Der perfekte Garten für den Hund | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
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Der perfekte Garten für den Hund

Laut Statistik hat jeder vierte Gartenbesitzer einen Hund. Oftmals sind da Konflikte vorprogrammiert. Wir zeigen, welche Vorstellung Hunde vom perfekten Garten haben.

 
Hund im Garten halten © pixabay
Hunde haben viel Spaß im Garten. Doch dafür muss der Garten auch entsprechend gestaltet sein

Er ist der beste Freund des Menschen, keine Frage, aber wenn er sich zum Buddeln ausgerechnet das neu angelegte Staudenbeet aussucht, ist Ärger im Verzug. Dabei folgt der Hund nur seinem ureigensten Instinkt – er hat keine Ahnung davon, welche Bedeutung ein Beet für Gartenfreunde hat.

Probleme zwischen Hund und Mensch im Garten lassen sich durch eine geschickte Gestaltung vermeiden. Wer Konflikten mit seinem Vierbeiner von vornherein aus dem Weg gehen möchte, muss sich zunächst klarmachen, welche Bedürfnisse das Tier hat.

Hunde sind die ältesten Haustiere des Menschen und werden seit mehr als 10.000 Jahren für verschiedenste Aufgaben eingesetzt: etwa zum Jagen, Hüten oder Bewachen.

Auch wenn die Hunde heute vor allem als brave Hausgenossen gehalten werden, so besitzen sie doch immer noch alle Anlagen dafür und müssen diesen Aufgaben auch nachgehen. Nicht zuletzt schätzen wir es an Hunden, dass sie Alarm schlagen können oder ihrem Herrchen im Notfall zur Seite stehen.

Hunde im Garten: Klare Grenzen ziehen

Das friedliche Miteinander beginnt damit, den Garten in Bereiche aufzuteilen, die dem Hund zur Verfügung stehen, und vor allem die Bereiche abzugrenzen, welche für ihn tabu sind. Hier müssen Sie gleich zu Beginn der Hundeerziehung Verbote aussprechen.

Unterstützend wirkt, wenn Sie im Garten auch optisch klare Grenzen setzen. Das können zum Beispiel kleine Zäune am Beet rand sein, aber auch mit Steinen eingefasste Rasenkanten. Zudem sind Bereiche mit unterschiedlichen Oberflächen für Hunde eine gute Lernhilfe. Ziel ist es, dem Hund mit einfach zu verstehenden Markierungen zu helfen.

Auf der anderen Seite können Sie Ihrem Hund so auch leichter jene Bereiche zuweisen, die ihm gehören. So sollte ein Teil des Gartens dafür reserviert sein, dass der Hund seinen enormen Bewegungsdrang ausleben kann. Toben und spielen, hier ist es möglich und erwünscht.
 

Familienanschluss für den Hund

Als typisches Rudeltier ist der Hund sehr sozial, er sucht den Anschluss an die Familie. Schaffen Sie in Ihrem Garten deshalb einen Raum, der Ihnen und Ihrem Hund gemeinsam gehört: eine abgegrenzte Insel zum gemeinsamen Spielen und Beisammensein.

Auf der anderen Seite benötigt der Hund aber auch Orte, an die er sich zurückziehen kann. Solche Schlupfwinkel sollten eine Größe haben, die der des Hundes entsprechen und wo also ein Mensch schon aus Platzgründen kein Konkurrent ist. Wenn es sich um eine kleine Höhle handelt, kann der Hund hier Schatten finden, wenn es ihm in der Sonne zu heiß wird. Hier kann er aber auch seine Spiel sachen deponieren, wenn ihm danach ist.

Wichtig ist, dass ein solcher Ort nicht zu abgelegen ist. Denn als aufmerksamer Wachhund will der Vierbeiner selbstverständlich immer die Aktivitäten des Rudels im Blick haben. Auch ein Platz zum Wache halten ist wichtig. Von dort sollte er einen Großteil des Geländes überblicken können, damit er „Sein Revier“ unter Kontrolle hat.

Hunde-Paradies im Garten

Damit sich Ihr Hund im Garten rundherum wohlfühlt, sollten Sie ihm die Möglichkeit geben, jederzeit an frisches Wasser zu gelangen. Ob sich der Hund im Gartenteich erfrischen kann oder ob er lieber nicht dort baden sollte, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten des Teiches ab.

    1. Schlupfwinkel: Dieser Ort gehört dem Hund allein. Oft beruhigen sich nervöse Hunde bereits durch das Vorhandensein einer „Höhle“.
    2. Wasserstelle: Ihr Hund sollte immer frisches Wasser zur Verfügung haben. Ob der Teich dem Hund auch zum Baden dient, entscheiden Sie.
    3. Gemeinsamer Spielplatz: Gestalten Sie einen Ort, an dem Sie sich mit Ihrem Hund beschäftigen. Hier darf der Hund natürlich auch toben.
    4. Wache halten: Ein Hund beobachtet gern, was im Garten so los ist. Hier ist der Ort, von dem aus er sein Revier unter Kontrolle hat.
    5. Zuhause: Das liebste Zuhause des Vierbeiners ist die typische Hundehütte. Auch sie kann natürlich als sein Schlupfwinkel dienen.

    Hund im Garten: Diese Pflanzen sind giftig

    Zur Anlage eines kleinen Hundeparadieses gehört nicht zuletzt, Pflanzen zu vermeiden, die Hunden gefährlich werden können.

    Verzichten Sie deshalb auf giftige Pflanzen wie

    • Azalee,
    • Buchs,
    • Oleander,
    • Eibe,
    • Goldregen,
    • Lorbeer,
    • Lupine,
    • Osterglocke
    • oder Rittersporn.

    Lesen Sie hier weiter: Hier erfahren Sie, wie man eine Hundehütte selber baut.

    Fotos: 
    Illustration: Straszburger, Bilder: pixabay
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