Kreativ verzieren

DIY-Trends: So verschönern Sie altes und neues Geschirr

Sie möchten ihr verstaubtes Geschirr aufpolieren und mit ein paar DIY-Ideen alten Tellern und Tassen neuen Glanz verleihen? Hier erfahren Sie, was Sie dazu brauchen!

 
© pixabay
Altes Geschirr lässt sich mit der passenden Farbe richtig toll verzieren.

Wer heutzutage seine Kreativität ausleben möchte, der ist im DIY-Bereich genau richtig. Hier haben Selfmade-Künstler die Möglichkeit, sich vielseitig zu verwirklichen. Ob individuelle Möbel aus alten Paletten, abwechslungsreiche Deko-Ideen aus längst vergessenen Überbleibseln aus dem letzten Urlaub oder aufgepepptes Geschirr – frische Inspirationen für das eigene Zuhause warten quasi in jeder Zimmerecke. Kreative Grenzen? Fehlanzeige! Und genau das ist der große Vorteil am DIY-Trend.

Beinahe alles, was in der Wohnung oder im Haus vorhanden ist, kann bei Bedarf verwendet und neu inszeniert werden. Wichtig ist, dass das richtige Werkzeug und die passenden Utensilien zum Verschönern und Verzieren zur Hand sind. Der folgende Beitrag verrät, wie altes Geschirr wieder zum Blickfang wird und, wie aus neuen, eintönigen Bechern, Tassen und Co. auffällige Begleiter für den Nachmittagskaffeetisch werden.

Bemalen, Bekleben und Verzieren: Becher und Tassen im neuen Gewand

Eine unkomplizierte und relativ schnell umsetzbare Gestaltungsmöglichkeit ist das Bemalen von alten Bechern, Tassen, Tellern oder Schüsseln. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geschirr vom Flohmarkt oder aus Omas Schatztruhe stammt. Es gibt verschiedene Varianten das Porzellan zu verschönern. Beliebt sind vor allem:

  • Spezielle Malstifte für Porzellan: Diese Stifte sind gut geeignet, wenn spezielle Zeichnungen oder Kunstwerke auf dem Geschirr entstehen sollen. Genaue Linien und Striche sind kein Problem mit den Malstiften. Außerdem decken sie sehr gut.
  • Einbrennlack: Wer einen alten Teller oder einen Becher ganz neu einfärben möchte, der braucht spezielle Farbe. Der sogenannte Einbrennlack eignet sich hier am besten. Geschuldet ist das seinem Effekt, denn auf dem Porzellan sieht der Lack aus wie Aquarellfarbe. So lassen sich individuelle und einzigartige Muster umsetzen.

Wer das Geschirr zusätzlich mit kleinen Applikationen oder anderen Extras bekleben möchte, sollte sich unseren Kleber-Ratgeber anschauen. Hier gibt es ein paar Tipps und Tricks, welcher Werkstoff am besten geeignet ist. Weitere wichtige Utensilien, die beim Bemalen und Verzieren nicht fehlen sollten, sind folgende:

  • Schablonen oder vorgezeichnete Ideen,
  • Lappen,
  • Pinsel, wenn mit Einbrennlack gearbeitet wird,
  • Sticker, Applikationen oder Ähnliches, wenn zusätzliche Verzierungen angebracht werden sollen
  • und natürlich das zu bearbeitende Geschirr.

Bedrucken: Einfarbigen Bechern ein Statement verleihen

Eine weitere Möglichkeit, neuen sowie alten Bechern, Tassen und Co. etwas mehr Individualität zu verleihen, stellt der klassische Druck dar. In der Regel eignet sich hier am besten einfarbiges Geschirr. Grundsätzlich ist es auch möglich, mehrfarbiges oder sogar bereits gemustertes Porzellan mit einem Print zu verzieren, jedoch können hier die Kosten variieren.


Print-Statement: So wird aus der einfarbigen, langweiligen Tasse ein aussagekräftiger Kaffeespender.

Um Becher und Tassen bedrucken zu lassen, benötigt der Selfmade-Künstler ein passendes Motiv. Beliebt sind aktuell Statements wie „Like a Boss“ oder „Erst ansprechen ab hier“ inklusive passendem Füllstrich am äußeren Rand. Bedruckte Tassen und Becher sind auch immer ein schönes und individuelles Geschenk, ob für die Familie oder als Werbegeschenk für Kunden. 

