Gartenliege selber bauen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Gartenmöbel mit zwei Konzepten

Gartenliege selber bauen

Für viele Gartenbesitzer ist das eigene Grün der pure Urlaub. Doch darf dabei das passende Mobiliar nicht fehlen. So haben wir von SELBER MACHEN für Sie diese Gartenliege entwickelt, die auf keinem Rasen oder der Terrasse fehlen darf! Mit Bauskizze zum kostenlosen Download.

 
Gartenliege mit zwei Funktionen © Chris Lambertsen
Gartenliege mit zwei Funktionen

© Selbermachen© Selbermachen

Eine Gartenliege – zwei Konzepte

Unsere Relax-Liege wurde so konstruiert, dass sie mit und ohne Unterbau funktioniert. Mit Unterbau ist sie in der Neigung verstellbar, ohne Unterbau ist sie leicht durch den Garten zu transportieren.

Sommer, Sonne, Urlaub. Merken Sie, wie sich bei diesen Worten der ganze Körper zu entspannen beginnt? Behalten Sie diesen Zustand noch etwas bei. Lehnen Sie sich zurück und schauen Sie auf die neuen Garten- und Urlaubsmöbel von SELBER MACHEN.

Wir haben eine Sonnenliege konstruiert und gebaut. Sie ist in ihrer Neigung verstellbar und eignet sich sowohl als Leseliege, wie auch als Schlafgelegenheit.

Sie sehen, wir haben an alles gedacht. Nun aber müssen wir Sie leider aus der Traumwelt aufwecken, denn jetzt gilt es, aus dem Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Gutes Gelingen!

Der Sommer kann kommen ...

© SelbermachenBei der Betrachtung der Liege kommt man schon ins Staunen, mit welchen einfachen Mitteln man doch so schöne Objekte herstellen kann. Dabei stammt sämtliches Material aus dem Baumarkt: 18 mm starke Kieferleimholzplatten in 30 cm Breite für die Seitenwangen, Auflagenhölzer aus 4,5 x 1,8 cm Leisten, sowie Konstruktionshölzer der Dimension 6,8 x 4,5 cm und Bretter von 9,5 x 1,8 cm. Zusammengehalten wird das Ganze von einem wetterbeständigen Montagekleber und nichtrostenden Schrauben.

© SelbermachenDas Herzstück der Liege, das Drehgelenk, besteht aus einer Gewindestange (Durchmesser 10 mm) und einem Aluminiumrohr (Durchmesser 12 mm), die perfekt ineinander passen und sowohl die Liege zusammenhalten, als auch gewährleisten, dass sich die Liegefläche bewegt. Dass alles reibungslos klappt, dafür sorgen vor allem links und rechts zwei Karosserieschrauben, die innen als Distanzhalter zwischen der Wange und dem Untergestell sitzen.

Unser Tipp

© SelbermachenDamit die Holzauflagen einen immer gleichen Abstand untereinander haben, sollten Sie kurze Abschnitte einer Rechteckleiste als Montagehilfe benutzen. Der gleichbleibende seitliche Überstand wird mit einer Art Schablone sichergestellt. Dies kann ebenso eine Holzleiste sein, wie auch ein von Ihnen zugesägtes Brettchen.

Die richtige Mutter

© SelbermachenZur Auswahl stehen zwei Möglichkeiten: Die Schöne und die Sichere. Die Hutmutter mit ihrem halbrunden Kopf passt gut zur Gestaltung der Liege. Da die Liege jedoch beweglich ist, wird sie sich irgendwann lösen, so dass man sie hin und wieder nachziehen muss. Vollkommen fest hingegen sitzt die sebstsichernde Mutter mit dem blauen Kunststoffring, der sich ins Gewinde der Gewindestange schneidet.

