Der eigene Schwimmteich - Teil 1 | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Schwimmteich

Der eigene Schwimmteich - Teil 1

Immer mehr Hausbesitzer wünschen sich ihr privates Freibad im Garten – ganz ohne Trubel und Chlorbelastung. Im ersten Teil zeigen wir, wie Aushub, Vlies- und Folieneinbau vonstattengehen.

 
Ideal für heiße Tage: der Schwimmteich im Garten. © Selbermachen
Ideal für heiße Tage: der Schwimmteich im Garten.

Sommer, Sonne, heiße Temperaturen – da ist eine Erfrischung stets willkommen! Ein eigener Schwimmteich bietet dabei viele Vorteile: Das Wasser bleibt hier ganz ohne Chemie sauber. Und auch optisch passt sich der „Naturpool“ harmonisch in die Gartenanlage ein – besser als seine aufblasbaren Mitbewerber. Nicht zuletzt ist er auch gut für die eigene körperliche Fitness: Wer bis in den Spätherbst seine Runden zieht, kommt ohne Erkältung durch die kalte Jahrszeit.

Beim Bau sollte man zuerst die Lage beachten: Volle Sonne, geschützt vor Wind und Blicken sowie fern von großen Bäumen mit Schatten-, Laub- und Pollenfall stehen oben auf der Wunschliste. 70 qm Wasserfläche sind wie bei unserem Beispiel ein gutes Mittelmaß. Auf großen Grundstücken plant man eine Reinigungszone mit vielen Pflanzen ein, um Nährstoffe im Wasser zu mindern. Oder man nimmt sich professionelle Filtertechnik zu Hilfe, versteckt sie unter einem schicken Holzdeck und hält damit das Wasser klar.

© SelbermachenWichtig ist immer der fachgerechte Aufbau mit dicht verschweißter Folie und einer schützenden Vliesschicht darunter – eine Aufgabe für erfahrene Landschaftsgärtner. Lassen Sie sich vor Auftragsvergabe Beispiele vor Ort zeigen, und sprechen Sie mit den Besitzern. Die Verlegung der Folienbahnen ist bei trockenem und warmem Wetter am besten, sie sind dann schön flexibel, und auch Quellschweißmittel wie Handschweißgeräte lassen sich leichter einsetzen. Die Bahnen werden am Ende über eine starre PE-Teichkante gelegt.

Diese liegt 5 cm über Teichniveau und dient als Kapillarsperre. Dadurch wird verhindert, dass Wasser aus dem Teich über die Kapillarwirkung der umgebenden Erde oder Pflanzenwurzeln herausgesaugt wird. Außerdem kann kein Wasser von außen in den Teich gespült werden, auf diesem Weg aufgedüngte Erde von Beeten mitführen und durch die Nährstoffe das Algenwachstum begünstigen.

Voller Einsatz auf dem Rasen: Anhand der vorgezeichneten Konturen mit Sportplatzkreide sind Korrekturen im Vorfeld noch leicht möglich. Je tiefer der Schwimmteich, desto besser die Wasserqualität, weil sich die unteren Schichten langsamer erwärmen.

Schweres Gerät spart Zeit und Muskelkater

  1. Minibagger© Selbermachen

    Minibagger

    Große Schaufel für den Schwersteinsatz: Kleine und wendige Minibagger lassen sich fast überall mieten und lohnen sich besonders bei tiefgreifenden Erdarbeiten.
  2. Boden ausheben© Selbermachen

    Boden ausheben

    Durch die Rasennarbe arbeitet man sich nach unten vor, bleibt möglichst in einem engen Bereich.
  3. Erde abtransportieren© Selbermachen

    Erde abtransportieren

    Während der Minibagger die erste Teichrundung ausarbeitet, wird ein Teil der Erde abtransportiert. Nicht der ganze Abraum kann für den Pflanzwall verwendet werden.
  4. Grube ausheben© Selbermachen

    Grube ausheben

    Wichtige Überlegung vorm Graben: Wo liegen Strom und Abwasser? Das gelbe perforierte Dränagerohr für die Versickerung des Wassers vom Hausdach ist im Weg.
  5. Für gleiche Höhen sorgen© Selbermachen

    Für gleiche Höhen sorgen

    Teichbau ist Maßarbeit: Mit Rotationsnivelliergerät und Zollstock sorgt man überall für gleiche Höhen.
  6. Gewaschenen Sand verteilen© Selbermachen

    Gewaschenen Sand verteilen

    In der fertig ausgehobenen Grube werden die ersten Fuhren gewaschenen Sandes verteilt.
  7. Sand verteilen© Selbermachen

    Sand verteilen

    Der Rest ist Handarbeit: Mit Schaufel und Harke wird der Sand verteilt. Er schützt Vlies und Folie vor der Beschädigung durch Steine.
  8. Dränage der Regenrinne austauschen© Selbermachen

    Dränage der Regenrinne austauschen

    Jetzt geht es an die Dränage der Regenrinne: Alte, beschädigte Leitungen werden ausgetauscht, mit Verbindern ein neues System gebaut.

