Kräuterbeete | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Beet, Kräuter

Kräuterbeete

Frische Kräuter sind gesund und gehören zum guten Essen dazu. Mit diesen aufgebockten „Kräuterbeeten“ findet jeder einen Platz zum Selberziehen auf Balkon oder Terrasse.

 
Aufgebocktes Kräuterbeet © Selbermachen
Aufgebocktes Kräuterbeet

Kaufen Sie Kräuter auch bei Bedarf im Supermarkt, obwohl man nie genau weiß, wie frisch sie sind und wie viel Pflanzenschutzmittel in ihnen steckt? Dabei kann man Kräuter auch ohne großes Gärtnerwissen problemlos selbst ziehen. Mit unseren hochgelegten „Kräuterbeeten“ benötigt man dafür nicht mal viel Platz, sondern nur eine sonnige Ecke auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon.

Das Modell „Kräuterzaun“ wird aus KDI-Holz (kesseldruckimprägniert) gebaut. Entsprechend der geplanten Größe brauchen Sie Bretter im Format 140 x 20 mm und Pfosten von 140 x 55 mm. Schon mit einfachen Werkzeugen lässt sich das „Beet“ bauen. Ein Fuchsschwanz, eine Bohrmaschine mit Holz- und Forstnerbohrern, Schraubenzieher und zwei Lackpinsel reichen vollkommen. Wer hat, sollte noch einen Bohrständer zu Hilfe nehmen.

© Selbermachen© SelbermachenEine simple Konstruktion aus gehobelten, lasierten Garten-Konstruktionsholz wird zum schmucken Zaun mit reichlich Platz für Ihre Kräutertöpfe.

  1. Sacklöcher bohren© Selbermachen

    Sacklöcher bohren

    Aller Anfang ist einfach: Mit einem 25-mm- Forstnerbohrer werden zuerst etwa 10 mm tiefe Sacklöcher in die Bretter gebohrt. Die Position liegt jeweils 30 mm von der Kante entfernt. Anschließend mit einem 6-mm-Holzbohrer mittig durchbohren (von der Zentrierspitze des Forstnerbohrers markiert). Bei einem Brett des schmaleren Werkzeugfachs liegt die Bohrposition 20 mm weiter innen. Dann behindern die Schrauben einander später nicht.
  2. Bretter streichen© Selbermachen

    Bretter streichen

    Wenn alle Bauteile zugeschnitten sind, wird das KDI-Holz mit Isoliergrund gestrichen, der verhindert, dass Holzschutzmittel durchschlagen. Ist die Grundierung trocken, wird mit einem Acryllack der Endanstrich ausgeführt.
  3. Kastenboden © Selbermachen

    Kastenboden

    Der Kastenboden besteht aus farbigem PVC-Hartschaum (Robex) in den Sie mit einem 30-mm-Forstnerbohrer bei langsamer Drehzahl einige Ablauflöcher bohren. Der Boden soll rundum etwa 5 mm kleiner als das Kasteninnenmaß sein. Er liegt auf Kunststoffbodenträgern, mit Niroschrauben etwa 10 mm vom Rand befestigt. So steht nie Wasser im Kasten.
  4. Bauteile montieren© Selbermachen

    Bauteile montieren

    Für die Montage der Bauteile werden die Bretter mit Zwingen an den Pfosten fixiert und die Schraublöcher mit einem 5-mm-Holzbohrer vorgebohrt. Die eigentliche Montage erfolgt mit Niro-Schlüsselschrauben (6 x 50 mm) und einer 24-mm-Unterlegscheibe.
  5. Pfosten fixieren© Selbermachen

    Pfosten fixieren

    Nirowinkel (50 x 50 mm), in der Terrasse verdübelt, fixieren die Pfosten durch Niroschrauben mit 10 mm Abstand zum Boden.

