Hochbeet als Bausatz | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
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Hochbeet als Bausatz

Ein Hochbeet schont den Rücken und macht Schädlingen das Leben schwer. Wer kein Hochbeet selber bauen möchte, ist mit einem Hochbeet-Bausatz gut beraten. 

 
Hochbeet aus Lärchenholzdielen © PR
Hochbeet als Bausatz aus 3 cm dicken, unbehandelten Lärchenholzdielen und kräftigen, verzinkten Eckwinkeln. Höhe 84 cm, Größe 160 x 80 cm oder 200 x 90 cm, ab etwa 250 Euro, Beckmann KG.

Erdbeeren ohne Rückenschmerzen, Salat trotz Schneckenplage, Tomaten auf einem Boden, in dem eigentlich gar nichts wächst? Im Hochbeet ist es möglich.

Bei Hochbeeten denkt man erst ans Gemüsegärtnern ohne Bücken. Stimmt ja auch: Nicht nur Senioren und Rollstuhlfahrer freuen sich über die ergonomische Arbeitsweise. Und Salat & Co. hat man so besser im Griff, weil man ihnen optimales Substrat und besseren Schutz gegen Schnecken bieten kann. Bei näherem Hinsehen erweisen sich Hochbeete als wahre Multitalente.

Hochbeet-Füllung

Mit Hochbeeten schaffen Sie Standorte für Gewächse, die mit Ihrem Gartenboden nicht zufrieden wären. Nutzpflanzen sind hierfür meist die erste Wahl, zudem der Kasten sich obendrein als Frühbeet oder Tomatenhaus qualifiziert.

Nach dem Vorbild des Hügelbeets können Sie dem Gemüse eine langfristige Nährstoffquelle zu Füßen legen (s. Bild unten). Bedenken Sie dabei zweierlei: In den ersten Jahren werden sehr viele Nährstoffe freigesetzt. Dann sind Starkzehrer wie Tomaten oder Zucchini die beste Beetbesetzung. Erst dann folgen Schwach- und Mittelzehrer wie Salate. Zum anderen sackt eine Schichtung aus Gartenabfällen in sich zusammen. Das heißt: Ständig nachfüllen.

Nach vier bis acht Jahren wird sogar ein Neuaufbau der Schichten erforderlich. Langlebiger sind Hochbeete, die zu zwei Dritteln aus einer Stein-, Schotter- oder Kiesdrainage bestehen. Diese Schicht bedeckt man mit Vlies und füllt das Beet mit 40 cm Substrat auf.

Neben Gemüse und Erdbeeren verdienen noch weitere Arten, auf das höhere Niveau gehoben zu werden. Denken Sie an ein Kräuter- oder Duftpflanzenbeet, an bunte Stauden oder Sommerblumenbeete, an einen Steingarten mit seiner besonderen Flora oder gar an einen erhöhten Wassergarten.

So sieht es innen aus

Der Querschnitt zeigt, in welchen Schichten ein Hochbeet angelegt wird und wie es funktioniert – nämlich wie ein Komposter. Durch die Verrottung erhalten die Jungpflanzen von unten Wärme und durchgehend wertvolle Nährstoffe. Die doppelwandigen Bausteine der Firma Juwel (www.juwel.com) gibt es terracottafarben (rechts) und in basaltgrau. Die Kunststoffelemente garantieren beste Wärmeisolierung und Stabilität. Dieses Paket Profiline 2 kostet etwa 310 Euro.
Aufbau Hochbeet Bausatz

Hochbeet-Bausätze als dekorative Elemente

Standort und Ausrichtung eines Hochbeetes hängen nicht nur von der Himmelsrichtung ab: Weil es so auffällig ist, setzen Sie es am besten bewusst als Gestaltungselement in Szene. Einmal, indem das Hochbeet selbst zur Augenweide wird, beispielsweise durch Wände aus bepflanzten Trockenmauern oder durch gestrichene bzw. mit Mosaik oder Ähnlichem verzierte Außenseiten. Außerdem können Sie mehrere Hochbeete ansprechend anordnen, sodass sich daraus ein ganz eigener Gartenteil ergibt.

Die richtige Höhe des Hochbeets

Wer gern im Sitzen gärtnern möchte, liegt mit einer Hochbeethöhe von 50–65 cm richtig. Bei „Stehgärtnern“ sollte der obere Beetrand auf der Höhe des Beckenkamms liegen, also bei 85–100 cm. Die Tiefe richtet sich nach der Armlänge: Ist das Beet nur von einer Seite aus zugänglich, beträgt sie 60–70 cm, bei beidseitig zugänglichen Beeten darf es die doppelte Tiefe sein.

Hochbeet-Bausätze

Hochbeet-Bausätze gibt in den verschiedensten Größen, Farben, Formen und Materialien. Die Firma Gartenfrosch (www.gartenfrosch.com) setzt auf widerstandsfähiges, heimisches Lärchenholz. Die Hochbeete (Bild links) kosten ab 730 Euro, plus Frühbeetaufsatz für rund 1.050 Euro.

Das patentierte Verbundsystem von Timberra (www.timberra.com) braucht weder Nägel noch Leim. Jeder Gärtner kann also individuell alle Größen und Formen nach seinem Geschmack gestalten. Wie die Standard-Modelle, z. B. das sanft gerundete „Wave“ (Bild oben), werden auch alle variablen Exemplare aus Vollholz der Tauernlärche produziert.

Eine mobile GreenBox auf vier leicht laufenden Apparaterollen finden Sie bei www.wagner-system.de im Komplett-Bausatz. Preis ab etwa 89 Euro.

Während bei Holzhochbeeten gern Lärche, Akazie, Fichte und Kiefer zum Einsatz kommen, greifen einige Anbieter auch auf andere Materialien zurück. Sie reichen von Stahl über Stein bis zu Kunststoff.
 
 

Artikel aus selber machen Ausgabe 06/2013. Jetzt abonnieren!
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