Großer Grill-Test: Gas-, Kohle- und Elektrogrills
Grill-Test

Großer Grill-Test: Holzkohle-, Gas- und Elektrogrill

Welcher Grill ist der richtige für Sie? Wir haben neun aktuelle Modelle für unterwegs, Balkon und Terrasse geprüft, die mit Kohle, Gas oder Strom betrieben werden. Hier findet jeder den zu seinen Ansprüchen und Budget passenden Grill!

 
© Boris Storz
Welcher Grill ist der beste? Wir haben einige Modelle getestet.

Das Aroma von Fleisch, das über Holzkohle gegrillt wurde ist einfach unverkennbar! Dieser Geruch hält sich hartnäckig wie die sommerlichen Rauchschwaden beim Grillen über den Gärten der Republik. Doch wer wirklich Ahnung hat, weiß: Nicht die Betriebsart des Grills, sondern die Temperatur und Methode entscheiden über Röstaromen und Geschmack des Grillguts.

Grillen mit Kohle, Gas oder Strom? 

Insofern kann es keine allgemeingültige Antwort geben, ob Kohle, Gas oder Strom die besten Grill-Ergebnisse liefert. Wir haben Grills mit allen drei gängigen Methoden auf Temperatur, Regulierung, Handhabung, Reinigungsaufwand und Grillergebnisse getestet und dabei eine handfeste Überraschung erlebt. Natürlich kommt es auch auf den gewünschten Verwendungszweck an: Wer mit einem Mobilgrill unterwegs ist, hat andere Ansprüche als auf der großen Grillstation auf der eigenen Terrasse. 

Direkt oder indirekt grillen? 

Grillprofis unterscheiden zwischen zwei verschiedenen Arten: Direktes und indirektes Grillen. Klassisch befindet sich der Grillrost direkt über der Glut, so dass das Grillgut direkt von unten gegart wird. Dabei spricht man vom direkten Grillen. Eine andere Methode ist das indirekte Grillen. Dazu braucht das Gerät einen Deckel. Nur so kann sich die aufsteigende heiße Luft gleichmäßig im Grillraum verteilen und das Fleisch von oben und unten gleichzeitig garen. Das ist schonender, dauert aber auch länger. Gerade bei Gasgrills ist ein emaillierter Rost aus Gusseisen sinnvoll, da er die Hitze gleichmäßiger ans Grillgut bringt. In diesem Zusammenhang wichtig: ein Thermometer zur Temperaturkontrolle. 

Unsere neun Test-Grills: 


Unser Testfeld zeigt ein breites Spektrum durch den Markt der Grillgeräte: vom kleinen, mobilen Grill mit Handgriff bis zur fast 2.000 Euro teuren Luxus-Grill Variante mit 73 kg Gewicht. Außerdem sind alle Betriebsarten vertreten: Kohle, Gas und Strom

  1. Outdoorchef Ascona 570 G Kugel-Gasgrill mit zwei Brennern (ab 650 Euro) 
  2. Weber Q1200, Kompakt-Gasgrill (ab 260 Euro) mit optional erhältlichem Gestell 
  3. Big Green Egg, Large (ab 1.650 Euro), Holzkohlegrill aus lasierter Keramik
  4. Cadac Meridian 3 (ab 630 Euro), Gasgrill mit drei Brennern und einem Seitenbrenner 
  5. Steba VG 400, Kugel-Elektrogrill (ab 220 Euro) 
  6. Rösle Kugelgrill No. 1 Air F50 Holzkohlegrill (ab 300 Euro) 
  7. Weber Go Anywhere Kohle Mobiler Holzkohlegrill (ab 80 Euro) 
  8. Klarstein Steakreaktor 2.0 Keramik-Infrarot Grill bis 850°C für In- und Outdoor (ab 600 Euro) 
  9. LotusGrill, mobiler Holzkohlegrill mit Ventilator (ab 170 Euro)