Hier wachsen Kräuter am Baum

© SelbermachenHoch hinaus wachsen die Kräuter auf diesem „Kräuterbaum“. Er braucht nur sehr wenig Grundfläche und bietet trotzdem jede Menge Platz für Petersilie und Co. Wie hoch Ihr Kräuterbaum wird, bestimmt Ihre Körpergröße. Die obersten Kräuter sollten noch ohne Tritt oder Leiter pflückbar bleiben. Dafür sollten Sie nicht höher als 40 cm über Ihrer Köpfhöhe stehen. Gehalten werden die Kräuteretagen von einem Pfosten (70 x 70 mm) aus KDI-Holz. Der Pfosten steckt entweder in einer so genannten Einschlaghülse oder kann auch am Balkongeländer befestigt werden.

Dann müssen aber die Töpfe gegen Herunterfallen gesichert werden – zum Beispiel mit einem Nylonband, das mit einem daran befestigten Nagel durch das Ablaufloch im Topf gesteckt wird und auf der anderen Seite stramm am Kräuterbaum festgeknotet wird. Die Etagen sind ganz einfach nachzubauen. Dafür benötigt man pro Etage nur eine Leiste von etwa 3,1 m laufende Länge und einem Querschnitt von 20 x 36 mm. Daraus sägt man je zwei 53,5 cm lange Leistenabschnitte und je vier Stück in der Länge 19 und 31 cm. Die Enden werden immer im 45°-Winkel abgesägt. Wer hat, nimmt dafür eine Schneidlade, eine Gehrungssäge oder einfach ein Geo-Dreieck und eine Feinsäge.

© SelbermachenDamit der Kräuterbaum lange hält, sollte der Pfosten eine Abdeckkappe bekommen, die das wasserempfindliche Hirnholz schützt.

Ein Nachmittag Zeit reicht, um einen Kräuterbaum mit drei Etagen zu bauen. Er besteht aus 30 zugesägten Leisten und einem Pfosten mit Einschlaghülse in den Maßen der Zeichnung. Die meiste Zeit nimmt das Trocknen der Lasur in Anspruch. Mit einem Heißluftgerät kann man vorsichtig nachhelfen.

  1. Leisten zuschneiden© Selbermachen

    Leisten zuschneiden

    Der erste Schritt zum Kräuterbaum ist der Zuschnitt aller Leisten für die Kräuteretagen. Mit einer Gehrungssäge geht das schnell, denn man muss nur die Längen anzeichnen und dann die Leiste abwechselnd von links und rechts in die Säge führen. Dann liegen die Gehrungen immer richtig herum.
  2. Schraublöcher vorbohren© Selbermachen

    Schraublöcher vorbohren

    Da die Etagenböden von unten mit den Halteleisten verschraubt werden, müssen jetzt die Schraublöcher angezeichnet und vorgebohrt werden.
  3. Leisten verschrauben© Selbermachen

    Leisten verschrauben

    Danach werden alle Bauteile mit einer Außenlasur behandelt. Sind die Leisten trocken, werden sie miteinander verschraubt (siehe Zeichnung). Dabei hält ein Pfostenabschnitt den richtigen Abstand der Tragleisten. Zwischen den Leisten der Plattformen ist genau eine Leistendicke (20 mm) Abstand.
  4. Endmontage© Selbermachen

    Endmontage

    Mit Zwingen werden die aufgeschobenen Etagen am Pfosten fixiert und dann von jeder Seite mit je zwei diagonal versetzten Schrauben (4 x 50 mm) befestigt.

Wegweiser durch den Kräutergarten

© SelbermachenNicht jeder kann Majoran und Oregano prompt auseinander halten und irgendwann ist das eigene Kräuterangebot so gewachsen, dass man schnell den Überblick verliert. © SelbermachenMit kleinen Schildchen findet man mit sicherem Griff das richtige Kraut zum Würzen. Sie bestehen aus PVC-Hartschaum (Robex) und werden mit einem weißen Lackstift vorgezeichnet und beschriftet. An den Kreuzungspunkten der Schilder mit dem Forstnerbohrer je ein 20-mm- Loch bohren und dann die Schilder mit einem Cutter ausschneiden. Ein Schweißdraht, zum Haken gebogen, hält das Schild hoch.

Artikel aus selber machen Ausgabe 05/2011. Jetzt abonnieren!
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