Gartenhaus-Fundament und -Boden: Die Basis muss stimmen! | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Gartenhaus selber bauen – Bauabschnitt 1

Gartenhaus-Fundament und -Boden: Die Basis muss stimmen!

Der erste Bauabschnitt unseres Gartenhauses ist das Fundament und der Boden. Da diese die Basis bilden, müssen Sie hier genau und sorgfältig arbeiten. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es sicher.

 
Gartenhaus selber bauen – Bauabschnitt 1: Gartenhaus-Fundament und -Boden © Christian Bordes
Gartenhaus selber bauen – Bauabschnitt 1: Gartenhaus-Fundament und -Boden

Für den ersten Bauabschnitt benötigen Sie einen Spaten und/oder eine Schaufel, eine Maurerbütt zum Anrühren des Betons, eine Bohrmaschine mit Rührquirl, eine scharfe Handsäge (für Geübte kann’s auch die Kettensäge sein), einen Akkuschrauber, einen Fuchsschwanz, einen Tacker und einen Latthammer.

Für den abschließenden Zuschnitt der Bodenfläche ist eine leistungsstarke Handkreissäge von großem Nutzen, die Sie sich notfalls auch in einem gutsortierten Baumarkt ausleihen können.

Wenn Sie den Standort Ihres Gartenhauses festgelegt haben, müssen Sie die Fundamentlöcher graben. Wir empfehlen eine Mindesttiefe von 70 cm, damit im Winter das gefrierende Wasser das Ganze nicht anhebt.

Machen Sie die Löcher groß genug, denn Sie müssen später an den ausgerichteten Bodenbalken vorbei den Beton einfüllen. Ist das Loch nur 30 x 30 cm groß, wird es fast ganz vom darüberlaufenden Balken verdeckt.

Die Pfostenhalter in L-Form sind verzinkt, ebenso wie die von uns eingesetzten „Speed“- Schrauben. Die können Sie eindrehen, ohne vorzubohren. Weil Sie grundsätzlich alle Bohrlöcher im Pfostenhalter nutzen sollten, ist das ein unschätzbarer Zeitvorteil.

Wichtig: Montieren Sie erst die Halter am Balken, dann betonieren Sie. So sind die Halter automatisch in der richtigen Flucht und Höhe.

Beim Beton verwenden Sie am besten Estrichbeton. Der ist fertig angemischt und muss nur noch mit Wasser angemacht werden.

SELBER MACHEN Redakteur Ulrich Wolf über Boden, Balken und Wetter

© SelbermachenDer Boden ist die Basis, und an der Basis muss es stimmen. Entsprechend sorgfältig sind wir hier zu Werke gegangen, vor allem bei der Ausrichtung der Bodenbalken. Was wirklich nervig ist, dass man bei der Bodenbeplankung zwei Löcher pro Brett und Balken vorbohren und ansenken und dann noch verschrauben muss – eine Arbeit für drei. Der Rest war ein Kinderspiel, wenn es nicht immer wieder in Strömen geregnet hätte. Dann hieß es, runter von den Planken und den Boden mit einer Folie abdecken. Wir wollten nicht, dass das Holz fault, bevor das Haus steht.

Das Wichtigste am Gartenhaus: Das tragende Fundament

Die Pfostenhalter montieren Sie vorab an der Balkenunterseite mit sogenannten „Speed“-Schrauben.

Die Pfostenhalter montieren Sie vorab an der Balkenunterseite mit sogenannten „Speed“-Schrauben. Die haben einen extragroßen Kopf (sie brauchen keine Unterlegscheiben) und gehen leicht ohne Vorbohren ins Holz.

Legen Sie die Bodenbalken auf Futterhölzern so aus, dass die montierten Pfostenhalter mittig in die Fundamentlöcher ragen und richten Sie sie waagerecht aus.

Legen Sie die Bodenbalken auf Futterhölzern so aus, dass die montierten Pfostenhalter mittig in die Fundamentlöcher ragen und richten Sie sie waagerecht aus. Bringen Sie den Beton ein, die Grundplatte des Halters liegt ein paar Zentimeter über dem Beton.

Fasen Sie die Balkenunterkanten leicht an.

Fasen Sie die Balkenunterkanten leicht an. So liegt das Holz vollflächig auf der Grundplatte, und die Lasten des Hauses werden nicht über die „Speed“-Schrauben auf die Pfostenhalter zu übertragen, sondern über die Grundplatte.