 


 

Test-Kategorie 1: Mobile Grills

Weber: GoAnywhere Kohle

Grillart Kohle/Brikett
Grillfläche 42 x 26 cm
Gewicht 4 kg
Temperaturbereich Bis etwa 400 °C
Grillrost Edelstahl
Arbeitshöhe Tischgrill / variabel
Preis Ab 80 Euro
Informationen http://www.weber.com/de

 

Als handlicher mobiler Grill eignet sich der GoAnywhere, um mal eben zum Picknick zu fahren. Praktisch: Der Tragegriff und die als Haltebügel konzipierten Standfüße machen den Transport auch nach dem Grillen einfach. Leider ist im Kohleraum wenig Platz, größere Kohlestücke passen nicht rein. Dazu liegt auch bei kleineren Kohlestücken der Grillrost unmittelbar über der Glut, das Fleisch liegt zu heiß, und Fett tropft direkt in die Kohle. Negativ: Die Bleche, um die Luftzufuhr zu regulieren, sind so angebracht, dass sie glühend heiß werden und sich durch die Hitze ausdehnen. So lassen sie sich kaum noch bedienen.

selber machen Fazit
Enttäuschend:
Der GoAnywhere bietet für 90 Euro kein viel besseres Grillergebnis als ein Fünf-Euro-Grill von der Tankstelle. Die Luftzufuhr lässt sich nur sehr umständlich regulieren und das Grillgut liegt nahezu direkt auf der Glut. So brennt das Fleisch schnell an.

  • Preis / Leistung: ausreichend
  • Minuten bis Grillstart: 10–15 
  • Regulierung / Lüftung: umständlich, Teile werden heiß 
  • Reinigungsaufwand: relativ hoch, Rost und Schale

  

LotusGrill GmbH: LotusGrill

Grillart Kohle
Grillfläche Ø 32 cm
Gewicht 3,7 kg
Temperaturbereich Bis etwa 300 °C
Grillrost Edelstahl
Arbeitshöhe Tischgrill / variabel
Preis Ab 170 Euro
Informationen www.lotusgrill.de

 

Mobiler Kohlegrill mit durchdachter Bedienung: In einem kleinen Korb in der Mitte wird Kohle (200 g) mittels Brennpaste entzündet. Ein batteriebetriebener Ventilator regelt die Luftzufuhr. Über ein Drehrad lässt sich dieses stufenlos steuern und so die Hitze erhöhen oder zurückfahren. Durch dieses Prinzip verbraucht der Grill wenig Kohle, ist extrem schnell einsatzbereit und wird außen nicht heiß. Das indirekte Grillen auf dem äußeren Rostring dauert etwas länger, die Platte über der Kohle wird sehr heiß. Eine Tragetasche ist inklusive. Wer mehr Platz auf dem Rost möchte, kauft das XL-Modell (Ø 40 cm, 6,5 kg, ab 260 Euro). 

In einem Edelstahlkorb glüht die Kohle, angefacht von einem batteriebetriebenen Ventilator. Durch den Lüftungsregler lässt sich die Hitze stufenlos steuern. Da das Grillgut nicht über der Kohle liegt, tropft kein Fett in die Glut. Das indirekte Grillen dauert aber länger. Als Extras gibt es eine Grillhaube, einen Pizzastein und eine Teppanyakiplatte. 
  

selber machen Fazit
Durchdachtes Konzept: Der LotusGrill punktet mit sehr guter Bedienung, kurzer Anheizzeit und guten Grillergebnissen. Für 170 Euro eine lohnende Anschaffung, wenn man ein Gerät für Picknick oder den Balkon sucht (sehr raucharmes Verbrennen).