Die Bauanleitung für unsere Gartenliege

Die passende Bauskizze als pdf zum herunterladen: Hier kostenlos downloaden >

 

  1. Raster: Seitenwangen© Tillman Straszburger

    Raster: Seitenwangen

    Die Linienführung der Seitenwangen übertragen Sie aus diesem Raster auf eine Papier- oder Pappschablone. Ein Kästchen entspricht dabei 10 cm.
  2. Skizze: Gartenliege© Tillman Straszburger

    Skizze: Gartenliege

    Die geschwungenen Wangen bestehen aus zwei Schichten 18-mm-dicker-Leimholzplatte. Sind die beiden Schichten verleimt und verschliffen, sieht die Wange aus, als wäre sie aus vollem Material hergestellt.
  3. Schablone anfertigen© Chris Lambertsen

    Schablone anfertigen

    Anhand der Rasterzeichnung fertigen Sie sich eine Papier- oder Pappschablone für die Seitenwangen. Je dicker die Schablone ist, desto leichter lässt sich ein sauberer und exakter Kurvenverlauf anzeichnen. Als Grundmaterial für die Seiten dienen 30 cm breite Leimholzplatten.
  4. Form aussägen© Chris Lambertsen

    Form aussägen

    Mit einer Stichsäge und einem Kurvensägeblatt wird die Form ausgesägt. Sägen Sie dabei stets etwa 2 mm außerhalb der angezeichneten Linie. So haben Sie später noch genügend Materialdicke zum Verschleifen.
  5. Tiefenbegrenzer einsetzen© Chris Lambertsen

    Tiefenbegrenzer einsetzen

    Das Verdübeln klappt am besten mit Bohrern mit Tiefenbegrenzer und ...
  6. Bohrer mit Dübelmarker© Chris Lambertsen

    Bohrer mit Dübelmarker

    ... Dübelmarkern.
  7. Teile verleimen© Chris Lambertsen

    Teile verleimen

    Die Verleimung sollte mit einem Montagekleber für den Außenbereich hergestellt werden.
  8. Seitenwangen verdübeln© Chris Lambertsen

    Seitenwangen verdübeln

    Da die Seitenwangen in der Dicke aus zwei Brettstärken bestehen, müssen diese in der Länge mittels einer Überblattung verleimt und verdübelt werden.
  9. Kanten schleifen© Chris Lambertsen

    Kanten schleifen

    Ist der Montagekleber ausgehärtet, werden die Kanten verschliffen.
  10. Schräge übertragen© Chris Lambertsen

    Schräge übertragen

    Das Untergestell erhält eine Schräge von 20 Grad. Die Schräge wird vom Geodreieck auf die Tischlerschmiege übertragen und ...
  11. Schräge einzeichnen© Chris Lambertsen

    Schräge einzeichnen

    ... kann so zuverlässig auf das Holz gezeichnet und ...
  12. Schräge ausschneiden© Chris Lambertsen

    Schräge ausschneiden

    ... mit der Stichsäge ausgesägt werden.
  13. Drei Schichten verleimen© Chris Lambertsen

    Drei Schichten verleimen

    Mit Montagekleber und Zwingen werden die drei Schichten des Gestells verleimt. Auch hier kommt wieder das Prinzip der Überblattung zum Tragen.
  14. Sackloch und Durchgangsloch bohren© Chris Lambertsen

    Sackloch und Durchgangsloch bohren

    Für die Drehpunktstange wird zunächst mit einem Forstnerbohrer ein 30-mm- Sackloch und anschließend mit einem 12-mm-Holzbohrer ein Durchgangsloch gebohrt.
  15. Durchgangsloch bohren© Chris Lambertsen

    Durchgangsloch bohren

    Legen Sie die Bauteile übereinander und fertigen Sie so das Durchgangsloch in der Seitenwange an.
  16. Halbes Loch bohren© Chris Lambertsen

    Halbes Loch bohren

    Das halbe Loch nimmt später den Rundstab auf.
  17. Bretter anstreichen© Chris Lambertsen

    Bretter anstreichen

    Zuletzt erfolgt der Anstrich mit Farbe und Lasur.
 
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