So pflegen Sie ihre Holzterrasse richtig | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Lärchenholz, Pflegeöl

So pflegen Sie ihre Holzterrasse richtig

Jetzt ist genau die Zeit, die Holzterrasse für die nächste Gartensaison in Form zu bringen. Ein Deck aus Lärchenholz ist beliebt, denn die Lärche ist an sich durch Inhaltsstoffe gegen Witterung und gegen UV-Strahlen geschützt. Eine Pflege ist nicht zwingend nötig. Allerdings wandelt sich die Farbe von unbehandeltem Lärchenholz mit der Zeit von sattem braun zu grau. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ihre Holzterrasse wieder zum Strahlen bringen.
 
So pflegen Sie ihr Lärchenholzdeck © Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH
So pflegen Sie ihr Lärchenholzdeck
Wenn man das typische Grau mag, das sich nach einigen Jahren bei unbehandeltem Lärchenholz entwickelt, ist eine Pflege nicht zwingend nötig. Wer aber lieber auf einem braunen Holzdeck sitzt, der muss es einmal im Jahr mit einem Lärchenöl nachbehandeln. Was dabei zu tun ist, zeigen wir Ihnen hier.

Zuerst: Das Holzdeck reinigen

Ein Hochdruckreiniger sorgt für saubere Rillen auf der Holzterrasse. Aber Achtung: Durch den Wasserstrahl können Sie das Lärchenholz auch in Mitleidenschaft ziehen. Die Losung heißt: Mit einem gewissen Abstand an die Sache rangehen und nicht zu lange draufhalten.
  1. Die Grobreinigung mit dem BesenDie Grobreinigung mit dem Besen© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Die Grobreinigung mit dem Besen

    Die Grobreinigung erfolgt mit dem Besen. Splitter abschneiden oder ausschleifen.
  2. Reinigung des Holzdecks mit dem DampfstrahlReinigung des Holzdecks mit dem Dampfstrahl© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Reinigung des Holzdecks mit dem Dampfstrahl

    Den Dampfstrahl nie senkrecht, sondern immer leicht schräg auf die Fläche richten. Abstand: 30 cm.
  3. Immer den Rillen nach strahlenImmer den Rillen nach strahlen© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Immer den Rillen nach strahlen

    Immer den Rillen nach strahlen, damit der Schmutz herausgespült wird. Dielenweise arbeiten.
  4. Nicht vergessen: Auch die Fugen des Decks gut abstrahlenNicht vergessen: Auch die Fugen des Decks gut abstrahlen© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Nicht vergessen: Auch die Fugen des Decks gut abstrahlen

    Nicht vergessen: Auch die Fugen gut abstrahlen, damit sie sich nicht mit der Zeit zusetzen.

Praxis Tipp für die Vorarbeiten

Mit einem Holzreiniger können Sie das Holz auf die nachfolgende Ölbehandlung vorbereiten. Die meisten Produkte sind farblos, tropfgehemmt und für alle gängigen Holzarten geeignet. Achtung: Die Trocknungszeit vor dem Ölen beträgt zwei volle Tage.

Die Terrasse noch bequemer reinigen

Mit ein bisschen Equipment und den richtigen Hilfsmitteln machen Sie es sich nicht nur selbst wesentlich einfacher, auch das Holz wird weniger angegriffen.
  1. Mit dem „Flächenreiniger T250“ können Sie Ihr Hochdruckgerät erweiternMit dem „Flächenreiniger T250“ können Sie Ihr Hochdruckgerät erweitern© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Mit dem „Flächenreiniger T250“ können Sie Ihr Hochdruckgerät erweitern

    Unter dem Namen „Flächenreiniger T250“ können Sie Ihr Hochdruckgerät erweitern. ZGroßer Vorteil: Das Ganze passiert weitestgehend spritzfrei. Der Flächenreiniger wiegt selbst nur etwa 1,5 kg und wird ans Hochdruckgerät angeschlossen.
  2. Flachstrahldüsen unter der HaubeFlachstrahldüsen unter der Haube© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Flachstrahldüsen unter der Haube

    Zwei unter der Haube rotierende Flachstrahldüsen rücken dem Dreck in den Rillen zu Leibe.

Der Feinschliff

Ist der grobe Dreck weg, sollten Sie Ihr Terrassenholz für den kommenden Winter durch ein abgestimmtes Holzöl fit machen. Das schützt das Holz vor der schädlichen UV-Strahlung und holt den warmen Braunton zurück.
  1. Mit Stahlwolle entfernen Sie alle kleinen Splitterchen Mit Stahlwolle entfernen Sie alle kleinen Splitterchen © Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Mit Stahlwolle entfernen Sie alle kleinen Splitterchen

    Mit Stahlwolle entfernen Sie alle kleinen Splitterchen und stutzen die Holzfasern, die sich durch das Wässern aufgerichtet haben.
  2. Den Schleifstaub müssen Sie per Handbesen gründlich entfernenDen Schleifstaub müssen Sie per Handbesen gründlich entfernen© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Den Schleifstaub müssen Sie per Handbesen gründlich entfernen

    Den Schleifstaub müssen Sie per Handbesen gründlich entfernen. Noch besser geht es mit einem Industriesauger.
  3. Holzöl auftragenHolzöl auftragen© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Holzöl auftragen

    Das Holzöl tragen Sie nur dünn auf und arbeiten dabei immer in Dielenrichtung. Auch hier die Fugen mit bearbeiten.
  4. Eine Lackschale für das Öl.Eine Lackschale für das Öl.© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Eine Lackschale für das Öl.

    Falls Sie einen breiten Pinsel verwenden, brauchen Sie auch eine Lackschale für das Öl.
  5. Das Ergebnis lässt sich sehenDas Ergebnis lässt sich sehen© Christian Bordes/ Selbermachen Media GmbH

    Das Ergebnis lässt sich sehen

    Sattes Braun statt altem Grau: Die Terrassenrenovierung hat sich gelohnt.
TEXT: Ulrich Wolf, FOTOS: Christian Bordes
Artikel aus selber machen Ausgabe 10/2014. Jetzt abonnieren!
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