Aufbewahren: Der richtige Platz für das neue DIY-Geschirr

Das neue-alte, aufgepeppte Geschirr gehört ab sofort nicht mehr in die hinterste Ecke des Küchenschranks. Diese DIY-Schmuckstücke wollen präsentiert werden. Und wie ginge das besser als auf einem ebenfalls selbstgemachten Hängebord für Tassen und Becher? Das Geschirr lässt sich hier nicht nur optimal und platzsparend aufbewahren, sondern kommt durch die offene Form auch perfekt zur Geltung.

Hierbei können sich Selfmade-Künstler übrigens auch handwerklich etwas austoben, denn die Materialien müssen zugeschnitten und miteinander verbunden werden. Wer auf dem DIY-Wiederverwertungstrip bleiben will, setzt auf alte Paletten und kreiert aus ihnen das neue Hängeboard für das DIY-Geschirr in der Küche.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz: DIY gegen Wegwerf-Trend?

Der DIY-Trend hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen und ist nicht nur in künstlerischen Kreisen ein Diskussionsthema. Auch in der Wirtschaft wird viel über das „Selbermachen“ gesprochen, beispielsweise welche wirtschaftliche Dimension dieser DIY-Trend in Zukunft erreichen wird. Fakt ist, dass es sich hierbei zum einen um eine individuelle Form der Selbstverwirklichung handelt und zum anderen Nachhaltigkeit und Umweltschutz unterstützt.

Ein ganz drastisches Beispiel ist der Coffee-to-Go-Trend. Laut einer Studie der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland stündlich 320.000 Wegwerfbecher verwendet. Auf ein Jahr gerechnet, sind das knapp 3 Milliarden Coffee-to-Becher, sprich Tonnen an Gift für die Umwelt.


Ein Keramik-to-Go-Becher ist immer wieder verwendbar und wird nicht nach dem Genuss eines Heißgetränks weggeschmissen.

Aus diesem Grund ist es beispielsweise eine tolle Idee, sich selbst einen wiederverwendbaren Coffee-to-Go-Becher zu gestalten. Zum einen ist diese Variante jeden Morgen wieder benutzbar, zum anderen wird so viel weniger Müll produziert.

Coffee-to-Go-Becher selbst gestalten: So geht’s

  • Materialwahl: Zunächst wird ein Behältnis ausgewählt. Das kann ein alter Porzellan-Becher sein oder ein bereits ausrangierter Thermobecher. Letzterer ist gut geeignet, weil der Inhalt dann auch schön warm bleibt. Damit unterwegs nichts daneben geht, sorgt ein Deckel aus Gummi oder Kunststoff für den nötigen Schutz.
  • Reinigung: Die Oberflächen müssen frei von Fett und Schmutz sein – Fingerabdrücke eingeschlossen. Vor dem Bemalen ist es ratsam, den Becher mit einem alkohol- oder spiritusgetränkten Lappen abzureiben.
  • Verzieren: Je nachdem, welches Material gewählt wurde, kann der Becher individuell verziert werden. Auf der runden Fläche eignen sich am besten die bereits erwähnten Porzellan-Stifte.
  • Korrekturen: Wenn mal ein Strich danebengeht, wird der zur Reinigung benutzte Lappen wieder aktiv. So können Fehler ausgebessert werden.
  • Tipp: Wer nicht gerne ohne Vorlage zeichnet oder malt, kann sich eine Schablone vorbereiten. Diese wird anschließend auf die zu bemalende Fläche gelegt. Um die Vorlage auf die Tasse zum Nachmalen zu bekommen, muss nun mit einem Bleistift gearbeitet werden. Ein fester Druck ist dabei entscheidend, denn so überträgt sich die Schablone zum Nachmalen auf die Tasse.
  • Feinschliff: Zu guter Letzt kommt der DIY-Coffee-to-Go-Becher in den Backofen. Hierbei müssen die Angaben der Farbe beachtet werden. Das Motiv wird durch diesen Schritt in Porzellan, Keramik und Co. eingebrannt.

Außerdem kann das Geschirr anschließend zur Reinigung in die Spülmaschine gegeben werden. Das ist übrigens der größte Vorteil am DIY-Kaffeebecher. Während Pappe und Plastik im Müll landen, kommt das selbstgemachte Modell in die Spülmaschine und ist am nächsten Morgen wieder einsatzbereit.

Bilder: Pixabay

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