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Gartendünger, Humus

Acht Tipps für guten Kompost

Reifer Kompost ist die ideale Voraussetzung für einen perfekten Garten: Langsam fließen seine Nährstoffe und sorgen für blütenreiche Rosen und große Kohlköpfe. Die Mikrofauna aktiviert das Bodenleben, und der Humus verbessert den Luft- und Wasserhaushalt der Erde. Lesen Sie acht Tipps für richtiges Gelingen.

 
Acht hilfreiche Tipps für guten Kompost © Chris Lambertsen
Acht hilfreiche Tipps für guten Kompost

Gute Zutaten

Als Faustregel gilt: Alles Organische darf auf den Kompost. Außer gekochte Speisereste, Fleisch und Knochen – sie würden Ungeziefer anlocken. Strauchschnitt und Pflanzenreste werden gehäckselt, mit Rasenschnitt, Gemüseabfall, alten Blumen, Unkraut, Obstresten, alter Topferde und Kaffeesatz vermischt.

Der richtige Ort

Im Schattenvon Gehölzen rottet der Kompost am besten. Meist am Grundstücksende – aber gut erreichbar – richtet man die Stelle ein. Für das Umsetzen und Sieben braucht man genügend Platz. Ligusterhecken bieten schnell wachsenden Sichtschutz in Richtung Haus und Terrasse.

Die richtige Dosis

Reifer Kompost wirkt mild und kann Stauden,Gemüse oder Rosen im Gegensatz zu Mineraldünger nicht verbrennen. Fein gesiebt, rechnet man einen Eimer pro Quadratmeter Garten. Termine: Ende März für alle Bereiche, Juni bzw. August zum Nachdüngen im Gemüsebeet.

Der Trick mit der Folie

Selbst Quecke und Giersch lassen sich kompostieren, bringt man einen verwilderten Garten wieder auf Vordermann. Man schichtet den Komposter in der Sonne auf und überdeckt ihn über die Sommermonate mit schwarzer Folie: Unkrautsamen und Wurzelreste sterben durch die Hitze ab.

Kompost-Starter

Die teure Hilfe braucht man nur am Anfang. Besser man behält stets etwas fertigen Kompost über und streut ihn zentimeterdick über jede 30 cm starke neue Schicht. Das beimpft die Lage mit den nötigen Bakterien und setzt den wichtigen Rotteprozess wesentlich schneller in Gang.

Thermokomposter

Isolierte Kompostbehälter aus Kunststoff garantieren den Rotteprozess auch an kalten Tagen. Schon nach wenigen Monaten kann fertiger Humus durch die große Bodenklappe entnommen werden.Bei großen Grundstücken oder hohen Bäumen geraten sie aber schnell an die Grenzen ihrer Kapazität.

Zum Selberbauen

Kompostbehälter aus imprägniertem Nadelholz oder Flechtwerk aus Weide bzw. Hasel lassen sich in attraktiven Formen herstellen. Der Klassiker ist eine 3-teilige aufgemauerte Anlage aus Klinker. Alle drei Monate schaufelt man den Kompost in das nächste Teilstück, beschleunigt die Rotte, und alles bleibt ordentlich.

Wichtig: C/N-Verhältnis

Die Balance zwischen Kohlen- (C) und Stickstoff (N) garantiert eine gute Rotte. Herbstliche Häckselmassen vom Gehölzschnitt oder das Falllaub sind reich an C, Bakterien brauchen aber viel N für ihre Vermehrung. Deswegen streut man auf jede 30 cm dicke Lage eine Handvoll feines Hornmehl.

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