Schon früh die Entwässerung planen

  1. Dränagerohr schneiden© Selbermachen

    Dränagerohr schneiden

    Das neue Dränagerohr wird per Cutter oder Handsäge zurechtgekürzt. Die Kokosummantelung macht die Dränleistung effektiver, verhindert das Dichtsetzen mit Feinstoffen.
  2. Dränagerohr verbinden© Selbermachen

    Dränagerohr verbinden

    Mitgelieferte Verbinder sorgen für leichtes Arbeiten. Die Ummantelung wird später wieder drübergelegt.
  3. Rohr mit Vlies schützen© Selbermachen

    Rohr mit Vlies schützen

    Bei Lehmböden verlegt man das Rohr in einer Kiespackung, um die Entwässerungsleistung zu erhöhen. Rohr und Kieskanal schützt man per Vlies vor dem Einschlämmen von Sedimenten, die das Rohr dichtsetzen.
  4. Dränage um den Teich führen© Selbermachen

    Dränage um den Teich führen

    Damit die Dränage große Wassermengen von Starkregen oder dem Spülen der Filteranlage fassen kann, führt sie einmal um den Teich.
  5. PE-Teichrand verlegen© Selbermachen

    PE-Teichrand verlegen

    Im Graben – per Hand ausgeschaufelt – wird auch der PE-Teichrand als Kapillarsperre verlegt.
  6. Kammer für die Filteranlage© Selbermachen

    Kammer für die Filteranlage

    Aus Beton-L-Steinen entsteht die Kammer für die Filteranlage. Der Boden wird ebenfalls betoniert.
  7. Die Kammer stützt den tiefsten Bereich© Selbermachen

    Die Kammer stützt den tiefsten Bereich

    Gut zu sehen: Die Kammer stützt den tiefsten Bereich vom Teich – von hier aus startet später der Badespaß.
  8. Vliesbahnen verlegen© Selbermachen

    Vliesbahnen verlegen

    Die Kammer ist fertig – jetzt wird ein Plastoplan-Geovlies (300 g/qm) verlegt, das die Teichfolie zusätzlich zur Sandschicht vor Beschädigung durch Steine oder Unrat schützt.

Vlies: guter Schutz vor Gefahren im Boden

  1. Rundungen heraustrennen© Selbermachen

    Rundungen heraustrennen

    Kleine Rundungen und Ecken lassen sich gut mit einer scharfen Haushaltsschere heraustrennen.
  2. Bahnen in Form bringen© Selbermachen

    Bahnen in Form bringen

    Lange Bahnen werden per Akku-Schneider in Form gebracht. Das Vlies soll sich dabei 10 cm überlappen, größere überstehende Flächen werden vorm Verbinden entfernt.
  3. Vlies über den Rand verlegen© Selbermachen

    Vlies über den Rand verlegen

    Die Enden werden über den stabilen PE-Teichrand hinweggeführt. Er gibt rundrum die Höhe vor, fungiert später als Kapillarsperre, damit der Teich dann nicht an Wasser verliert.
  4. Vliesbahnen ausrollen© Selbermachen

    Vliesbahnen ausrollen

    Die letzten Vliesbahnen werden ausgerollt. Dabei arbeitet man immer in der längsten Richtung des Teichs.
  5. Vliesbahnen aneinanderheften© Selbermachen

    Vliesbahnen aneinanderheften

    Mit einem Handschweißgerät und einer Andruckrolle werden die einzelnen Vliesbahnen nach dem Zuschnitt aneinandergeheftet.
  6. Ecken sorgfältig ausarbeiten© Selbermachen

    Ecken sorgfältig ausarbeiten

    Besonders in den Ecken muss sorgfältig gearbeitet werden, damit der Schichtaufbau nicht zu dick wird und die Teichfolie später gut liegt.
  7. Falten vermeiden© Selbermachen

    Falten vermeiden

    Falten werden vermieden, indem sich auch am Hang die Ecken der Flächen erst ausreichend überlappen und dann im nächsten Gang passgenau zurechtgeschnitten werden.
  8. Rundungen verschweißen© Selbermachen

    Rundungen verschweißen

    Ist alles verlegt, können auch die Rundungen in den Vertikalen per Heißluft verschweißt werden.

