Discounter Check: tepro "Fremont" Gasgrill und Landmann "GrillChef" Gasgrillwagen im Test | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Gasgrills von Lidl unter der Lupe

Discounter Check: tepro "Fremont" Gasgrill und Landmann "GrillChef" Gasgrillwagen im Test

Die Gasgrills haben sich mittlerweile einen festen Platz bei Grillfreunden erobert. Oft schreckt aber der meist höhere Anschaffungspreis ab. Genau hier setzten Discounter wie Lidl an und locken mit günstigen Preisen. SELBER MACHEN hat den tepro "Fremont" Gasgrill und Landmann "GrillChef" Gasgrillwagen, die beide ab dem 16.05.2015 in den Handel kommen, auf ihre Tauglichkeit überprüft.

 
Gasgrills von Lidl unter der Lupe: tepro © PR Lidl
Gasgrills von Lidl unter der Lupe: tepro "Fremont" Gasgrill und Landmann "GrillChef" Gasgrillwagen im Test

In unserem ersten Discounter-Check haben wir uns der Gartenarbeit und den Elektro-Rasenmähern gewidmet. Hier zeigte sich, dass der Florabest FRM 1800 B2 Elektro-Rasenmäher durchaus mit der namhaften Konkurrenz mithalten konnte. Ab morgen, den 16.05.2015, widmet sich Lidl nun dem Grill-Vergnügen und bietet mit dem tepro "Fremont" und dem Landmann "GrillChef" gleich zwei Gasgrills an.

Dabei zielt Ersterer mit einem Preis von rund 80 Euro klar auf Gasgrill-Einstiger ab, die nur gelegentlich dem Grill-Spaß frönen. Der Landmann Gasgrillwagen hingegen platziert sich mit 200 Euro eher im mittleren Preissegment und bedient die erfahreneren Grill-Meister, die auch mal gerne in der großen Runde grillen.

Gasgrills machen im Vergleich zu Holzkohle-Grills immer mehr Boden guten und werden immer beliebter. Besonders die optimale Steuerung der Hitze, die geringen Kosten des Brennmaterials sowie der geringe Reinigungsaufwand sprechen für die Anschaffung eines Gasgrills.

Der tepro "Fremont" Gasgrill

Der tepro "Fremont" Gasgrill unter der Lupe

Wir widmen uns zunächst dem Einsteiger-Modell: Dem tepro "Fremont". Dieser überzeugt zunächst auf dem Papier mit seiner Austattung und natürlich dem Preis von knappen 80 Euro. Bei Lidl sparen Sie ordentlich: der reguläre Preis liegt nämlich bei 139 Euro 

So bietet er einen Doppelbrenner mit stolzen 4,7 kW Leistung, einem Piezo-Zündsystem und einem Grillrost von 45 x T 34 cm Fläche, die für eine kleine Grillfeier mit 4 Personen durchaus ausreichen kann. Unter dem Rost findet sich eine Feuerschale mit einem relativ kleinen abnehmbaren Fettauffangbehälter.

Dazu verfügt er über einen separaten Seitenkocher auf einem der beiden ausklappbaren Seitentische. Hier offenbart sich der erst Schwachpunkt, denn die Tische sind nicht sonderlich stabil und ein wenig klapprig. Gleiches gilt für die Plastikräder, die keinen guten Eindruck machen und bei häufiger Beanspruchung sicherlich nicht lange mithalten.

Betrieben wird der Grill mit einer Gasflasche, die hinter einer abnehmbaren Textil-Frontverkleidung mit Kletthaftung versteckt werden kann. Der benötigte Schlauch sowie Druckminderer sind im Lieferumfang des Fremont enthalten. Selbst mit installierter Gasflasche wiegt der um die 15 Kilogramm - ein Pluspunkt in Sachen Mobilität. 

Im Betrieb ist die Flamme sehr schnell da und die Wärme wird einigermaßen gleichmäßig verteilt, was für ein ordentlich bis gutes Grillergebnis sorgen sollte. Kleines Manko ist das fehlende Thermometer am Deckel und das ebenso nicht vorhandene Sichtfenster.

