen Möglichkeiten, diese miteinander und mit anderen Baustoffen zu kombinieren, und dazu die unterschiedlichen Konstruktionen von tragenden Außenwänden potenzieren auch die Methoden, daran etwas zu befestigen. Glücklicherweise hat man sich auf vier Gruppen von Mauerwerkssteinen geeinigt, die sich durch Ihr „Gefüge“ unterscheiden. Dies sind:

1. Vollsteine mit dichtem Gefüge (z.B. Vollziegel, Kalksand-Vollstein)

2. Lochsteine mit dichtem Gefüge (Langlochziegel, Kalksand-Lochstein)

3. Vollsteine mit porigem Gefüge (Vollstein aus Blähton, Porenbeton)

4. Lochsteine mit porigem Gefüge (Leichtbeton-Hohlblockstein)

Dazu kommen Plattenbaustoffe, insbesondere aus Holz in der Holztafelbauweise. Hier kann man beim Befestigen meist auf Dübel verzichten, sollte aber bei hohen Lasten mit entsprechenden, bauaufsichtlich zugelassenen Schrauben ins tragende Gerüst verankern.

Bei den Steinen ist letztlich die Dichte und Druckfestigkeit entscheidend für die Wahl des Dübels oder Ankers. In den dichten Vollsteinen finden alle Dübel, auch für hohe Lasten, Halt. Bei Lochsteinen müssen die Hohlräume überbrückt oder ausgefüllt werden (z.B. mit einem Rahmendübel oder Injektionsmörtel). Bei Steinen mit geringer Dichte sind immer materialschlüssige Dübel (z.B. Porenbetondübel) oder solche mit einer langen Spreizzone, aber nicht zu hohem Spreizdruck, wie etwa bei Mauerankern, die beste Möglichkeit, etwas im „weichen“ Stein zu verankern.

  1. Dübel herausziehen© Selbermachen

    Dübel herausziehen

    Die Dübel ziehen Sie mit einer nur leicht eingedrehten Schraube aus dem Loch.
  2. Loch aussaugen© Selbermachen

    Loch aussaugen

    Wichtig: Saugen Sie das Loch sorgfältig aus, damit der Staub nicht die Haftung mindert.
  3. Löcher vornässen© Selbermachen

    Löcher vornässen

    Mit der Sprühpistole nässen Sie die Löcher innen leicht vor. Das Loch nicht fluten.
  4. Spachtel eindrücken© Selbermachen

    Spachtel eindrücken

    Drücken Sie den Reparaturspachtel tief ins Loch rein, bis er vorn wieder herausquillt.
  5. Oberfläche glätten© Selbermachen

    Oberfläche glätten

    Mit einem Spachtel glätten Sie die Oberfläche und ziehen die Masse auf Null aus.
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