Tipps und Tricks rund um das Gewächshaus im eigenen Garten | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Garten-Ratgeber

Tipps und Tricks rund um das Gewächshaus im eigenen Garten

Bereits im frühen 19. Jahrhundert waren Gewächshäuser beliebt, um Nutz- und Zierpflanzen aus dem exotischen Ausland im eigenen Garten anzubauen. Bis heute hat sich das Gewächshaus stark weiterentwickelt und nimmt in vielen deutschen Gärten einen nicht unbeträchtlichen Platz ein.

 
Gewächshaus © pixabay
Ein Gewächshaus bringt viele Vorteile für den heimischen Garten und verleiht dem grünen Fleckchen darüber hinaus optische Raffinesse

Kein Wunder, denn die Häuschen sind mittlerweile in technischer Raffinesse gereift, sodass sie dem Besitzer vielseitige Möglichkeiten bieten, um Pflanzen und Gewächse anzubauen. Systeme zur Bewässerung, Beleuchtung und Pflege erleichtern die Arbeit sowie das Gärtnern. Bis es jedoch so weit ist, müssen ein paar Handgriffe umgesetzt werden, die im Folgenden mit Tipps und Tricks rund um das Gewächshaus im eigenen Garten erklärt werden.

Die richtige Menge Sonnenlicht für das grüne Innenleben


Es ist sehr wichtig, dass ausreichend Sonne ins Gewächshaus gelangt. Möglich ist das mit Glas oder Folie oder spezifischen Materialien wie Hohlkammerplatten

Ein sehr wichtiger Punkt in Bezug auf das eigene Gewächshaus – ob für Renovierungsarbeiten oder einen Neubau – ist das Sonnenlicht. Die Struktur und die gewählten Materialien lassen im besten Fall genügend Sonnenstrahlen durch, um das Innenleben des Gewächshauses kompromisslos zu erreichen. Dabei geht es um den Treibhauseffekt. Materialien wie Glas oder Folie sorgen dafür, dass dieser zum Tragen kommt. Insbesondere eignen sich hier sogenannte Einscheibensicherheitsgläser, welche genau die richtige Menge an Licht durchlassen.

Gärtner, die bereits wissen, dass der Garten unter starker Sonneneinstrahlung steht, setzen auf Hohlkammerplatten, da diese sogar imstande sind, sehr hohe Lichtintensität und starken -einfall optimal auszubalancieren. Denn auch im Garten ist es wichtig, auf ein Gleichgewicht zu setzen: Das Gewächshaus sollte weder zu viel noch zu wenig Sonne erhalten.

Wovon hängt die richtige Bepflanzung für das Gewächshaus ab?

Üblicherweise hängt die Bepflanzung von der Art des Gewächshauses ab. Daraus resultieren nämlich unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, sodass sowohl der sogenannte Honig der Erde – Möhren – als auch Gurken, Spinat, Radieschen und Schnittsalat angepflanzt werden können. Um die Ernte ganzjährig professionell und strukturiert zu gestalten, lohnt sich ein sogenannte Pflanzplan. Dieser gibt dem Gärtner das gesamte Jahr über die passende Auskunft, welche Pflanzen-, Gemüse- und Obstsorten zu welchem Zeitpunkt in die Erde gehören. Wer beispielsweise schon Ende März pflanzen möchte, sollte zusätzlich auf Vliesabdeckungen zurückgreifen, um die Gewächse vor noch möglichen Frostüberfällen zu schützen.

Es gibt allerdings auch Treibhäuser, die ganzjährig angenehm temperiert sind. Logischerweise kann dadurch die Stromrechnung etwas leiden, außer hier wird von Anfang an auf Solarenergie gesetzt. Wer sich über die unterschiedlichen Modelle von Treib- und Gewächshäusern informieren und sich vor sowie nach dem Kauf beraten lassen möchte, ist bei GFP Garten- & Freizeit-Profi an der richtigen Adresse. Das Unternehmen steht seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite, sodass beispielsweise auch zusätzliche Teile oder benötigter Ersatz schnell und unkompliziert lieferbar sind. Außerdem bekommen Interessierte eine 15-Jahresgarantie auf das Gewächshaus sowie eine 10-jährige Garantie für Hagelsicherheit und Lichtdurchlässigkeit. Letztere ist bei GFB übrigens durch die, oben bereits erwähnten, praktischen Hohlkammerplatten gewährleistet.

