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Staudenbeete

Alle paar Jahre muss das Staudenbeet mal gründlich durchgeforstet werden: Einige Stauden haben sich zu sehr ausgebreitet und bedrängen andere, manche sind auch blühfaul geworden und müssen verjüngt werden. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Schritte zum neuen Beet.

 

Genau genommen ist ein Staudenbeet nur relativ kurze Zeit in einem idealen Zustand. Wenn es frisch angelegt ist, stehen die Pflanzen noch nicht dicht genug, wenn es eingewachsen ist, gerät es leicht aus dem Gleichgewicht, weil einige Pflanzen wuchsfreudiger sind und sich stärker ausbreiten als andere. Anfängliche Lücken lassen sich leicht mit Sommerblumen schließen und die Abwechslung, die sich dadurch ergibt, ist sehr reizvoll. Der Enge kann man zunächst noch mit Spaten und Grabegabel zu Leibe rücken: Besonders wuchsfreudige Stauden sticht man rundherum ab, von innen verkahlte Horste nimmt man heraus, teilt sie und setzt nur die kräftigen Randstücke wieder ein.

Oft ist aber die Harmonie des Beetes gestört, weil einzelne Pflanzen nicht mehr so blühen wie gewünscht oder ganz verschwunden sind. Gründe gibt es viele. So können sich zum Beispiel die Licht- und Bodenverhältnisse im Lauf der Zeit verändert haben, es kann auch sein, dass Pflanzen von Schnecken so stark geschädigt worden sind, dass sie nicht mehr austreiben konnten. Der Bestand an Pflanzen muss also in der Regel etwas ergänzt werden, um wieder ein vielfarbiges und vom Frühling bis zum Herbst blühendes Beet zu schaffen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Zwiebelblumen, vor allem solche, die über Jahre im Boden bleiben können, ohne an Kraft zu verlieren.

Ein guter Start für Ihr neues Staudenbeet

Der Wunschzettel mit Lieblingspflanzen ist die eine, die Bestandsaufnahme im Garten die andere Seite der Beetplanung. Denn nur wenn Sie Boden- und Lichtverhältnisse auf dem künftigen Beet kennen, kann die Pflanzung ein Erfolg werden. Aus der Pflanzenliste suchen Sie also die Stauden heraus, die unter diesen Bedingungen gedeihen.

Nun folgt der zweite Schritt: Legen Sie einen maßstabsgerechten Plan des Beets an, gruppieren Sie die Pflanzen nach Wuchshöhe, Blühzeit und Blütenfarbe und verteilen Sie sie (mit Buntstiften) auf dem Beet. Damit es kein kunterbuntes Durcheinander gibt, legen Sie Flächen an, die bei den großen Stauden aus mindestens zwei, bei den kleineren aus drei bis fünf Pflanzen gebildet werden. Wer es ganz perfekt machen will, zeichnet einen Plan fürs Frühjahr, einen für den Sommer und einen für den Herbst. So kann man die Blühzeiten berücksichtigen und Farbzusammenstellungen genau beurteilen.

Artikel aus selber machen Ausgabe 11/2010. Jetzt abonnieren!
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