Kreative Ideen

Gartengestaltung im November

Hier finden Sie viele kreative Ideen für Ihre Gartengestaltung im November. Die SELBER MACHEN-Redaktion hat alle Tipps und Tricks für Sie bereitgestellt.

 
Garten im Herbst © Stefan Körber
Garten im Herbst

Jetzt farbstarke Akzente setzen! Wenn sich die Gartenstauden zurückgezogen haben und der Sommerflor seine allerletzten Blüten zeigt, wird es Zeit für ein paar starke Farbtupfer. Ich mag besonders die leuchtende Lampionblume (Physalis alkekengi, siehe Bild unten). Ihre Kelchblätter wirken wie eine Laterne, die weithin leuchtet. Die Farbe verblasst kaum, daher kann man sie auch prima in Trockensträuße oder als Deko um eine Lichterkette binden. Die kleine Frucht im Inneren ist im Gegensatz zur leckeren Kapstachelbeere (Physalis peruviana) aus dem Supermarkt oder dem eigenen Gewächshaus nicht essbar, sie schmeckt bitter und ruft Übelkeit hervor. Auch im Gartenbeet wächst die Lampionblume oder Judenkirsche robust am halbschattigen Standort. Bei genügend Bodenfeuchte auch sonnig. Für besonders viele Fruchthüllen sollte man sie hungern lassen!

Düngt man fleißig, entwickelt die Pflanze nur lange Triebe und ganz viel Laub, aber kaum Blüten. Gefällt es ihr an einem Standort besonders gut, kann die Staude durch ihre Ausläufer geradezu wuchern. Gegen die flächendeckende Ausbreitung hilft gegen Anfang Mai der Spaten. Einmal rings um die Staude bis zur Kante eingestochen, werden neue unterirdische Triebe durchtrennt, und der Wuchs bleibt schön geordnet. Im Topf ist die Begrenzung inklusive. In großen Containern ab fünf Liter Inhalt lassen sich die Pflanzen mit gelegentlichen Flüssigdüngergaben gut über Jahre halten, ohne sie umzutopfen. Durch die großen Blätter und den aufrechten Wuchs sind sie schon ab Mai eine Zierde. Besonders wenn man sie mit Efeu oder Storchschnabel unterpflanzt.

Herbstbunte Alleen

Ahornbäume und Linden, aber auch Buchen und Ebereschenhüllen sich zum Saisonende in intensives Gelb, Orange oder flammendes Rot. Besonders majestätische Exemplare gibt es auf der Deutschen Alleenstraße zu entdecken: Von der Ostsee bis zum Bodensee führt die Ferienstraße auf 2900 Kilometern unter den schönsten Blätterdächern entlang. Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße e.V. wurde die Streckenführung und Beschilderung organisiert. Damit sollen die landschaftsprägenden und optisch reizvollen Alleen wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken, nachdem in den letzten Jahren viele Bäume dem Straßenbau zum Opfer gefallen sind. Neben dem Schutz und der Pflege geht es auch um die Wiederherstellung ehemals geschlossener Bestände. Weitere Infos zum Thema finden Sie unter www.alleenstrasse.com – hier gibt es eine Übersicht der Routen und einen Terminplaner für Feste und Events in Orten entlang der Strecke.

Herbstpflanzen

  1. HerbstchrysanthemenHerbstchrysanthemen© Selbermachen

    Herbstchrysanthemen

    Herbstchrysanthemen gibt es in vielen leuchtenden Farben. Große Blütenpracht bis zum Frost. Auch für die Wohnung, hier aber weniger lange haltbar.
  2. Mini-AlpenveilchenMini-Alpenveilchen© Selbermachen

    Mini-Alpenveilchen

    Mini-Alpenveilchen halten lange durch und vertragen kühle Temperaturen. Manche duften! Es gibt sogar Sorten mit hübsch marmorierten weissgrünen Blättern.
  3. LampenputzergrasLampenputzergras© Selbermachen

    Lampenputzergras

    Lampenputzergras ‘Fireworks’ bringt schon über den Sommer tolle Struktur in die Pflanzung. Hält bis zum Frost, ist nicht winterhart.
  4. PurpurglöckchenPurpurglöckchen© Selbermachen

    Purpurglöckchen

    Purpurglöckchen ‘Little Prince’ in Rot und ‘Green Spice’ wachsen gut im Schatten, sind kompakt, überwintern problemlos.

