Springbrunnen selber bauen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Springbrunnen, Wasserspiel

Springbrunnen selber bauen

Wir haben das passende Springbrunnen-Modell für Sie. Denn: Erst das leise Plätschern bewegten Wassers im Garten macht die heimische Grünidylle perfekt. 

 
Selbstgebauter Springbrunnen © Chris Lambertsen
Selbstgebauter Springbrunnen

Alles im Fluss

Blauer Kies© SelbermachenIn der obersten der drei Schalen sitzt die Pumpendüse, die das ganze Spiel in Gang setzt. Sie ist so regulierbar, dass die Wasserfontäne innerhalb des Schalenrandes landet. Im Becken selbst werden die Pumpe, alle Schläuche und Leitungen sowie der Betonsockel durch eine Schicht blauen Glaskieses abgedeckt.

Springbrunnen bauen hört sich zunächst einmal nach schweißtreibender Arbeit, komplizierter Technik und aufwendiger Pflege an. Ist es aber nicht, wie unser kleines, aber feines Exemplar beweist. Ohne dass es selbst nach billiger Baumarktware aussieht, ist es aus Materialien zusammengestellt, die Sie alle problemlos und preiswert im Baumarkt bekommen. Der Clou: Tonschalen und Kupferrohre sind für die Pflege jederzeit wieder demontierbar!

Einfache Bauprinzip mit großer Wirkung

Pumpendüse© SelbermachenDas Bauprinzip ist simpel: Eine Mörtelwanne ist in das Erdreich eingegraben, beherbergt dort Pumpe und Wasser und bietet auch den drei Rohren nebst Schalen über einen eingebauten Betonsockel ausreichend Halt. Für einen würdigen Abschluss des Wannenrandes sorgen Klinkersteine, die Sie einfach rundherum auf eine Höhe in den Sand setzen. Farblicher Höhepunkt ist eine Schicht azurblauen Glaskieses, der innerhalb der Wanne sämtliche Technik, Schläuche und Unschönheiten abdeckt.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen dringenden Tipp geben: Planen und bauen Sie Ihren Springbrunnen erst, wenn Sie restlos alle Teile, Materialien und Teichtechnik wirklich beisammen haben. Wegen der geringen Größe und vor allem Tiefe des Objekts ist es nämlich ganz schwierig, während der Bauphase noch technische oder optische Korrekturen vorzunehmen.

Springbrunnen, spring!

Obwohl das Bauprinzip ganz einfach ist, gibt’s auch beim kleinsten Springbrunnen einige Knackpunkte. Generell haben wir die Konstruktion aus jeweils innenliegenden HT-Rohren (50 mm) und übergestülpten Kupferrohren (100 mm) gewählt, damit die Schalen und die Kupferrohre zum Winter und zur jährlichen eingehenden Reinigung jederzeit demontierbar bleiben, ohne die Gesamtstabilität zu beeinträchtigen. Die Stabilität der Kupferrohre erreichen Sie, indem Sie sie ganz in den Kies bis auf den Betonsockel eindrücken und dann innen mit Restkies auffüllen.

Übrigens: Um die Pumpe gerade bei kleinen Becken möglichst handlich zu halten, können Sie den serienmäßigen, aber voluminösen Kunststoff- Grobfilter entfernen. Dann müssen Sie die Pumpe allerdings unbedingt mit einem übergelegten Fliegengitter oder Lochblech vor dem feinen Glaskies schützen, sonst verstopft sie leicht!

Ebenfalls wichtig ist die Wahl des Klebers zum Verkleben von Tonschale und Kunststoff-Endkappen: Hier müssen Sie einen Montagekleber für nichtsaugende Materialien nehmen (Spiegelkleber), der die beiden sicher zusammenhält.

Springbrunnen selber bauen

  1. Zeichnung des WasserspielsZeichnung des Wasserspiels© T. Straszburger

    Zeichnung des Wasserspiels

    Alles im Fluss: In der obersten der drei Schalen sitzt die Pumpendüse, die das ganze Spiel in Gang setzt. Sie ist so regulierbar, dass die Wasserfontäne innerhalb des Schalenrandes landet.
  2. Loch aushebenLoch ausheben© Chris Lambertsen

    Loch ausheben

    Eine 80er-Mörtelbütt dient als Auffangbecken. Legen Sie sie umgedreht dorthin, wo der Brunnen später stehen soll und stechen Sie den auszuhebenden Kreis mit dem Spaten ab.
  3. Sand auffüllenSand auffüllen© Chris Lambertsen