Das Einzel-Fazit:

Der tepro „Fremont“ ist ein kompakter und leicht aufgebauter Einsteiger-Grill, der vom Preis-Leistungs-Verhältnis gerade in Ordnung geht. Sobald allerdings häufig und in größeren Gruppen gegrillt wird, reicht er schlicht nicht mehr aus. Wer bereit ist rund 150 Euro auszugeben sollte zu einem größeren, besser verarbeiteten Grill greifen, mit dem er sicher länger Freude haben wird. 

Positiv: Preis, extra Seitenkocher, einfach aufzubauen, ausreichende Größe

Negativ: wacklige Klapptische, Räder, Fettauffangbehälter zu klein, kein Termometer am Deckel

Landmann "GrillChef" Gasgrillwagen

Landmann "GrillChef" Gasgrillwagen im Test

Der Landmann "GrillChef" macht im Vergleich zum "Fremont" einen deutlich robusteren Eindruck. So sind die Fronthaube und die Deckelhaube – und Griff aus Edelstahl. Die abklappbaren Seitentische wirken solide verarbeitet. Die die großen Drehknöpfe für die Gasregelung sind hingegen nur aus verchromtem Kunststoff. Die vier Rollen sind robust, sorgen für gute Mobilität und zwei Räder sind sogar feststellbar.

Die drei Edelstahl-Brenner bringen jeweils circa 3,5 kW Leistung, die stufenlos regelbar ist. Damit und mit der integrierten Anzeige lässt sich die Temperatur sehr gut kontrollieren. Das Piezo-Zündsystem erleichtert die Bedienung und der große Rost, bietet genug Platz für größere Grill-Events. Weiterer Pluspunkt ist, dass der Rost aus zwei Teilen besteht und so leicht zu entnehmen und zu reinigen ist.

Der Deckel ist doppelwandig und wird so außen nicht zu heiß. Ein Sicherheits-Pluspunkt! Abzüge hingegen gibt es für den Unterbau. Hier ist das verwendete Blech zu dünn und knickt schnell ein. Besonders eine frische 5 Kilogramm Gasflasche führt zum Verbiegen des Bodens in der Mitte.

Der Landmann "GrillChef" knackt sehr schnell die 300 Grad Marke und die drei Brenner verteilen die Wärm gut. Mit ein wenig Ausprobieren sollte schnell ein gutes Grillergebnis erreicht werden.

Das Einzel-Fazit:

Für den Preis kann der Landmann "GrillChef" bis auf ein paar Kleinigkeit durchaus überzeugen. Ein Schnäppchen ist er allerdings nicht. Die Konkurrenz (zum Beispiel der Broilmaster BBQG09DE BBQ) bietet teilweise ähnliche Ausstattungen für weniger Geld.

Positiv: gute Verarbeitung, gute Größe, viel Power, Ausstattung

Negativ: Preis, Anleitung für den Aufbau, dünnes Blech im Waagen

Unser Discounter Check Gesamt-Fazit

Beide Modelle sind vom Preis-Leistungs-Verhältnis akzeptabel. Der tepro "Fremont" ist in Ordnung für Einsteiger, offenbarte bei genauerem Hinsehen aber doch ein paar Schwachstellen, mit denen Viel-Griller sicherlich nicht leben wollen. Der Landmann "GrillChef" macht den deutlich besseren Eindruck, punktet aber nicht beim Preis. Die Konkurrenz ist mit ähnlich ausgestatteten Modellen teilweise sogar etwas günstiger.

Die SELBER MACHEN Einkaufstipps

Egal für welchen Gasgrill Sie sich am Ende entscheiden, er sollte von der Größe her Ihrem Bedarf entsprechen. Ein Minigrill wird bei einer Großfamilie schnell an seine Grenzen kommen. Eine große Gartenküche werden Sie zu zweit kaum nutzen können.

Wichtig ist auch, dass alle Teile solide befestigt sind und die Bedienung nicht zu kompliziert ist. So sollte beispielsweise der Wechsel der Gasflasche relativ schnell und einfach von der Hand gehen. Stichwort Teile: Die verwendeten Materialien müssen bei einem Grill, der im Außenbereich eingesetzt wird, robust und langlebig sowie möglichst rostresistent sein.

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