  • Preis / Leistung: gut
  • Minuten bis Grillstart: 3–5 durch aktiven Lüfter
  • Regulierung / Lüftung: stufenloser Drehregler für Lüfter
  • Reinigungsaufwand: gering, Rost und Innenschale

   

Weber: Q1200

Weber Q1200

Grillart Gas, Kartusche / Flasche
Anzahl Brenner 1
Grillfläche 43 x 32 cm
Gewicht 11 kg
Temperaturbereich Bis etwa 250 °C
Grillrost Gusseisen emailliert
Arbeitshöhe Tischgrill / variabel
mit Gestell: 87 cm
Preis Ab 260 Euro ohne Gestell
Informationen www.weber.com/de

 

Kleiner Gasgrill: Der Q1200 ist das Einsteigermodell in der Klasse der Gasgrills. Trotz seiner kompakten Abmessungen hat er eine ausreichend große Grillfläche in Form eines zweigeteilten Rosts aus emailliertem Gusseisen. Über den Drehregler lässt sich der Brenner stufenlos steuern, der Gussrost bringt die Hitze gleichmäßig ans Grillgut, die Zündung funktioniert elektrisch (Batterie). Praktisch: Das Fett läuft über die Innenwände in eine dafür vorgesehene Edelstahlschublade. Nach dem Grillen kann man die darin befindliche Aluschale einfach entsorgen. Positiv: Für den Q1200 gibt es umfangreiches Zubehör wie etwa einen Drehspieß, gusseiserne Grillplatten und Abdeckhauben

Praktisch: Für den mobilen Einsatz wird der Q1200 über eine kleine Gaskartusche (um zehn Euro) betrieben. Gasflaschen lassen sich über einen extra erhältlichen Schlauch anschließen. Die Variante mit Gestell (Bild) kostet etwa 380 Euro

selber machen Fazit
Der kompakte Gasgrill von Weber liefert gute Grillergebnisse, ist einfach bedienbar und solide verarbeitet. Ein emaillierter Gussrost verteilt die Hitze gleichmäßig. Für den mobilen Einsatz ist er mit 11 kg allerdings recht schwer. Positiv sind die klappbaren Ablageflächen und das Thermometer im Deckel.

  • Preis / Leistung: gut
  • Minuten bis Grillstart: 5–10
  • Regulierung / Lüftung: stufenlos regelbares Brennerventil 
  • Reinigungsaufwand: Rost mittel, Gehäuse gering 
 

 

Test-Kategorie 2: Kugelgrills

Rösle Kugelgrill: No. 1 Air F50 VG 400

Kugelgrill von Roesle

Grillart Kohle / Briketts
Grillfläche Ø 49 cm
Gewicht 23 kg
Temperaturbereich Bis etwa 400°C
Grillrost Edelstahl, klappbar
Arbeitshöhe 84 cm
Preis ab 300 Euro
Informationen www.roesle.de

 
Klassischer Holzkohle-Kugelgrill: Rösle bietet mit dem Modell „Air“ ein neuartiges Belüftungssystem. Über einen Drehknopf wird der Kohlebehälter rauf- oder runtergeschraubt. So gelangt mehr oder weniger Luft an die Kohle. Mit einem Blick auf das Thermometer im Klappdeckel lässt sich die Hitze so fein regulieren. Clever: Den Aschebehälter kann man ganz leicht nach unten ausschwenken, entnehmen und ausleeren. Durch einen klappbaren Grillrost kann Kohle nachgelegt werden, ohne das Grillgut zu entfernen. Weiteres Plus: Zwei Edelstahlkörbe für indirektes Grillen sind standardmäßig dabei. Sehr solide verarbeitet. Maße: (H) 105 x (B) 83 x (T) 75 cm. Per Drehregler wird die Luftzufuhr reguliert, übers untegrierte Thermometer die Hitze kontrolliert. Über der Kohle kann man Fleisch direkt oder dank zweier mitgelieferter Seitenkörbe auch bequem indirekt grillen.

selber machen Fazit
Holzkohle-Kugelgrill mit überzeugender Belüftung und Ascheentnahme. So entstehen sehr gute Grillergebnisse. Das Gestell wirkt robust, die Räder sind mit 20 cm Durchmesser groß. Die Reinigung ist wenig aufwändig. 