Die neuen Schubkarren

Kein Kampf gegen das Herbstlaub ohne eine gute Schubkarre! Auch bei Bau- und Renovierungsarbeiten, dem Heranschaffen von Sand oder Rindenmulch leisten die Helfer beste Dienste. Nicht zu vergessen: zum Bewegen schwerer Gartenpflanzen und beim Einwintern der Kübel. Muss man mit der vollbeladenen Karre quer über den Rasen, helfen breite Holzbohlen gegen Fahrspuren im grünen Teppich. Gerade wenn es vorher geregnet hat und die Erde aufgeweicht ist, hinterlässt man sonst bleibende Eindrücke. Hat man keine Bohlen parat, kann man auch etwas Luft aus dem Reifen lassen.

Herbstzeit - Jetzt dran denken

Dahlien und Blumenrohr - Wer bis jetzt das Einwintern der Knollen versäumt hat, holt sie schnell vor dem ersten starken Frost mit der Grabegabel aus dem Boden. Erde abklopfen, mit Sortennamen beschriften, im Heizungskeller für eine Woche antrocknen lassen, dann in kleinen Umzugskartons in trockenen Torfmull einbetten. Ab April werden sie wieder vorgetrieben.

Zimmerpflanzen pflegen - Der Lichteinfall ist wesentlich geringer, die Luft aber wärmer und vorallem trockener als im Sommer – eine harte Zeit für grüne und blühendeMitbewohner. Beste Hilfe: Topfballen nur leicht feucht halten, Wasser im Untersetzer führt leicht zu Staunässe und faulenden Wurzeln. Besonders über der Heizung trocknet der Luftstrom die Blätter der Pflanzen aus. Große Exemplare rückt man ab. Gerade Palmen mögen eine tägliche Dusche aus der Sprühflasche mit abgekochtem Wasser. Kleine Pflanzen pflegt man auf einer verbreiterten Fensterbank aus passend zugesägter und lackierter Leimholzplatte. Die Platte lenkt die trockene Luft am Grün vorbei. Auch gedüngt wird nur in der halben Menge, bis das Wachstum im April wieder voll einsetzt.

Mangold schützen - Häufeln Sie die Pflanzen bis zur Hälfte mit Erde an. So bleiben sie bei Frost ohne Schaden, und die Blätter dienen als erstes Grün im Frühjahr.

Wasserleitungen abstellen - Sie werden vor dem Frost entleert, Hähne bleiben geöffnet. Sonst können die Leitungen leicht platzen.

Akkus aufbewahren - Sie werden frostfrei im Haus gelagert, damit sie keinen Schaden nehmen. Gehen Sie gewissenhaft alle Elektrogeräte im Schuppen durch.

Blumenzwiebeln pflanzen - Wer bis jetzt noch keine Tulpen und Narzissen gesetzt hat, kann bei frostfreiem Boden noch bis Ende Dezember pflanzen. Gärtnereien machen zum Saisonende häufig Sonderangebote. Das Pflanzloch immer dreimal so tief stechen wie die Zwiebel hoch ist.

Schwarzwurzeln und Pastinaken - kann man über Winter im Boden lassen. Eine 30 cm dicke Laubauflage ermöglicht die Ernte auch bei Frost.

Gehölze pflanzen - Laubgehölze und Obstbäume. Pflanzgrube tief lockern, Baum so hochpflanzen, wie er vorher stand. Die Veredelungsstelle immer über der Erde lassen. Wurzeln gut einschlämmen.

Erdbeeren abdecken - Erdbeeren abdecken. In kalten Lagen helfen aufgelegte Fichtenzweige gegen starken Frost.

Rasen mähen - Kurze Gräser kommen besser über den Winter. Es entstehen kaum Pilzkrankheiten, die Narbe bleibt dicht.

Wasserbecken entleeren - Schwimm-, Wassersammel- und Tauchbecken aus Beton würden sonst durch Frost gesprengt werden.

Immergrüne wässern - Jetzt Rhododendren, Eiben und Tannen im Garten lange beregnen. Der Boden unter ihnen ist noch vom Sommer trocken, die Gehölze verdunsten aber auch im Winter Feuchtigkeit.

Grünkohl ernten - Grünkohl ernten. Der gesunde Vitaminspender bietet über den ganzen Winter leckeres Grün. Die Strünke lässt man stehen, um sie im Frühjahr neu zu beernten.

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