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Vier Ideen: Bewässerung

Gießvertretung

Mit unseren vier Ideen zur automatischen Bewässerung von Topfpflanzen müssen Sie nicht mehr auf die Hilfe von Freunden oder Nachbarn hoffen.

 
DIY Automatische Bewässerung © Aquasolo, Blumat, naschbalkon.wordpress.com, Parrot

Sommerzeit ist Urlaubszeit und wenn Sie für die nächste Reise niemanden haben, der sich um Ihre Topfpflanzen kümmert, können Sie sich mit einer der folgenden Lösungen behelfen, die ganz autark und ohne großen Aufwand funktionieren.

Flaschenadapter aus einer PET-Flasche

Ein Kegel aus porösem Ton, der auf eine Wasserflasche geschraubt wird, ist eine genial einfache Methode, um Topfpflanzen über einen Zeitraum von acht bis 25 Tagen mit Wasser zu versorgen. Die Flasche mit dem Aufsatz wird einfach in den Blumentopf gesteckt. Damit kein Unterdruck entsteht, muss in den Flaschenboden noch ein kleines Loch gemacht werden. Die Aufsätze gibt es für unterschiedliche Topfgrößen. Eine Zwei-Liter-Flasche reicht bei einem Topf bis 40 Zentimeter Durchmesser für etwa zehn Tage. Tipp: Bewässerungskegel gibt es beispiels weise von Aquasolo oder Blumat. Vier Stück kosten je nach Hersteller etwa 15 bis 20 Euro.

Giess-Schnur

Gut für kleine Töpfe: Eine leere Flasche oder ein anderes Behältnis dient als Wasserspeicher. Dieser wird über eine nasse, dicke Wollschnur mit dem Topf verbunden. Den Faden dazu nahe der Wurzeln bis zur halben Topftiefe eingraben. Wird das Erdreich im Topf trocken, „saugt“ es automatisch über den feuchten Wollfaden Wasser aus dem Speicher. Diese Methode funktioniert recht zuver - lässig für kleine Töpfe bis etwa 20 Zentimeter Durchmesser. Wenn Sie die Kordel, wie auf dem Bild oben, durch einen Strohhalm führen, trocknet sie nicht aus
und es kann kein Wasser daneben tropfen. Eine preisgünstige und zuverlässige Methode.

Mehrfachsystem

Ein Reservoir für viele Töpfe: Funktioniert auch dauerhaft: Der Blumat ist ein Tonkegel, der in die Erde gesteckt wird. Dieser wird durch einen Schlauch mit Wasser aus einem Tank versorgt und gießt so die Pflanze. Die Montage ist, im Gegensatz zu den PET-Flaschenaufsätzen, etwas aufwändiger. Außerdem ist ein ausreichend großer Wasserbehälter notwendig, der zwischen den Pflanzen steht. Die Wasserspender kosten im Dreierpack etwa 13 Euro.


Der Smarte Blumentopf

Digital Gärtnern: Der „Parrot Pot“ misst Temperatur, Helligkeit, Bodenfeuchtigkeit, Nährstoffgehalt und gießt auch die Pflanze. Dazu ist in dem doppelwandigen Gefäß ein batteriebetriebenes Bewässerungssystem untergebracht.
Der Tank zwischen den Kunststoffwänden fasst Wasser für bis zu vier Wochen, das bei Bedarf abgegeben wird. Wer wissen will, wie es der Pflanze geht, kann die Sensordaten per Smartphone ablesen.


 

Bernhard Eder
Fotos: 
Aquasolo, Blumat, naschbalkon.wordpress.com, Parrot
Artikel aus selber machen Ausgabe 06/2018. Jetzt abonnieren!
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