Folie: dicht verschweißt, hält das Wasser

  1. © SelbermachenFolien herabrollen
    Abwärts rollen die schweren Teichfolienbahnen von ganz allein. Zum Heranschaffen, Verlegen in der Fläche und beim Nachjustieren sollte man aber mindestens zu zweit sein.
  2. © SelbermachenFolien und Bänder
    Für die Verarbeitung der Folienbahnen brauchen Sie mindestens einen Helfer. Wir raten dazu, die Folie vorab auf ihre grobe Länge vorzuschneiden, dadurch wird das anschließende Handling einfacher.
  3. © SelbermachenFolienbahn verlegen
    Die Folienbahnen aus PVC sind 1,5 mm stark. Statt in Oliv gibt es sie auch in Beige, Dunkel- und Hellgrün.
  4. © SelbermachenSpezielles Klebeband
    Das spezielle Klebeband Das orangefarbene Klebeband hat eine zweiteilige Schutzfolie auf der Rückseite. Das erleichtert das Kleben um Ecken herum.
  5. © SelbermachenFolienbahnen verbinden
    Die langen Folienbahnen werden per elektrischem Schweißautomaten sicher miteinander verbunden. Trotzdem lohnt eine Nachkontrolle und ein Auftragen einer Nahtversiegelung.
  6. © SelbermachenGemeinsam Folie verarbeiten
    Für die Verarbeitung der Folienbahnen brauchen Sie mindestens einen Helfer. Wir raten dazu, die Folie vorab auf ihre grobe Länge vorzuschneiden, dadurch wird das anschließende Handling einfacher.
  7. © SelbermachenFolien zusammenbringen
    Handschweißgerät und Andruckrolle kennen wir schon aus der Verlegung der einzelnen Vliesbahnen. Sie eignen sich auch für das Zusammenbringen der Folie an kniffligen Stellen.
  8. © SelbermachenFolie anbringen und festtackern
    Verlegt wird die Folie senkrecht, also parallel zu den Sparren. Wir ließen die erste Bahn nur bis zur Kehlbalkenlage durchlaufen, um uns das Herumführen um die beiden Hölzer zu erleichtern. Tackern Sie die Folie an mindestens zwei Punkten fest.
  9. © SelbermachenDie Folien sind verlegt.
    Die Folie ist fast verlegt, und Rohre wie Teichfilter warten schon auf ihren Einsatz. Wie der Einbau funktioniert, das Sonnendeck gebaut und der Schwimmteich fertiggestellt wird, lesen Sie im zweiten Teil.
  10. © SelbermachenFolie an Sparren fixieren
    Von diesen beiden ersten Fixpunkten fangen Sie an, die Folie nach unten zu ziehen und dort an den Sparren zu fixieren. Achten Sie in etwa auf das Lot. Ziehen Sie die Folie dabei keinesfalls auf Spannung!
  11. © SelbermachenÜberschuss hängen lassen
    An den Übergängen zu den Giebelwänden lassen Sie genügend Folie für den Anschluss mit der „Raupe“ hängen.
  12. © SelbermachenRaupe von der Rolle verarbeiten
    Die „Raupe“ verarbeiten Sie von der Rolle. Bringen Sie den Klebewulst dem Verlauf und der Flucht der Sparren nach zuerst auf die Giebelwand auf und drücken Sie ihn fest an. Die Schutzfolie bleibt noch auf den Klebewülsten.
  13. © SelbermachenFolie auf den Kleber drücken
    Dann ziehen Sie die Schutzfolie nach und nach ab und drücken die Folie fest auf den Kleber. Ganz wichtig: Bilden Sie dabei eine sogenannte „Tasche“, das heißt, drücken Sie die Folie leicht hinter die Sparrenvorderkante, damit sie auf keinen Fall auf Spannung verklebt wird.
  14. © SelbermachenFolie in der Mitte tackern
    Ist die Folie fixiert, setzen Sie mit dem Tacker die restlichen Klammern mit einem Abstand von etwa 40 cm.
  15. © SelbermachenFolie zuschneiden und zwischen Kelhbalken tackern
    Weil die Zwischenräume der zangenartig angeordneten Kehlbalken schwierig zu erreichen sind, haben wir jeweils ein Stück Folie passend zugeschnitten und vorab dort angetackert. Lassen Sie die Passstücke unten und oben ein paar Zentimeter über die Kehlbalken überstehen, damit eine Überlappung mit den Folienbahnen entsteht.
  16. © SelbermachenFolie abschneiden
    Führen Sie die Folienbahnen von allen Seiten an die Kehlbalken heran und schneiden Sie sie mit dem Cutter sauber um das Holz herum ab.
  17. © SelbermachenErste Hälfte des Klebebands befestigen
    Scheiden Sie ein Stück des orange Klebebandes ab, entfernen Sie zunächst nur eine Hälfte der rückseitigen Schutzfolie und drücken Sie die Klebefläche auf den Folienrand.
  18. © SelbermachenZweite Hälfte des Klebebands fest andrücken
