Gartenmauer mit Gabionen selber bauen: So geht's
Modulare Steinkörbe

Gartengestaltung: Bauen mit Gabionen

Sie möchten einen Begrenzungswall mit Gabionen für Ihren Garten bauen? Wir zeigen Ihnen das Aufstellen der Drahtkörbe, das Befüllen mit Steinen, das Anlegen der Pflanzflächen und das anschließende Bepflanzen - Schritt für Schritt erklärt.

 
Bauen mit Gabionen © Schönmuth
Flexibel und begrünt: Modulare Steinkörbe und Pflanzen machen unsere Gabionen zum funktionalen Hochbeet in Ihrem Garten

Gabionen sind keine Neuheit, es gibt sie in vielen Varianten im Baumarkt. Sie sind wirklich praktisch, um ganz einfach Abgrenzungen, Mauern und Einfassungen zu bauen. Damit die Steinkörbe nicht trist und grau wirken, haben wir uns etwas einfallen lassen: einen abgestuften Aufbau der Gabionen in zwei Höhen und ein integriertes Hochbeet, das wir mit immergrünen Rhododendren bepflanzen.

Gartenmauer mit Gabionen bauen: So geht's

  1. Drahtkörbe befüllen: Als Vorarbeit für unsere stabilen Beeteinfassungen werden die Drahtkörbe aufgefüllt und mit Steinen befüllt.
  2. Hochbeete anlegen: Stehen die Gabionen als Begrenzung, werden die Zwischenräume mit Oberboden aufgefüllt, um dort Beete zu anzulegen.
  3. Beete bepflanzen und angießen: Zum Schluss werden die Beete in angenehmer Höhe bepflanzt und die Wurzeln mit Wasser eingeschlämmt.

Begrenzungswall mit Gabionen bauen: Material und Werkzeug

bellissa HAAS GmbH, Gabionensystem „Limes 23“ ca. 13 Meter Gabionenmauer. Mehr Infos unter www.bellissa.de.

  • 37x Gitter 1.180 x 600 mm
  • 10x Gitter 1.180 x 1.200 mm
  • 26x Verbindungstab 4 x 610 mm
  • 6x Verbindungstab 4 x 1.210 mm
  • 5x Pfosten 550 x 30 x 100 mm für Gitter 600 mm Höhe
  • 2x Pfosten 1.150 x 30 x 100 mm für Gitter 1.200 mm Höhe
  • 8x Abschlussgitter 600 mm
  • 2x Abschlussgitter 1.200 mm
  • 29x Hakenset Gitter (je 12 Stück)
  • 19x Hakenset Pfosten (je 3 Stück)
  • 30x Verbindungsspirale 600/700 mm

Tipp: Wenn Sie ein größeres Projekt mit Gabionen planen, machen Sie sich unbedingt eine maßstabsgetreue Skizze und lassen Sie sich im Baumarkt beraten. Denn von der vorgesehenen Höhe, der Länge und der gewünschten Form, wie Wand, U-Form, Quadrat und so weiter hängt ab, wie viele Gitterelmente, Pfosten und Zubehör Sie benötigen.

Sonstiges Material:

  • 6 m3 Albbruchstein gelb, Körnung 32 mm
  • 4 m3 Feldsteine
  • 18 m2 Granitsteine 8 x 8 x 8 cm
  • 0,5 m3 Verlegesand bzw. Kies 2/5 mm
  • 0,5 m3 Kies 16/32 mm
  • 12 m2 Betonpflastersteine grau 20 x 10 x 6 cm
  • 8 Sack Zementmörtel, à 25 kg
  • 50 m2 Sport und Spielrasen
  • 20 lfm Noppenbahn
  • Unkrautflies
  • 65 Sack Quickmix Ruck-Zuck Beton à 25 kg
  • 4 m3 Oberboden

Werkzeug: Bolzenschneider, Eimer, Fäustel, Fugenkelle, Handstampfer, Maßband, Maurerkelle, Maurerschnur, Schaufel, Schubkarre, Schwamm, Stahlstangen, Spaten, Sprühkreide, Wasserwaage, Zange, Zollstock