    Sand auffüllen

    Das Loch heben Sie etwa 10 bis 15 cm tiefer aus, als die Bütt misst. So können Sie nämlich eine entsprechend dicke Sandschicht einbringen, die das Ausrichten erleichtert und den Brunnen vor Frostschäden schützt.
  4. Boden verdichtenBoden verdichten© Chris Lambertsen

    Boden verdichten

    Mit dem Stampfer verdichten Sie die Sandschicht sorgfältig, so dass sie später unter Last nicht mehr nachgibt.
  5. Höhe ausrichtenHöhe ausrichten© Chris Lambertsen

    Höhe ausrichten

    Stellen Sie die Bütt ins Loch und richten Sie sie in Waage und Höhe aus. Der Rand liegt etwa 3 bis 4 cm über Erdniveau.
  6. Estrichbeton anrührenEstrichbeton anrühren© Chris Lambertsen

    Estrichbeton anrühren

    Estrichbeton (zwei Säcke) mit Wasser in der Bütt anrühren. Das geht per Schaufel oder per Rührquirl und starker Bohrmaschine. Für die Aussparung für die Pumpe setzen Sie einen passenden Styroporblock ein.
  7. Rohre fixierenRohre fixieren© Chris Lambertsen

    Rohre fixieren

    Die drei zugeschnittenen 50er-HT-Rohre stellen Sie im gleichmäßigen Dreieck in den frischen Beton. Setzen Sie sie ins Lot und fixieren Sie sie mit Maurerschnüren, die zwischen Heringen gespannt werden.
  8. Quetschverschraubung für StromQuetschverschraubung für Strom© Chris Lambertsen

    Quetschverschraubung für Strom

    Für die Stromzufuhr zur Pumpe bohren Sie ein Loch in die Wandung und setzen eine wasserdichte Quetschverschraubung ein.
  9. Kupferrohr schneiden und entgartenKupferrohr schneiden und entgarten© Chris Lambertsen

    Kupferrohr schneiden und entgarten

    Die Kupferrohre mit Metallsäge auf Länge schneiden und die Schnittkante mit einer feinen Feile entgraten.
  10. Schlauch für Düse setzenSchlauch für Düse setzen© Chris Lambertsen

    Schlauch für Düse setzen

    Die Pumpe liegt in der Aussparung, der Schlauch zur Düse läuft einmal durch die Bütt, damit er nicht geknickt wird. Das zum Durchführen des Schlauchs nötige Loch im Rohr bohren Sie mit einem 20er-Fräsbohrer.
  11. Kupferrohr ausklinkenKupferrohr ausklinken© Chris Lambertsen

    Kupferrohr ausklinken

    Das längste Kupferrohr müssen Sie am unteren Ende ebenfalls ausklinken, damit der Schlauch durchgeführt werden kann.
  12. Loch in Schale bohrenLoch in Schale bohren© Chris Lambertsen

    Loch in Schale bohren

    Die obere Schale erhält mittig ein 20-mm- Loch für die der Düse. Beginnen Sie mit dem 6er-Glasbohrer und bohren in 2-mm-Schritten mit Steinbohrern bis auf 20 mm auf. Zum Anpassen eignet sich ein keramischer Schleifer.
  13. Kupferblech umwickelnKupferblech umwickeln© Chris Lambertsen

    Kupferblech umwickeln

    Die 100er-Abdeckkappen mit geriffeltem Kupferblech umwickeln.
  14. Schale abklebenSchale abkleben© Chris Lambertsen

    Schale abkleben

    Schalen und Abdeckkappen verkleben Sie mit Montagekleber.
  15. Düse aufsetzenDüse aufsetzen© Chris Lambertsen

    Düse aufsetzen

    Den durchgeführten Schlauch stecken Sie in die Düse, die Düse ins Loch und schon kann’s losgehen.

Ohne Technik geht´s nicht

Pumpe fürs Wasserspiel© SelbermachenEine kleine Wasserspiel-Pumpe („Aquarius“ von Oase, etwa 110 Euro) reicht aus, um das Spiel zu betreiben. Ist das Becken sehr klein, nehmen Sie den Kunststoff- Grobfilter ab, die Pumpe ist dann handlicher. Die Durchflussmenge ist nur an der Pumpe selbst regelbar, die Wasserspielhöhe jedoch über die Düse.

 

Artikel aus selber machen Ausgabe 06/2010. Jetzt abonnieren!
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren