Gartenliege selbstgebaut | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Gartenliegen

Gartenliege selbstgebaut

Diese tolle Gartenliege sieht nicht nur nach Sommer, Sonne und Meer aus, sondern bietet Ferienfeeling pur . Wir zeigen Ihnen wie einfach und schnell Sie selbst diese Liege nachbauen können.

 
Gartenmöbel mit Urlaubs-Feeling © Chris Lambertsen
Gartenmöbel mit Urlaubs-Feeling

Gartenliegen fertig© SelbermachenDie dicken Bohlen wirken wie von Sonne und Salzwasser ausgeblichen. An Meer, Strand und Ferien erinnern auch die Möbel, die daraus geworden sind. Einfach nur ausstrecken, Augen schließen, die Sonne auf der Haut spüren. Die große Liegefläche, zu der die vier Kastenelemente zusammengestellt werden können, verführt zu kleinen Pausen, die sich wie Ferien anfühlen. Werden die Elemente auseinander gerückt, ergeben sich Sitzplätze für mehrere Personen: zwei Sessel und zwei Hocker, ein Sessel, eine Liege und ein Tisch, zwei Liegen, zwei Sessel und eine Bank, zwei Bänke. Kästen einfach stapeln© SelbermachenDer Umbau geht leicht, denn die Elemente wiegen nicht viel. Die Rückenlehnen sind mit je vier Schrauben von innen an der Sitzfläche befestigt und lassen sich schnell abnehmen. Das Material könnte einfacher nicht sein: Die 3 cm dicken Bohlen werden als Bauholz angeboten und sind relativ preiswert. Die schöne Oberfläche bekommen sie durch Bearbeitung mit Schleifpapier und Schleifbürste und den Anstrich mit einer kalkweißen Lacklasur, die die Holzstruktur durchscheinen lässt.

Das brauchen Sie für die Gartenliege

Korpus

Bohlen 3 cm dick:

  • 4 Stück 19 x 54 cm
  • 4 Stück 19 x 99 cm

Rahmenholzleiste:

  • 3,5 x 3,5 cm 4 Stück 37,5 cm

Sitzfläche

Bohlen 3 cm dick:

  • 5 Stück 19 x 60 cm

Rahmenholzleiste:

  • 3,5 x 3,5 cm 4 Stück 92 cm

Rückenlehne

Bohlen 3 cm dick:

  • 2 Stück 19 x 38 cm
  • 2 Stück 19 x 60 cm
  • 2 Stück 19 x 54 cm
  • 1 Stück 13 x 60 cm
  • 1 Stück 12 x 54 cm

Rahmenholzleiste:

  • 3,5 x 3,5 cm 4 Stück 30 cm
  • 1 Stück 54 cm Schrauben 4,5 x 60 mm

Rauspundbohlen und Rahmenholzleisten aus unbehandeltem Holz sind gutes und preiswertes Baumaterial. Oft ist es allerdings noch zu feucht. Es sollte noch ein, zwei Wochen lagern, dann lässt es sich präziser zuschneiden und leichter bearbeiten.

Und so bauen Sie unsere Gartenliege

  1. Leisten zuschneidenLeisten zuschneiden© Chris Lambertsen

    Leisten zuschneiden

    Als erstes werden Bohlen und Rahmenholzleisten auf Länge geschnitten. Mit der Kappsäge gelingen die Schnitte ganz perfekt.
  2. Schrägschnitte zuschneidenSchrägschnitte zuschneiden© Chris Lambertsen

    Schrägschnitte zuschneiden

    Die einzigen Schrägschnitte sind bei den Seitenteilen der Rückenlehnen notwendig. Die Maße entsprechend den Angaben in der Zeichnung auf einer Bohle anzeichnen und mit der Stichsäge zuschneiden.
  3. Mit Schleifbürste Maserung herausarbeitenMit Schleifbürste Maserung herausarbeiten© Chris Lambertsen

