Fahrradständer | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Fahrradständer selber bauen

Fahrradständer

Wir bauen zwei Fahrradständer, die auch auf engstem Raum funktionieren. Die raumsparende Konstruktion ermöglicht ein bequemes Abstellen des Fahrrades.

 
Fahrradständer © Christian Bordes
Fahrradständer

Mit Fahrradständern ist das oft so eine Sache. Entweder die Räder stehen auf dem Boden. Das spart keinen Platz. Oder der Ständer hält die Räder senkrecht an der Wand. Das verlangt einen erheblichen Kraftaufwand, um ein Rad mal schnell einzuhängen.

Unser Ständer ist ein guter Kompromiss – er verläuft nämlich schräg. Und zwar so schräg, dass die Räder nur etwa die Hälfte ihrer Länge an Raum verschwenden, sie aber immer noch bequem in die „Fahrrinnen“ eingeschoben werden können.

Fahrradschuppen© SelbermachenDer Winkel zur Waagerechten beträgt exakt 68°, was nicht etwa komplizierten Ergonomiestudien geschuldet ist, sondern dem Einstellungsraster der herkömmlichen Kapp-und-Gehrungs-Sägen.

Die sollten Sie sich nämlich für einen Tag ausleihen, dann geht der Bau viel schneller von der Hand.

An dieser Säge müssen Sie allerdings den sogenannten Ergänzungswinkel zur Senkrechten, nämlich 22° einstellen, um die Gesamtkonstruktion auf die erwähnten 68° zu bringen. Für die Rundungen an den Enden der Rinne benötigen Sie eine Stichsäge.

Als Material verwendeten wir Reste aus dem Fahrradschuppenbau, nämlich Thermoholzbretter als Rinnengrund sowie Filmplatten als Seitenführung. Um die waagerechte und die schräge Rinne miteinander zu verbinden, müssen Sie das Brett der Bodenrinne um 8 cm und die Seitenleisten der schrägen Rinne um 2 cm vorspringen lassen.

So können Sie je eine Schraube durch die Seitenleisten in das Holzbrett setzen, was als Fixierung ausreicht. Übrigens: Weder Thermoholz noch Seitenflächen brauchen Holzschutz. Nur die Plattenkanten sollten Sie versiegeln.

Fahrradständer selber bauen

Fahrradständer Skizze mit Maßen:
Die Maße in Klammern geben die Gesamtlänge der Sperrholzleisten an, die Maße davor deren Seitenlänge nach dem Schrägschnitt. Die Breite von 5 cm ist so gewählt, dass sich ein normaler Fahrradreifen leicht in der Rinne festklemmt. Bei schmaleren (Rennrad-)Reifen sollten Sie das Maß an die Reifenbreite anpassen.

 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

© Tillman Straszburger

  1. BodenrinneBodenrinne© Christian Bordes

    Bodenrinne

    **Die Bodenrinne** verdübeln Sie auf den Gehwegplatten. Die Dübel dürfen natürlich nicht länger sein als die Platten dick sind (50 mm). Senken Sie die Bohrlöcher in der Holzleiste an und versenken Sie die Edelstahlschrauben komplett. Sonst können die Fahrradreifen später Schaden nehmen.
  2. Schräge RinneSchräge Rinne© Christian Bordes

    Schräge Rinne

    **Die schräge Rinne** erhält ihren exakten Winkel von 22° durch einen Keil. Der ist in der Wand mit einer Schraube verdübelt, was völlig ausreicht. Durch das Verschrauben der schrägen Rinne mit dem Keil kann letzterer sich nicht mehr verdrehen. Setzen Sie das Schraubloch im unteren Drittelspunkt des Keils.
  3. Gegen HerausrollenGegen Herausrollen© Christian Bordes

    Gegen Herausrollen

    **Gegen Herausrollen** des Fahrrads aus dem Ständer hilft ein kleiner Holzklotz, den Sie unten in die Bodenrinne schrauben. Die genaue Lage des Klotzes hängt von der Fahrradgröße ab und kann natürlich jederzeit verändert werden. Klotz unbedingt vorbohren!
Artikel aus selber machen Ausgabe 11/2011. Jetzt abonnieren!
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