Kosten: zwischen 200-400 Euro/Meter
Schwierigkeit: für Aufsteiger
Aufwand: 10 Tage, 2 Personen

Bauen an der Grundstücksgrenze: Rechtliches

Eine selbstgebaute Gartenmauer ist ohne Zweifel eine außergewöhnliche Einfriedung des Grundstücks. Hierbei gilt es jedoch Einiges zu bedenken:

  • Beim Eigenbau muss beachtet werden, dass sämtliche Baugesetze und Auflagen auch mitten in Ihrem Garten Geltung besitzen. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde.
  • Ab einer Höhe von 2 m, müssen Sie eine statische Sicherheitsberechnung durch einen Fachmann erstellen lassen.
  • Entlang der Grundstücksgrenze gelten zudem Nachbarschaftsrecht und die Regeln zur jeweiligen Grenzbebauung.

Bevor es an den Bau des Gabionen-Hochbeets geht, wird an der Grenze zur Straße eine Mauer aus Feldsteinen errichtet. Auch diese wird später bepflanzt. Eine Hecke aus Blutbuchen bietet zusätzlichen Sichtschutz.

Hintergrund: Die lose aufgeschütteten Feldsteine bilden keine schöne Begrenzung des Grundstücks. Auch die unstrukturierte Bepflanzung des Beets ist wenig ansprechend. Weder Steine noch die Bepflanzung bieten Sichtschutz. Für unser Projekt wird der Feldsteinwall komplett zurückgebaut. Sämtliche Pflanzen werden ausgegraben.
 

1. Vorbereitung: Feldsteinmauer bauen

  1. Richtschnur spannen© Jan Schönmuth

    Richtschnur spannen

    Zu Beginn eine Richtschnur spannen. So lässt sich eine exakte Flucht entlang der Grundstücksgrenze ziehen.
  2. Pflastersteine setzen© Jan Schönmuth

    Pflastersteine setzen

    Dann einen kleinen Graben ausheben, etwa 5 cm Sand aufbringen und Beton-Pflastersteine in ein Mörtelbett setzen.
  3. Steine ins Mörtelbett klopfen© Jan Schönmuth

    Steine ins Mörtelbett klopfen

    Damit die Steine in Waage zur hinteren Pfl asterkante liegen, wird eine lange Leiste und eine Wasserwaage zu Hilfe genommen, die senkrecht zum jeweiligen Stein auf der Kante aufliegen. Mit Vorlage und Verlegehammer werden die Steine ins Mörtelbett geklopft.

2. Rasenstreifen herstellen

Zwischen der Feldsteinmauer und der Straße wird ein schmaler Rasenstreifen als Abstandsfläche angelegt. Als Vorbereitung wird zwischen dem Granitpflaster-Einzeiler und dem Bordstein Erde angefüllt.

  1. Oberboden© Jan Schönmuth

    Oberboden

    Nach Aushärtung des Mörtels kann der Boden mit Oberboden aufgefüllt werden. Den Boden mit einer Latte glatt abziehen und mit einem Handstampfer etwas verdichten. So braucht später nur noch die Rasensaat aufgebracht zu werden.
  2. Graben mit Kies© Jan Schönmuth

    Graben mit Kies

    Auf der anderen Seite der Kante wird schaufelbreit ein 15 cm tiefer Graben geschaffen und mit Kies verfüllt.
  3. Rasen säen© Jan Schönmuth

    Rasen säen

    Die Rasensaat wird gleichmäßig verteilt. Die angesäte Fläche muss nun konsequent gewässert und feucht gehalten werden.
  4. Düngen und Mähen© Jan Schönmuth

    Düngen und Mähen

    Mit dem Mähen erst beginnen, wenn das Gras 8 bis 10 cm lang ist. Die Gabe von Langzeitdünger fördert eine dichte Grasnarbe.