    Erst dann ziehen Sie die zweite Hälfte der Schutzfolie ab und drücken die Klebefläche sorgfältig und fest gegen das Holz.
  19. © SelbermachenKlebeband einschneiden
    Auch hier müssen Sie für den Übergang von senkrechter zu waagerechter Holzfläche das Klebeband einschneiden. Schneiden Sie nur so weit wie unbedingt nötig und drücken Sie das Band fest an Holz und Folie an.
  20. © SelbermachenHorizontal verkleben
    Sind die beiden senkrecht verlaufenden Klebebänder verklebt, folgen die horizontalen. Hier gilt die gleiche Vorgehensweise. Vorsicht mit dem Cutter, damit nichts einreißt!
  21. © SelbermachenFertig abgedichtete Kehlbalken
    So sehen fertig abgedichtete Kehlbalken- Durchdringungen aus. Es gilt: Lieber ein Band mehr kleben, als eine Leckage riskieren
  22. © SelbermachenKlammerreihe abkleben
    Auch die vielen Tackerklammern reißen kleine Löcher in die Dampfbremsfolie. Vom Hersteller Knauf ist es nicht gefordert, aber wir haben trotzdem mit dem weißen Klebeband einmal die Klammerreihe auf jedem Sparren abgeklebt – sicher ist sicher!
  23. © SelbermachenÜbergang zur Bodenschalung abdichten
    Analog zum Anschluss der Folie an die Giebelwände muss auch der Übergang zur Bodenschalung abgedichtet werden. Hier kommt ebenfalls die „Raupe“ zum Einsatz: Kleben Sie sie zunächst auf das Holz, ziehen Sie die Schutzfolie ab und drücken Sie die Folie auf die Klebewülste.
  24. © SelbermachenTaschen mit Folie bilden
    Wie bei den Giebeln auch bilden Sie hier die „Taschen“ in der Folie, um eine zu große Spannung zu vermeiden. Den Überstand der Folie müssen Sie nicht unbedingt abschneiden, er verschwindet nachher sowieso hinter dem Drempel.
  25. © SelbermachenKreuzweise an den Fenstern einschneiden
    Wir haben der Einfachheit halber die Folie zunächst über die Dachflächenfenster durchgezogen. Um das Fenster an die Dachhülle anzuschließen, schneiden Sie die Folie kreuzweise über dem Fenster ein. Schneiden Sie beim ersten Schnitt nicht zu groß, . . .
  26. © SelbermachenFolienüberstand stehen lassen
    . . . sondern arbeiten Sie sich an die Fensterkontur heran. Die Folienüberstände auf keinen Fall abschneiden.
  27. © SelbermachenFensterbegrenzung einsetzen
    Mit einer Span- oder OSB-Platte, die Sie auf Maß schneiden lassen, setzen Sie die untere und obere Fensterbegrenzung ins Sparrenfeld. Achtung: Setzen Sie die obere Platte waagerecht an, damit die Durchgangshöhe zum Fenster noch ausreicht. Die untere Platte montieren Sie in der Schrägen. Verschrauben Sie kleine Metallwinkel an Platte und Sparren, damit’s hält.
  28. © SelbermachenFolienreste festtackern
    Die Folienüberstände schlagen Sie nach innen und tackern sie an den Sparren und den Spanplatten fest.
  29. © SelbermachenSchornstein abdichten
    Wie bei allen Anschlüssen der Folie an einen porösen Untergrund, kommt auch beim Schornstein im Spitzboden die Kleberaupe zum Einsatz. Wir haben hier mit breiten Folienstreifen gearbeitet, die wir an die Dachhülle per Klebeband angeschlossen haben.
  30. © SelbermachenRohr abdichten
    Für Rohrdurchführungen hat Knauf spezielle Schürzen im Programm, die stufenlos an jeden Rohrdurchmesser angepasst werden können und einfach abgeklebt werden.
  31. © SelbermachenDirektabhänger für Metallprofile
    Die Direktabhänger, die bei uns die Untersparrendämmung und vor allem die CDProfile halten, werden flach geliefert. Biegen muss man selbst. Achtung: Verwenden Sie „Direktabhänger für Metallprofile“ – nicht die für Holzlatten!
  32. © SelbermachenDirektabhänger flach verschrauben
    Verschrauben Sie sie zunächst flach mit einer Schraube durch das mittige Loch in die Sparren. Maximaler Abstand: 40 cm.
  33. © SelbermachenDämmplatten anbringen
    Die 30 mm dicken Dämmmatten rollen Sie aus und drücken sie auf ganzer Länge auf die aufgebogenen Abhänger
  34. © SelbermachenMatte fixieren
    Um die Matten zu fixieren, biegen Sie die Abhänger wieder leicht zurück.
  35. © SelbermachenCD-Profile verschrauben
    Die CD-Profile verschrauben Sie durch beide Schenkel der Abhänger. Verwenden Sie dazu die mitgelieferten Knauf-Blechschrauben. Die Flucht halten Sie einfach dadurch, dass Sie die Schraublöcher abzählen und immer in der Profilmitte schrauben.