  • Preis / Leistung: gut
  • Minuten bis Grillstart: 15–20
  • Reinigungsaufwand: Rost mittel, Gehäuse gering
  • Regulierung / Lüftung: sehr gut: Luftzufuhr über Absenken und Anheben des Kohletopfs per Drehrad

  

Outdoorchef: Ascona 570 G

Grill Ascona von Outdoorchef

Grillart Gas, Flasche 5 kg / 11 kg
Anzahl Brenner 2
Grillfläche Ø 54 cm
Gewicht 29,7 kg
Temperaturbereich Bis etwa 350 °C
Grillrost Edelstahl
Arbeitshöhe 86 cm
Preis Ab 650 Euro
Informationen www.outdoorchef.de

"Easy Flip“: So nennt der Hersteller das System, mit dem sich die Grillart schnell zwischen direkt und indirekt wechseln lässt. Ein Metalltrichter unter dem Rost wird umgedreht und lässt dann nur noch am äußeren Rand dirkete Hitze durch. Durch zwei getrennt regulierbare Brenner (ein kleiner bis 100°, ein großer von 180° bis 350°) ist die Grilltemperatur sehr fein justierbar. Gehäuse und Edelstahlrost sind porzellanemailliert. Für den Preis hätte man sich einen gusseisernen Rost gewünscht. Outdoorchef bietet viel Zubehör wie einen Pizzastein, Paellapfannen oder Abdeckplanen. Die Füße sind regulierbar, um den Grill gerade auszurichten. Maße: (H) 106 x (B) 67 x (T) 97 cm.

selber machen Fazit
Ein Gerät mit sehr guter Verarbeitung, guter Regulierbarkeit und sehr guten Grillergebnissen. Durch die zwei getrennten Gasbrenner vielseitig einsetzbar. Geringer Reinigungsaufwand durch entnehmbare Fett-Auffangschale

  • Preis / Leistung: gut–befriedigend
  • Minuten bis Grillstart: 10–15 
  • Reinigungsaufwand: Rost mittel, Gehäuse gering
  • Regulierung / Lüftung: sehr gut steuerbar, vielseitig über zwei getrennte Brenner

  
Steba: VG 400

Grillart Elektro, 2.200 Watt
Grillfläche Ø 53,5cm
Gewicht 12,3 kg
Temperaturbereich Bis etwa 250°C
Grillrost Stahl mit Keramikbeschichtung
Arbeitshöhe mit Standfuß 80 cm
Preis ab 220 Euro
Informationen www.steba.com

 

Für eine positive Überraschung sorgte der Elektrogrill von Steba. Trotz seines niedrigen Temperaturbereichs bis nur etwa 250° und ohne offenes Feuer erzielten wir auf der keramikbeschichteten Grillplatte sehr gute Ergebnisse. Nach einer knappen halben Stunde war die Platte grillbereit und lieferte ordentliche Hitze. Über ein stufenloses Drehrad wird die Heizleistung reguliert, allerdings dauert das Aufheizen und die Hitze kann man nicht so genau einstellen. Manko: Der Deckel ist nur aufgelegt, ein Scharnier wäre wünschenswert. Der Grill lässt sich als Tisch- oder, mit dem Fuß, als Standgerät verwenden. Dieser könnte etwas stabiler sein. Maße: (H) 106 x (B) 65 x (T) 60 cm.

Schade: Das Deckelthermometer zeigt keine Temperaturwerte, sondern nur Temperaturbereiche („Warming“, „BBQ“, „Grilling“, „Roasting“). Praktisch: Durch zwei Öffnungen in der Platte wird der Saft in einem herausnehmbaren Behälter gesammelt.

selber machen Fazit
Ein gutes Gerät für alle, bei denen ein Gas- oder Kohlegrill nicht infrage kommt. Große Grillfläche und gute -ergebnisse. Leichte Reinigung durch entnehmbaren Saftbehälter unter der Platte. Vorteil: Das Nachfüllen von Kohle oder Wechseln der Gasflasche entfällt.