3. Feldsteinmauer bauen

Anstatt der losen Schüttung werden die Feldsteine nun auf dem befestigten Untergrund Stein für Stein aufgeschichtet. So entsteht ein befestigter Wall mit einer bepflanzbaren Krone. Eine Noppenbahn aus Kunststoff schützt Mauerwerk an Fundamenten und bei Erdanschluss vor Wurzeln und Nässe.

  1. Kies verdichten© Jan Schönmuth

    Kies verdichten

    Die 10 cm dicke Kiesschicht mit dem Handstampfer verdichten, um einen sicheren Stand der Mauer zu gewährleisten.
  2. Bausand© Jan Schönmuth

    Bausand

    Eine Lage Bausand wird in einer Schichtdicke von 5 bis 10 cm aufgeschüttet und dann mit der Schaufel glatt gezogen.
  3. Sand verdichten© Jan Schönmuth

    Sand verdichten

    Anschließend wieder verdichten, damit Kies- und Sandschicht sich verbinden und eine stabile Fläche bilden.
  4. Sockel setzen© Jan Schönmuth

    Sockel setzen

    Beginnend mit den größten und schwersten Steinen, wird der Sockel der Feldsteinmauer gesetzt. Die Steine mehrere Zentimeter in den Sand drücken. Dann mit Holzlatte verdichten.
  5. Mit Oberboden befüllen© Jan Schönmuth

    Mit Oberboden befüllen

    Die Innenseite der Natursteinmauer wird lagenweise mit Oberboden hinterfüllt und verdichtet. Eine Noppenbahn verhindert, dass die Erde einrieselt oder weggespült wird.
  6. Steine aufeinanderschichten© Jan Schönmuth

    Steine aufeinanderschichten

    Die Steine müssen stabil aufeinander gelegt werden und dürfen nicht wegrutschen. Kleine Steine, von innen in die Fugen gesetzt, dienen zum Verkanten.
  7. Steine ausrichten und säubern© Jan Schönmuth

    Steine ausrichten und säubern

    Die Steine werden schräg, mit einer Neigung gegen den Erddruck, ausgerichtet. Für eine stabile Statik setzen Sie jeden sechsten Stein quer zur Mauer. Zum Schluss befreien Sie mit einer Bürste die Steine von Schmutz.

4. Steinmauer bepflanzen

An der Oberkante der aufgeschichteten Feldsteinmauer wird eine Hecke aus Blutbuchen gepflanzt. Dafür wird der Graben etwa eine Hand breit tiefer ausgehoben als die Wurzeln lang sind.

  1. Abstand ausmessen© Jan Schönmuth

    Abstand ausmessen

    Die einzelnen Pflanzen werden in einem Abstand von 30 cm gesetzt. Den Abstand grob mit dem Zollstock ermitteln.
  2. Graben© Jan Schönmuth

    Graben

    Zur Pflanzung einen Graben ausheben. Dabei nicht die verdichtete Erde oder Fugensteine an der Mauer lockern!
  3. Richtschnur© Jan Schönmuth

    Richtschnur

    Um in der Flucht zu bleiben, empfiehlt es sich eine Richtschnur zu spannen. An dieser werden die Pflanzen ausgerichtet.
  4. Angießen© Jan Schönmuth

    Angießen

    Mit Wasser die Pflanzstelle großzügig angießen und das Wurzelwerk mit dem seitlich gelagerten Aushub zuschütten.
  5. Erde andrücken© Jan Schönmuth

    Erde andrücken

    Die Erde rund um die Pflanze wird nur so fest angedrückt, dass sie standfest ist und das Wasser noch gut ablaufen kann.
  6. Pflanze stutzen© Jan Schönmuth

    Pflanze stutzen

    Mit der Gartenschere die Plfanzen auf eine Höhe stutzen und einzelne Triebe zur Wachstumsanregung ein Drittel kürzen.