Optimale Bewässerung gewährleisten


Der Klassiker unter den Bewässerungsmöglichkeiten: Die Gießkanne ermöglicht die individuelle Wasserzufuhr für unterschiedliche Pflanzen und Gewächse

Die Luftfeuchtigkeit in einem Gewächshaus hängt stark von der richtigen Bewässerung ab. Gartenwerkzeuge wie die Gießkanne dürfen daher auf keinen Fall fehlen, wenn es darum geht, einige Pflanzenarten individuell zu bewässern. Nötig ist die Gießkanne beispielsweise bei Pflanzen, die kein kaltes Wasser in der warmen Sommerperiode vertragen. Eine einfache Lösung für dieses Problem ergibt sich, wenn das Gartenwerkzeug mit Wasser im Gewächshaus verweilt und dort die Umgebungstemperatur annimmt. Um eine höhere Luftfeuchtigkeit zu erzielen, ist es ratsam, Schälchen mit Wasser strategisch zu platzieren. Wer die Luftfeuchte hingegen reduzieren möchte, benötigt Fenster sowie weitere Lüftungsmöglichkeiten. Diese werden an besonders heißen Tagen geöffnet, sodass die Pflanzen eine kühle Brise genießen.

Die meisten modernen Gewächshäuser besitzen inzwischen ausgeklügelte Bewässerungs- und Belüftungssysteme, die automatisch funktionieren und auf die jeweiligen Bedürfnisse der Pflanzen eingestellt werden können. Hier ist es natürlich wichtig, zu wissen, welche Pflanzenart welche Wassermenge und Luftfeuchte benötigt.

Pflege und Reinigung des Gewächshauses

Die beste Jahreszeit, um das Gewächshaus zu reinigen, ist der Winter. Januar und Februar bieten sich hervorragend an, um das Häuschen fit für die erste Aussaat im Frühjahr zu machen. Ganz wichtig ist die Reinigung der Scheiben, damit das Sonnenlicht wieder ins Innere gelangen kann. Dabei untersuchen Gärtner das Gewächshaus auf mögliche Schäden, die durch Klima und Schneefall entstanden sein könnten. Fällt hier nichts auf, steht schon der nächste Test an, denn Gewächshäuser mit ausgereiftem Technik-System zur Bewässerung, Beleuchtung und Co. sollten nach der Überwinterung auf Herz und Nieren geprüft werden. Darüber hinaus sind die Pflanzen und Gewächse, die hier überwintert haben, zu untersuchen. In diesem Arbeitsschritt werden beispielsweise verblühte oder kaputte Stellen, Blätter oder abgestorbene Partien entfernt. Unkraut und Schmutz sollten in diesem Zusammenhang ebenfalls eliminiert werden.

Kommt es im Winter zu starkem Schneefall, sollten Gärtner sofort einzuschreiten. So leicht die Flocken auch aussehen mögen, die kompakte Schneemasse kann zu einem Einsturz des Gewächshauses führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Dach mit einem speziellen Räumwerkzeug für diese Gegebenheiten zu säubern, sodass der Schnee so schnell wie möglich verschwindet.

Die Gartenkultur kehrt zurück

Die ausgeprägte Gartenkultur im nahen Ausland hat schon länger auf Deutschland abgefärbt. Holland beweist in jedem Jahr ein untrügliches Gespür für den grünen Daumen. Aber auch hierzulande ist der Garten für viele wieder ein wichtiger Lebensbereich geworden. In diesem Zusammenhang stellt das Gewächshaus die richtige Wahl für jeden Gärtner dar, um verschiedene Pflanzen, Gemüse, Kräuter und Obst anzubauen – egal ob hobbymäßig oder professionell.

Vor allem gilt dies für Sorten, die normalerweise aufgrund der spezifischen Klimaverhältnisse nicht gedeihen würden. Durch das Gewächshaus ist es jedoch möglich, ganzjährig die bevorzugten Gewächse zu züchten. Auch für den Anbau und die Aufzucht von jungen Pflanzen ist das Gewächshaus im eigenen Garten ideal geeignet. Im Winter gesellen sich dann andere Outdoor-Gewächse dazu, um dort die kalte Jahreszeit in einer sicheren Umgebung zu verbringen.

Fotos: 
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