  • Preis / Leistung: sehr gut 
  • Minuten bis Grillstart: 25–30 
  • Reinigungsaufwand: Grillfläche mittel, Gehäuse gering 
  • Regulierung / Lüftung: stufenloser Drehregler, Aufheizen dauert, nicht exakt justierbar
 

 

Test-Kategorie 3: Große Standgrills

Big Green Egg: Large

Grillart Kohle, keine Briketts
Grillfläche Ø 46 cm
Gewicht 73 kg
Temperaturbereich 50 bis 400°C
Grillrost Edelstahl
Arbeitshöhe im Gestell 75 cm, ohne 38 cm
Preis ca. 1.650 Euro ohne Gestell
Gestell: um 300 Euro
Informationen www.biggreenegg.eu

 

Durch den Korpus aus Keramik ist die Hitzeverteilung der Glut im Big Green Egg sehr gleichmäßig und führt zu sehr guten Grillergebnissen. Über die unteren und oberen Lüftungsöffnungen lässt sich die Temperatur sehr exakt einstellen. Den Keramikgrill kann man auch als Smoker, zur Pizzazubereitung, zum Brotbacken, zum Schmoren und für vieles mehr verwenden. Seine Verarbeitung ist sehr gut, es gibt lebenslange Garantie auf das Gerät. Allerdings kann das Gewicht von 73 kg zur Herausforderung bei der Platzierung werden. Trotz der vielen Anwendungen und des sehr guten Ergebnisses: 1.650 Euro für einen Grill sind sehr viel Geld. Dafür erhält man allerdings auch ein hochwertiges Allroundgerät mit sehr gutem Service, guter Dokumentation, Videoanleitungen, Rezepten, unzähligen verfügbaren Zubehörteilen und Wow- Faktor. Maße (ohne Gestell): (H) 78 x (B) 55 x (T) 75 cm.


Die Kohle wird bis zum unteren Rand in das Keramikei eingefüllt und angezündet. Für guten Luftdurchzug macht man die untere und obere Lüftungsöffnung auf. Setzt man den Deckel auf, erstickt die Glut innerhalb kurzer Zeit. Das Thermometer dient zur Kontrolle der Temperatur im Grillraum

selber machen Fazit
Wer sich für das Big Green Egg entscheidet, für den ist der Preis zweitrangig. Dafür bekommt man aber ein hervorragend verarbeitetes Gerät, mit dem man nahezu alles auf verschiedene Weisen zubereiten kann. Frostsicher, mit lebenslanger Garantie. Leichte Reinigung.

  • Preis / Leistung: befriedigend
  • Minuten bis Grillstart: 15–20
  • Reinigungsaufwand: Gehäuse gering, Rost mittel
  • Regulierung / Lüftung: sehr präzise über untere und obere Lüftungsöffnung

Cadac: Meridian 3

Grillstation von Cadac

Grillart Gas, Flasche 5 kg / 11 kg
Anzahl Brenner 3 + 1 Seitenbrenner
Grillfläche Gesamt: 66 x 48 cm, davon Rost: 38 x 48 cm, Blech: 28 x 48 cm
Gewicht 58 kg
Temperaturbereich Bis etwa 350 °C
Grillrost Gusseisen emailliert
Arbeitshöhe 88 cm
Preis ab 630 Euro
Informationen www.cadacinterantional.com/de

 