5. Aufbau der Gabionen vorbereiten

Nun beginnen die eigentlichen Vorbereitungen für den Bau der Gabionen. Zunächst werden die genauen Maße ermittelt. Eine Maßskizze ist Grundlage für die Beratung im Baumarkt. Nur so kann der genaue Bedarf der Baumaterialien ermittelt werden.

  1. Materialmenge ermitteln© Jan Schönmuth

    Materialmenge ermitteln

    Für die Gabionen werden die Maße der Grundfläche ermittelt, um die Materialmenge zu bestimmen. Dafür mit dem Maßband den eingeebneten Untergrund ausmessen. Aus dem Flächenmaß dann die Mengen für Drahtelemente und Steine errechnen.
  2. Grundfläche abstecken© Jan Schönmuth

    Grundfläche abstecken

    Die Grundfläche der Gabionen wird an der zum Rasen angrenzenden Seite mit einer Richtschnur abgesteckt.
  3. Kanten markieren© Jan Schönmuth

    Kanten markieren

    An der Schnur wird ein Brett in der Tiefe der Gabionen angelegt. Beidseits die Kanten mit Sprühfarbe markieren.
  4. Baumeinfassung© Jan Schönmuth

    Baumeinfassung

    Ein optisches Highlight wird die runde Einfassung des Baumes durch die Gabionenwand. Analog zu der Methode mit dem Brett haben wir den Bogen mit einer Schablone aus Pappkarton ausgelegt und wiederum mit Sprühfarbe gekennzeichnet.

6. Punktfundamente ausheben

Bei unserem Projekt werden sowohl Gabionen mit 60 cm Höhe als auch mit 120 cm Höhe errichtet. Das Bauprinzip ist in beiden Fällen gleich, auch wenn sich die Pfostenhöhe (55 bzw. 115 cm) und die Anzahl der verwendeten Haken unterscheidet, die die Konstruktion zusammenhalten. Die Pfosten werden 25 cm tief in Fundamente gesetzt.

  1. Löcher ausheben© Jan Schönmuth

    Löcher ausheben

    Für die Verankerung der Pfosten werden zunächst frosttiefe Löcher mit den Maßen 30 x 30 cm ausgehoben.
  2. Tiefe beachten© Jan Schönmuth

    Tiefe beachten

    Je nach Bodenbeschaffenheit und Region, in der Sie wohnen, wird das Punktfundament mindestens 80 cm tief ausgehoben.
  3. Löcher mit Beton-Gemisch füllen© Jan Schönmuth

    Löcher mit Beton-Gemisch füllen

    Die Löcher werden nun lagenweise mit einem schnelltrocknenden Beton-Trockengemisch wie Quick-Mix Ruck-Zuck befüllt.

7. Pfosten und Reihenpflaster setzen

Sind die Pfosten betoniert, wird entlang der späteren Gabionenkante ein Granitpflaster-Einzeiler in Mörtel gesetzt. Dieser bildet eine saubere Abschlusskante zur Rasenfläche, an der bequem entlang gemäht wird.

  1. Trockengemisch einfüllen© Jan Schönmuth

    Trockengemisch einfüllen

    In Lagen von 10 bis 15 cm das Trockengemisch einbringen. Mit Wasser begießen und mit einer Holzlatte verdichten.
  2. Pfosten einsetzen© Jan Schönmuth

    Pfosten einsetzen

    Die Pfosten werden flucht- und lotrecht in den Beton gesetzt. Mit einem Zollstock Abstand und Höhe kontrollieren.
  3. Fundament verdichten© Jan Schönmuth

    Fundament verdichten

    Um den Pfosten herum den Beton verdichten, damit er kein Spiel hat. Mit der Wasserwaage die Ausrichtung erneut prüfen.
  4. Pfosten sichern© Jan Schönmuth

    Pfosten sichern

    Bis zur Aushärtung des Betons den Pfosten in einer Holzschablone mit einer Zwinge gegen Verrutschen sichern.
  5. Boden für Rasenkante abragen© Jan Schönmuth