Die unteren Bodenplatten, die später die Perimeterdämmung zwischen den Bodenbalken halten, brauchen eine Auflage.

Die unteren Bodenplatten, die später die Perimeterdämmung zwischen den Bodenbalken halten, brauchen eine Auflage. Dazu schrauben Sie Dachlatten quer an die Balken, und zwar bündig zu deren Unterkante. Vor den Pfostenhaltern setzen Sie entsprechend lange Lattenabschnitte.

Zwei der Bodenbalken, nämlich am Übergang vom Haus zur Veranda, verbinden Sie mit mindestens vier langen Spaxschrauben miteinander. Achten Sie darauf, dass beide oberseitig bündig sind.

Zwei der Bodenbalken, nämlich am Übergang vom Haus zur Veranda, verbinden Sie mit mindestens vier langen Spaxschrauben miteinander. Achten Sie darauf, dass beide oberseitig bündig sind.

Der mittlere der Bodenbalken braucht beidseitig die Plattenauflagelatten, die beiden Außenbalken jeweils nur eine auf der Innenseite, die beiden unter der Veranda gar keine.

Der mittlere der Bodenbalken braucht beidseitig die Plattenauflagelatten, die beiden Außenbalken jeweils nur eine auf der Innenseite, die beiden unter der Veranda gar keine.

Die OSB-Platten haben Sie nach dem Innenmaß zwischen den Bodenbalken in der Breite per Handkreissäge zugeschnitten.

Die OSB-Platten haben Sie nach dem Innenmaß zwischen den Bodenbalken in der Breite per Handkreissäge zugeschnitten. Legen Sie sie in die Felder ein und verschrauben Sie sie mit den Auflagelatten.

Die Lage der Pfostenhalter müssen Sie an den Platten markieren und diese dann entsprechend ausklinken.

Die Lage der Pfostenhalter müssen Sie an den Platten markieren und diese dann entsprechend ausklinken. Am besten gelingt das mit der Stichsäge. Die letzte Platte einer Reihe passen Sie auch in der Länge an.

Die Perimeterdämmung sorgt für ständig warme Füße:

Der Bodenaufbau besteht aus Bodenbalken, Auflageleisten, den OSB-Bodenplatten, Dämmung und der Bodenschalung.

Die Hartschaumplatten der Perimeterdämmung können Sie einfach per Säge zuschneiden.

Die Hartschaumplatten der Perimeterdämmung können Sie einfach per Säge zuschneiden. Der Zuschnitt muss genau sein, die Platten lassen sich nicht klemmen.

Die letzte Platte müssen Sie in Länge und Breite anpassen.

Die letzte Platte müssen Sie in Länge und Breite anpassen. Wichtig: Auch hier sollten Sie die Pfostenhalter in den Hartschaumplatten ausklinken, sonst wird die Oberfläche nicht bündig.

Weil beim Plattenzuschnitt die Hartschaumkügelchen sich über den ganzen Platz verteilen, müssen Sie vor dem Aufbringen der Dampfbremsfolie die Fläche gut abkehren.

Weil beim Plattenzuschnitt die Hartschaumkügelchen sich über den ganzen Platz verteilen, müssen Sie vor dem Aufbringen der Dampfbremsfolie die Fläche gut abkehren.

Die Dampfbremse deckt den gesamten gedämmten Bereich und die außenliegenden Balken ab.

Die Dampfbremse deckt den gesamten gedämmten Bereich und die außenliegenden Balken ab. Tackern Sie sie an den Balken fest.

Die Mindestüberlappung der beiden Bahnen ist auf der Folienoberseite markiert. Den Stoß unbedingt abkleben!

Die Mindestüberlappung der beiden Bahnen ist auf der Folienoberseite markiert. Den Stoß unbedingt abkleben!

Verschrauben Sie die Bretter mit der Nut in Arbeitsrichtung. Vorbohren!

Verschrauben Sie die Bretter mit der Nut in Arbeitsrichtung. Vorbohren!

Arbeiten Sie von der verlegten Fläche aus und verwenden Sie ein Zulageholz, um die Bretter in Nut und Feder zu schlagen.

Arbeiten Sie von der verlegten Fläche aus und verwenden Sie ein Zulageholz, um die Bretter in Nut und Feder zu schlagen.

Das Letzte, bereits montierte Brett schneiden Sie ganz zum Schluss per Handkreissäge auf Breite.

Das Letzte, bereits montierte Brett schneiden Sie ganz zum Schluss per Handkreissäge auf Breite. Vom ersten schneiden Sie die Feder ab.

 

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