Palisadenwände richtig stellen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Palisadenwände

Palisadenwände richtig stellen

Holzpalisaden sind beliebt, flexibel einsetzbar und zudem günstig. Doch sie müssen in Intervallen erneuert werden. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

 
Alte Palisadenwand © Chris Lambertsen
Alte Palisadenwand

Sind die Palisaden morsch? Spätestens wenn man einen Schraubendreher nahe dem Erdboden mit wenig Kraft in das Palisadenholz stechen kann, steht der Wechsel an.Durchgerotteter Pfahl© SelbermachenOb eine Holzpalisade lange durchhält, hängt größtenteils von der Erdbodenbeschaffenheit ab. Steht die Palisade auf sandigem Boden, so können sie eine Haltbarkeitsdauer von zehn bis 15 Jahren haben. Ist der Boden lehmig, so kann dies bereits nach fünf Jahren ein Durchrotten und damit den Wechsel bedeuten.

Palisadenwände auswechseln

Irgendwann wird auch das härteste Palisadenholz von der Erdfeuchte angegriffen, vielleicht sogar komplett durchfressen. Die einzige Lösung heißt dann: Auswechseln. Doch Knackpunkt bei dieser Arbeit ist, die Palisade exakt gerade auszurichten. Das klingt leichter, als es ist. Dabei hilft es, bereits im Baumarkt möglichst gerades Palisadenholz zu kaufen. Prüfen Sie dazu jedes Stück einzeln, indem Sie über die Länge schauen und es dabei drehen. So werden Sie grobe Holzfehler aussortieren können. Ein Zeitaufwand, der sich später auf jeden Fall rechnet!

Palisadenwände ausrichten

Beim Palisadenstellen selbst muss dann peinlich genau darauf geachtet werden, dass die Reihe gerade ausgerichtet ist. Jeder Fehler multipliziert sich! Stellen Sie also jeden Pfosten mit Hilfe der Wasserwaage auf, und achten Sie auf die entstehende Fuge zum nächsten Element. Ist sie ungleichmäßig, versuchen Sie, den Pfosten so zu drehen, dass sich die Fuge schließt. Ein Tipp zum Schluss: Nicht immer ist ein Betonbett nötig, so dass bis zur (sichtbaren) Höhe von 40 cm auch ein Drahtzaun die Palisade zusammen- und sie somit dem Erddruck standhält.

Palisadenwände richtig stellen

  1. Palisaden mit StützfunktionPalisaden mit Stützfunktion© Tillman Straszburger

    Palisaden mit Stützfunktion

    Palisaden mit Stützfunktion werden sowohl aus statischen wie aus optischen Gründen immer mit einer Neigung von etwa zwei Grad gegen den Hang eingebaut. Das wirkt dem Eindruck entgegen, die Stützmauer würde kippen.
  2. Alten Palisaden freigelegenAlten Palisaden freigelegen© Chris Lambertsen

    Alten Palisaden freigelegen

    Zu Beginn der Arbeiten werden die alten Palisaden freigelegt. Vorher alle störenden Pflanzen mit Band hochbinden.
  3. Palisaden seitlich losschlagenPalisaden seitlich losschlagen© Selbermachen

    Palisaden seitlich losschlagen

    Mit einem schweren Hammer die Palisaden seitlich losschlagen und per Hand unter vorsichtigem Rütteln nach oben herausziehen.
  4. Graben verbreiternGraben verbreitern© Chris Lambertsen

    Graben verbreitern

    Da die neuen Palisaden rückseitig eine Kiesdrainage erhalten, muss der Graben nach vorne verbreitert werden (hier eine Steinbreite).
  5. Erdreich aushebenErdreich ausheben© Chris Lambertsen

    Erdreich ausheben

    Das Erdreich mit dem Spaten ausheben und zu der Einbautiefe noch die Kiesschichtdicke (10–20 cm) der Drainage berücksichtigen.
  6. Grabenboden ebnenGrabenboden ebnen© Chris Lambertsen

    Grabenboden ebnen

    Der Grabenboden wird mit dem Spaten geebnet. Beachten Sie, dass die Grabenwände exakt gerade und nicht schräge (v-förmig) sind.
  7. Jies auffüllenJies auffüllen© Chris Lambertsen

    Jies auffüllen

    Kies der Dimension 0/32 wird mit der Schiebkarre 10 cm tief bei sandigem, 20 cm tief bei lehmhaltigem Erdreich eingeschüttet.
  8. Erste Palisade ausrichtenErste Palisade ausrichten© Chris Lambertsen

    Erste Palisade ausrichten

    Die erste Palisade ausrichten, von einem zweiten Helfer Sand einschaufeln lassen, den Sand dann mit einem Hammer feststampfen.
  9. Mit der Wasserwaage kontrollierenMit der Wasserwaage kontrollieren© Chris Lambertsen

    Mit der Wasserwaage kontrollieren

    Jeder Pfosten wird mit der Wasserwaage kontrolliert, da sich bereits kleinste Fehler multiplizieren und die Wand schräg verlaufen lassen.
  10. Palisaden auf eine Höhe bringenPalisaden auf eine Höhe bringen© Chris Lambertsen

    Palisaden auf eine Höhe bringen

    Mit einem Klopfholz (Restabschnitt) und einem Hammer (mit Gummischutz) wird die Palisade auf eine einheitliche Höhe gebracht.
  11. Kunststofffolie nagelnKunststofffolie nageln© Chris Lambertsen

    Kunststofffolie nageln

    Eine Kunststofffolie zwischen Erdreich und Palisade genagelt, verhindert, dass Sand durch die Palisadenzwischenräume rieselt.
  12. Zaun anbringenZaun anbringen© Chris Lambertsen

    Zaun anbringen

    Da die Steinkante die Palisade vorne stützt, wird auf ein Betonfundament verzichtet. Ein Zaun hält dann die Palisade zusammen.
  13. Erdreich verdichtenErdreich verdichten© Chris Lambertsen

    Erdreich verdichten

    Die Palisade wird mit Kies hinterfüttert, mit Erdreich aufgefüllt und mit einem Hammerkopf leicht verdichtet.
  14. Fugen einschlämmenFugen einschlämmen© Chris Lambertsen

    Fugen einschlämmen

    Mit viel fließend Wasser und einem Besen wird Erdreich in die schmalen Fugen zwischen Pflaster und Palisade eingearbeitet beziehungsweise eingeschlämmt. Halten Sie dabei die Gartenschlauchdüse nie direkt in die Fugen, sondern benutzen Sie die Sprüheinstellung, als würden Sie mit einer Gießkanne arbeiten.
Artikel aus selber machen Ausgabe 07/2010. Jetzt abonnieren!
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