    Boden für Rasenkante abragen

    Zum Setzen einer Pflasterzeile als harte Rasenkante wird der Boden eben abgetragen. Alle Wurzeln sind zu entfernen.
  6. Sandschicht© Jan Schönmuth

    Sandschicht

    Eine Sandschicht etwa 3 cm dick auftragen und mit einem Handstampfer zu einer ebenen Oberfläche verdichten.
  7. Abstand ermitteln© Jan Schönmuth

    Abstand ermitteln

    Mit dem Zollstock wird der benötigte Abstand zu den Pfosten ermittelt. Als Anlage hilft eine lange Holzleiste.
  8. Mörtelbett© Jan Schönmuth

    Mörtelbett

    Für das Mörtelbett mischen Sie Zementmörtel nach Herstellerangaben an. Die Mischung muss erdfeucht sein.
  9. Mörtel aufbringen© Jan Schönmuth

    Mörtel aufbringen

    Mit einer Kelle entlang der Holzleiste etwa 5 cm Mörtel auf die Sandschicht aufbringen und mit der Kante gerade drücken.
  10. Pflastersteine setzen© Jan Schönmuth

    Pflastersteine setzen

    In den feuchten Mörtel die Pflastersteine setzen. Dort die Steine durch Drücken und Drehen in der Höhe passend ausrichten.
  11. Steine einklopfen© Jan Schönmuth

    Steine einklopfen

    Mit einem Gummihammer oder Fäustel die Pflastersteine in das Bett einklopfen, so dass sie fest im Mörtelbett sitzen.
  12. Stützkeil© Jan Schönmuth

    Stützkeil

    An der Vorderkante wird mit der Kelle ein Stützkeil aus Mörtel ausgebildet. Er gibt den Steinen seitlichen Halt.

8. Im Bogen pflastern um den Baumstamm

Analog zur geraden Pflasterzeile entlang der Rasenkante erhält auch der Gabionenbogen um den Baumstamm eine begleitende Reihe aus Granitpflaster. Tipp: Um einen symmetrischen Bogenradius pflastern zu können, wird dieser mit einem improvisierten Zirkel bestehend aus Schnur, Pfahl und Schraubendreher in den Boden geritzt.

  1. Verlauf markieren© Jan Schönmuth

    Verlauf markieren

    Der runder Gabionenverlauf um den Baumstamm herum wird mit Hilfe eines selbstgebauten Zirkels gekennzeichnet.
  2. Zirkel© Jan Schönmuth

    Zirkel

    Für den Zirkel eine Schnur an einem Pfahl befestigen, der in der Flucht zum Eckpfosten steht. Die benötigte Länge der Schnur lässt sich durch Anlegen der schon verwendeten Leiste ermitteln. Zum Anreißen einen Schraubendreher an der Schnur befestigen.
  3. Steine setzen© Jan Schönmuth

    Steine setzen

    Nach dem Setzen der Steine zum Verfugen den Mörtel bis zur Oberkante fest mit der Fugenkelle eindrücken.
  4. Mörtel abwischen© Jan Schönmuth

    Mörtel abwischen

    Die Steine sofort mit einem feuchten Schwamm abreiben, da angetrockneter Mörtel nur schwer zu entfernen ist.
  5. Boden verdichten© Selbermachen

    Boden verdichten

    Um den Gabionen einen ebenmäßigen Untergrund zu schaffen, wird der Boden mit Sand ausgeglichen und verdichtet.

9. Drahtkörbe montieren

Um die Drahtkörbe zu montieren, werden zunächst Haken (Hakenset Pfosten) an den Pfosten befestigt. Bei den 55 cm hohen Pfosten werden sie am Boden und in 30 cm Höhe (unter der Oberkante) angebracht. Die 115 cm hohen Pfosten erhalten vier Pfostensets am Boden sowie in 30, 60 und 90 cm (unter der Oberkante) Höhe.