    Mit Schleifbürste Maserung herausarbeiten

    Das sägeraue Holz wird zunächst geschliffen (40er-Körnung), dann arbeitet man mit der Schleifbürste die Maserung heraus.
  4. Holz streichen und lackierenHolz streichen und lackieren© Chris Lambertsen

    Holz streichen und lackieren

    Danach wird gestrichen, erst mit Holzschutzgrund, dann mit Lacklasur.
  5. Bohlen mit Rahmenleisten verschraubenBohlen mit Rahmenleisten verschrauben© Chris Lambertsen

    Bohlen mit Rahmenleisten verschrauben

    Für die Stirnseiten der Kästen werden die Bohlen mit den Rahmenleisten verschraubt. Die Leisten stehen an der Unterkante 1 cm über und springen an der Oberkante 1 cm zurück. Zwischen den Bohlen bleibt eine Fuge von 1 cm Breite.
  6. Seitenwände aufschraubenSeitenwände aufschrauben© Chris Lambertsen

    Seitenwände aufschrauben

    Anschließend werden die Bohlen für die Seitenwände aufgeschraubt, und zwar von innen, damit an der Außenseite des Möbels keine Schraubenköpfe zu sehen sind.
  7. Sitzfläche verschraubenSitzfläche verschrauben© Chris Lambertsen

    Sitzfläche verschrauben

    Für die Sitzfläche werden die zugeschnittenen Bohlen ausgelegt und mit Rahmenholzleisten verbunden. Die Leisten haben an der Außenseite sowie oben und unten 3 cm Abstand zum Rand. Abstandshölzchen sorgen für 1-cm- Fugen zwischen den Bohlen.
  8. Rückenlehne verschraubenRückenlehne verschrauben© Chris Lambertsen

    Rückenlehne verschrauben

    Bei der Rückenlehne werden die Bohlen der Rückseite fugenlos mit den Rahmenholzleisten verschraubt, dann folgen die Seitenteile und der Deckel.
  9. Bohlen einsetzen und von Innen verschraubenBohlen einsetzen und von Innen verschrauben© Chris Lambertsen

    Bohlen einsetzen und von Innen verschrauben

    Die Bohlen für die Front der Rückenlehne zeigen wieder 1-cm-Fugen. Sie werden mit Rahmenholzleisten verbunden und dann von innen an die Seitenteile geschraubt.
  10. Boden verschraubenBoden verschrauben© Chris Lambertsen

    Boden verschrauben

    Zum Schluss wird der Boden an den Rahmenholzleisten festgeschraubt.
  11. Die Zeichnung bringt es an den TagDie Zeichnung bringt es an den Tag© Chris Lambertsen

    Die Zeichnung bringt es an den Tag

    Die Bauweise ist simpel, das Ergebnis – die durch schmale Fugen gegliederte Optik – ist schlicht und edel.

Basiswissen: Werkzeug und Lacklasur

Was ist eine Schleifbürste?

Zum Entrosten, Reinigen oder Polieren von Metall, Holz oder Kunststoff gibt es Bürsten mit Draht-, Messing-, Edelstahl oder Nylonborsten, die in die Bohrmaschine eingespannt werden. Für die verschiedenen Einsatzbereiche sind sie als Scheiben-, Topf-, Zylinderoder Pinselbürsten zu bekommen. Um die Holzmaserung herauszuarbeiten eignen sich Scheibenbürsten mit Nylonborsten am besten. Sie bürsten die weichen Holzfasern heraus, ohne unerwünschte Riefen oder Rillen zu hinterlassen.

Lacklasur

Die Acryllackfarbe enthält mehr Wasser als gewöhnlicher Lack und ergibt deshalb keinen deckenden, sondern einen lasierenden, das heißt durchscheinenden Anstrich. Die Farbintensität ist entsprechend etwas geringer, dafür ist die Holzmaserung gut zu sehen. Wie Lack gibt Lacklasur aber einen guten Oberflächenschutz und ist lichtbeständig sowie geruchsarm. Für Gartenmöbel empfiehlt sich ein zweifacher Anstrich, damit das Holz gut gegen Nässe geschützt ist.

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