Sichtschutz mit Pflanzen | Immergrüne Hecken
Sichtschutz mit Pflanzen

Sichtschutz mit immergrünen Hecken

Wer sich keinen Zaun in den Garten stellen möchte, dem bieten Heckenpflanzen optimalen Sichtschutz. Hecken benötigen dafür eine Weile, um zu wachsen. SELBER MACHEN zeigt, welche Hecke wann am besten geeignet ist.
 

 
Blickdichte Hecken © Shera van den Wittenboer
Eine Hecke eignet sich wunderbar für Sichtschutz im Garten

Eine voll entwickelte Hecke ist ein schöner natürlicher Sichtschutz. Außerdem bieten Hecken vielen Tieren ein Zuhause. Neben Insekten finden in Hecken auch Vögel Schutz. Leider dauert es einige Zeit, bis eine frisch gepflanzte Hecke wirklich ausladend und blickdicht ist. Schneller entfaltet sie ihre schützende Wirkung, wenn Sie große Pflanzqualitäten kaufen. Diese sind jedoch um einiges teurer.

Welche Hecke ist die Richtige? 

Damit eine Hecke schneller wächst, setzen sie zwei oder drei versetzte Pflanzenreihen. Das ist natürlich deutlich kostspieliger und braucht – gerade in kleinen Gärten – wertvollen Platz.

Hecken, die den Garten vor neugierigen Blicken schützen sollen, müssen mindestens 1,80 Meter hoch sein

Eine schmale und dichte Hecke erhalten Sie, wenn Sie die Pflanzen mit weniger Abstand in einer Reihe anordnen und dann die Zweige ineinanderflechten. Das funktioniert besonders gut mit Buche (Fagus) und Hainbuche (Carpinus).
 
Schnellwüchsig bedeutet Arbeit: Es ist verlockend, schnell wachsende Pflanzenarten zu wählen, weil diese meist billiger sind und schneller dicht werden. Aber die Hecke legt auch dann weiter zu, wenn die gewünschte Höhe und Breite längst erreicht sind. Wollen Sie hohen Pflegeaufwand vermeiden, wählen Sie langsamwüchsige Arten wie Eibe (Taxus) oder andere Koniferen.

Laubgehölze wie Zier-Birne, Hartriegel (Cornus mas) und die Ölweide (Eleagnus) sind dafür etwas lockerer.

Auch der Lebensbaum (Thuja) hält als immergrüne Pflanze übers ganze Jahr dicht

Die Ölweide (Eleagnus ebbingei) verfügt über sehr dichtes, immergrünes Laubwerk

Hainbuche
Mit Hainbuche (Carpinus betulus) lässt sich auch auf engem Raum eine gute Wirkung erzielen, beispielsweise mit geflochtenen Zweigen

Hecken schneiden: Wann ist der beste Zeitpunkt?

Um eine dichte Hecke zu erhalten, muss sie mindestens einmal, besser zweimal pro Jahr geschnitten werden. Für den Verjüngungs-Schnitt im Winter eignen sich die Monate von Oktober bis Ende Februar. So wächst die Hecke im Frühjahr umso üppiger. Schneiden Sie die Hecke an einem frostfreien Tag. Die Temperatur sollte etwa 5 Grad betragen. Wichtig: Schneiden Sie die Hecke immer dann, bevor sich die ersten Triebe bilden! Beachten Sie auch, dass Sie wegen brütender Vögel zwischen 1. März und 30. September keine Hecke schneiden dürfen. 

Wie schneide ich die Hecke gerade?

Ob für Skulpturen oder für saubere Kanten: Wenn Sie wie ein Profi Hecken schneiden möchten, reichen bereits einfache Hilfsmittel aus. Eine Schnur eignet sich beispielsweise hervorragend als Schnitthilfe. Neben geraden Kanten stellt damit auch ein kegelförmiger Heckenschnitt keine Schwierigkeit mehr dar. Für komplexere Formen wie beispielsweise Kugeln hilft Ihnen eine Schablone.

Busch kugelförmig schneiden

Busch kugelförmig schneiden mit Schablone

 

Busch kegelförmig schneiden
Für einen Kegel nehmen Sie eine Richtschnur zur Hilfe. Für Skulpturen fertigen Sie ein Drahtgestellt und befestigen dieses an der Rückseite

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Shera van den Wittenboer, Natalie Grolig
Fotos: 
Shera van den Wittenboer, STIHL, Straszburger
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