  1. Gartenvlies© Jan Schönmuth

    Gartenvlies

    Ein Gartenvlies auf dem Sand verhindert, dass Unkraut durch die Gabione hindurchwächst. Tipp: Die benötigte Breite einfach von der Rolle ab sägen.
  2. Montage der Drahtkörbe© Jan Schönmuth

    Montage der Drahtkörbe

    Nachdem die Sandschicht unter den Gabionen auf der ganzen Länge mit dem Vlies belegt wurde, kann die eigentliche Montage der Drahtkörbe beginnen. Dazu werden zunächst die Einzelteile der Pfostensets zusammengebaut.
  3. Teile verbinden© Jan Schönmuth

    Teile verbinden

    Die beiden Teile des Pfostensets werden über Öse und Haken verbunden.
  4. Teile verhaken© Jan Schönmuth

    Teile verhaken

    Am anderen Ende werden die beiden Teile übereinandergelegt und miteinander verhakt.
  5. Anleitung beachten© Jan Schönmuth

    Anleitung beachten

    Hierzu ist es wichtig die beiden Teile genau wie auf den gezeigten Bildern zu halten.
  6. Haken auf Pfosten schieben© Jan Schönmuth

    Haken auf Pfosten schieben

    Das zusammengehakte Pfostenset wird nun über den Gabionenpfosten geschoben.
  7. Haken ausrichten© Jan Schönmuth

    Haken ausrichten

    Die Pfostenhaken werden mit der Wasserwaage horizontal am einbetonierten Pfosten ausgerichtet.
  8. Gitter in Haken einhängen© Jan Schönmuth

    Gitter in Haken einhängen

    Zur Stabilisierung der Gitterelemente werden die Gitter mit Pfostenhaken an den Pfosten befestigt.
  9. Unterlegsteine© Jan Schönmuth

    Unterlegsteine

    Da das Gittersystem zu diesem Zeitpunkt noch instabil ist, helfen Unterlegsteine beim waagerechten Ausrichten der Gitter.

10. Gitterelemente mit den Pfosten verbinden

Die Gitterelemente werden nun nach und nach an den Pfosten befestigt. Das erfolgt über die zuvor befestigten Pfostenhaken. Nach dem Einhängen wird das Gitter mit dem in der Länge passenden Verbindungsstab an den Pfostenhaken fixiert.

  1. Mit Wasserwaage prüfen© Jan Schönmuth

    Mit Wasserwaage prüfen

    Überprüfen Sie Stück für Stück den Verlauf der Gitter mit einer Wasserwaage. Bei Bedarf mit einem Stein unterfüttern.
  2. Gitter einhängen© Jan Schönmuth

    Gitter einhängen

    Die Gitter so an den Pfostenhaken einhängen, dass diese jeweils in der Mitte zwischen den Gitterstäben liegen (siehe Kreis oben).
  3. Verbindungsstab© Jan Schönmuth

    Verbindungsstab

    Dann einen Verbindungsstab von oben durch die Ösen der Pfostenhaken schieben. Der Stab fixiert das Gitter so am Pfosten.
  4. Bei Bedarf kürzen© Jan Schönmuth

    Bei Bedarf kürzen

    Bei Bedarf werden die Gitter mit einem Bolzenschneider oder Winkelschleifer mit Metallscheibe gekürzt.
  5. Gitter stabilisieren© Jan Schönmuth

    Gitter stabilisieren

    Durch das Einschieben von Verbindungsstäben werden die Gitterelemente zusammengehalten und stabilisiert.
  6. Abschlussgitter© Jan Schönmuth

    Abschlussgitter

    An die Stirnseiten der Gabionen werden Abschlussgitter gebaut. Diese stabilisieren und schließen den „Drahtkorb“ ab.
  7. Spiralen© Jan Schönmuth

    Spiralen

    An den Ecken werden Spiralen von oben nach unten gesteckt. Dabei gleichzeitig drehen und schieben.
  8. Draht biegen© Jan Schönmuth

    Draht biegen

    Der überstehende Draht der eingedrehten Verbindungsspirale wird mit einer Zange nach innen gebogen.
  9. Zusätzliche Stabilisierung© Jan Schönmuth

    Zusätzliche Stabilisierung

    Der gebogene Draht stabilisiert zusätzlich. Würde er an dieser Stelle gekürzt, bliebe eine scharfe Schnittkante stehen.