Richtig viel Platz fürs Grillgut: Der Meridian 3 spielt die Vorteile eines Gasgrills mit drei getrennt regelbaren Brennern aus. Je nach Wunsch kann man direkt oder indirekt grillen und dabei die Temperatur sehr genau regeln. Der gusseiserne, emaillierte Grillrost verteilt die Hitze gut über die gesamte Fläche. Gut: Auf der Blechseite werden Garnelen, Spiegelei und alles, was sich sonst nicht für den Rost eignet, zubereitet. Weiteres Plus: Der seitliche, kraftvolle Zusatzkocher für Soßen oder Ähnliches. Schade: Der Zusammenbau des Grills gestaltete sich etwas hakelig und das Blech der Rückwand ist so dünn, dass es sich schon bei geringer Krafteinwirkung verbiegt. Maße: (H) 115 x (B) 148 x (T) 60 cm.

  
Ein emaillierter Gusseisenrost und Blech plus Warmhalterille bieten viel Platz. Mit den beiden großen Rädern (links) kann man den Grill, wenn nötig, auch auf Rasen bewegen. 

selber machen Fazit
Das Gerät von Cadac bietet alles, was man für diesen Preis erwarten kann. Die Grillergebnisse sind gut, die Warmhaltezone ein willkomenes Extra. Bei der Verarbeitung und Dimensionierung der Blechteile ist Luft nach oben. Die Reinigung ist der Geräteklasse entsprechend etwas aufwändiger.

  • Preis / Leistung: gut–befriedigend
  • Minuten bis Grillstart: 10–15
  • Reinigungsaufwand: Gehäuse hoch, Rost mittel
  • Regulierung / Lüftung: sehr flexibel über getrennte Brenner
 

 

Test-Kategorie 4: Gimmicks

Klarstein: Steakreaktor 2.0

Grillart Keramik-Infrarot, 1.600 Watt
Grillfläche 24 x 16 cm
Gewicht 14 kg
Temperaturbereich 400 bis 850°C
Grillrost Aluminium
Arbeitshöhe variabel, Tisch-Gerät
Preis ca. 600 euro
Informationen www.klarstein.de

 

Bei 850° werden die Muskelfasern so schnell geschlossen, dass der Saft im Fleisch bleibt. Der Steakreaktor 2.0 heizt mithilfe eines Infrarot-Keramikbrenners innerhalb von fünf Minuten auf diese Temperatur auf. Allerdings kommt die Temperatur nur einseitig von oben. Das Steak muss also nach ein paar Minuten gewendet werden. Maße: (H) 35,5 x (B) 25 x (T) 40,5 cm.

selber machen Fazit

Einfache Bedienung; eignet sich ideal, um Steaks und anderes hochwertiges Fleisch auf den Punkt zuzubereiten. Allerdings ist nur für ein oder zwei kleine Stücke Platz. Dafür recht teuer. Für den Indoor- und Outdoor-Gebrauch geeignet.

Mastrad: O‘Plancha

Grillart für Kohle-, Gas-, Elektrogrills und alle Herdarten
Grillfläche Ø 28 cm
Gewicht 2,8 kg
Temperaturbereich bis etwa 250°C
Grillrost Chrom-Nickel-Stahl mit Aluminiumkern
Arbeitshöhe 8 mm
Preis ca. 140 Euro
Informationen en.mastrad-paris.com

 

Mithilfe der Grillplatte aus Stahl mit Aluminiumkern kann man auf einem Grillrost Garnelen, Spiegelei, Gemüse und vieles mehr zubereiten. Die Hitze wird gleichmäßig bis zum Plattenrand verteilt. Durch den Deckel bleibt die Hitze erhalten und das Thermometer hilft, die Temperatur zu kontrollieren. Die Platte eignet sich aber auch für alle Herdarten inklusive Induktionsfelder. Maße: (Ø) 33 x (H) 14,5 cm.

selber machen Fazit
Ein interessantes Zusatzgerät für alle, die gerne Gemüse, Meeresfrüchte und ähnliches auf dem Grill zubereiten und dabei Wert legen auf gleichmäßige Hitzeentwicklung und Temperaturkontrolle.

 

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