Filter sorgen für klares Wasser

Verschiedene Module passen sich den Gegebenheiten vor Ort an: Die Teichgröße, zu erwartende Nährstoffeinträge und Nutzungshäufigkeit bestimmen Anzahl und Auswahl.

Die „ProfiClear Classic“-Modulfilter von Oase lassen sich einfach in Reihe schalten (links). Grobe und feine Schwämme regeln die Wasserreinigung. An ihnen siedelt sich eine Mikroflora an, die Stickstoffverbindungen abbaut und für klares, algenfreies Wasser sorgt. Per Reinigungshebel und Spüldüsen werden die Schwämme gereinigt – das nährstoffreiche Wasser bewässert prima den Garten oder wird über die Dränageleitung versickert. Wichtig sind groß dimensionierte Durchlässe in der Filterkammer aus Beton-L-Steinen, damit die hohen Durchfluss mengen der Filter garantiert sind. Zum Teich hin müssen die Rohre mit Flanschen (rechts) exakt verschweißt werden, sonst entstehen leicht Undichtigkeiten.

Welche Teichfolie ist die Richtige?

Die Auswahl der Folie entscheidet maßgeblich über die spätere Optik: Je heller die Abdichtung, desto empfindlicher ist sie später auch in der Pflege!

Mit Folien kennt sich Jörg Baumhauer, Geschäftsführer der Firma re-natur, bestens aus. Hier erklärt er, worauf es ankommt: Zum Abdichten von Schwimmteichen eignen sich Kunststoffdichtungsbahnen aus FPO (Flexibles Polyolefin), PVC (Poly-Vinyl-Chlorid) oder EPDM (Synthesekautschuk). FPO ist besonders stabil, PVC ist am preisgünstigsten und beginnt bei ca. 12 Euro pro qm als Rollenware. Als Schutz vor mechanischen Beschädigungen kommt unter die Dichtungsbahn ein Geotextil (Vlies 330–500 g/qm). Die Verbindung der Bahnen erfolgt mit Heißluftgerät und Andruckrolle oder, vom Profi verwendet, mittels eines Heißluftautomaten. Ein Verschweißen der Abdichtung vor Ort hat den Vorteil, dass sie nahezu faltenfrei in das Becken eingebaut wird. Das erleichtert die späteren Pflegegänge sehr. Damit die Abdichtung stramm an den Beckenwänden anliegt, wird sie mit Verbundblechen (mit der Abdichtung beschichtete Metallstreifen) verschweißt. Die hier verbaute olivgrüne PVC-Folie ist unempfindlicher als helle Abdichtungen. Bei beigefarbenen Folien sieht man schon nach kürzester Zeit die Verschmutzungen, und eine regelmäßige Reinigung ist für einen guten optischen Eindruck unerlässlich. Zusätzlich gibt es für die FPO- und PVC-Abdichtungen eine Reihe von professionellen Durchdringun en für Schläuche, Rohre und Einströmdüsen.

Teil 2 unserer Schwimmteich Bauanleitung finden sie hier!

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