11. Gabionen mit Steinen befüllen

Nun werden noch Gitterhaken (Hakenset Gitter) zwischen die beiden Gitterseiten gehängt. Diese werden an den untersten drei Querstreben des Gitters befestigt. Oberhalb davon sowie seitlich dann im 30 cm-Raster.

  1. Gitterhaken einhängen© Jan Schönmuth

    Gitterhaken einhängen

    Die Gitterhaken werden im Abstand von 30 cm zwischen die Gitter gehängt. So erhält die Konstruktion ihre Stabilität.
  2. Vorsichtig Steine einfüllen© Jan Schönmuth

    Vorsichtig Steine einfüllen

    Beim Befüllen der Körbe mit den Steinen muss darauf geachtet werden, dass sich die Gitterhaken nicht verbiegen.
  3. Steine verteilen© Jan Schönmuth

    Steine verteilen

    Das Füllgut gleichmäßig verteilen, damit im Bereich der Distanzhalter und der Kanten keine Hohlräume entstehen.
  4. Steine verdichten© Jan Schönmuth

    Steine verdichten

    Um Hohlräume zu vermeiden, mit einem Holzbalken die Steine von oben stampfen. So verkeilen sie sich am besten.
  5. Stabilität durch Steine und Halterungen© Jan Schönmuth

    Stabilität durch Steine und Halterungen

    Durch die Steinfüllung und die Distanzhalter erhalten die Gabionen ihre endgültige Stabilität. Tipp: Achten Sie darauf, für das Befüllen der Körbe frost- und druckbeständiges Gesteinsmaterial zu verwenden. Seine Körnung muss zur zur Maschenweite passen.

12. Oberboden einfüllen

Vor dem Befüllen mit Oberboden werden die Innenseiten der Gabionen mit Noppenfolie ausgegkleidet. So kann die Erde nicht in die Zwischenräume der Steine rieseln oder bei Regen weggewaschen werden.

  1. Rampe aus Paletten© Jan Schönmuth

    Rampe aus Paletten

    Zum leichteren Einbringen des Oberbodens mit der Schubkarre haben wir uns eine Rampe aus zwei Paletten gebaut.
  2. Oberboden einschütten© Jan Schönmuth

    Oberboden einschütten

    Mit Hilfe der Rampe lassen sich die Hochbeete rückenschonend und deutlich schneller befüllen.
  3. Erde verteilen© Jan Schönmuth

    Erde verteilen

    Nach jeder eingebrachten Lage wird die Erde mit einer Schaufel verteilt. Das erleichtert das gleichmäßige Einbringen.
  4. Verdichten© Jan Schönmuth

    Verdichten

    Mit jeder Lage muss, zum gleichmäßigen Setzen, die Erde verdichtet werden. So verhindert man ein späteres Absacken.
  5. Beet befüllen© Jan Schönmuth

    Beet befüllen

    Auch das kleine Beet am Baumstamm wird mit Erde aufgefüllt bis der Stützkeil der Pflastersteine verdeckt ist.

Geschafft! Die 60 cm hohe Gabione ist eine gelungene Alternative zu Zaun oder Mauer. Das Gabionenhochbeet schließt das Grundstück als attraktiver Hingucker ab. Die 120 cm hohe Gabione ist ein hervorragender Sichtschutz für den dahinter verborgenen Komposter. Zum Bepflanzen eignen sich Rhododendren. Sie sind nicht nur immergrün, sie blühen auch auffällig und sind in vielen Sorten von weiß bis violett erhältlich. Somit erfüllen sie zwei Funktionen: ganzjährigen Sichtschutz und im Sommer prächtigen Blütenschmuck.

Anja Schönmuth, Thomas Armonat
Fotos: 
Jan Schönmuth
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