Sonos und Co.

Komplettlösung drahtlose Multiroom-Audio-Systeme

Fließt Musik wie Licht oder Strom durchs Haus und gehorcht sie dabei auch noch einer zentralen Fernbedienungs-App, dann ist ein drahtloses Multiroom-Audio-Systeme im Spiel. Sonos hat diese Produktkategorie vor etwa zehn Jahren erfunden, inzwischen bieten aber auch andere Hersteller solche Komplettlösungen an.

 
Drahtlose Multiroom-Audio-Systeme wie die von Sonos sind eine gute Komplettlösung © PR/ Sonos
Drahtlose Multiroom-Audio-Systeme wie die von Sonos sind eine gute Komplettlösung

Diese Multiroom-Audio-System-Geräte übertragen ihr Tonsignal per Funk, besitzen meist aber auch einen Netzwerk-Anschluss für LAN-Kabel. Das Einrichten ist denkbar einfach. Doch einen Hacken haben diese Systeme: Sie sind meist relativ teuer.

Doch entscheidet man sich für eines dieser Systeme, wird der Hörgenuss groß sein.

Geschlossene Gesellschaft

Die Vertreter der Königsklasse haben eines gemeinsam: Sie dulden keine anderen Marken neben sich. Mit der Entscheidung für den ersten Lautsprecher legt sich der Käufer auf einen Hersteller fest.

Einzige Ausnahme: der offene Standard AllPlay. Allerdings bietet der auch weniger Möglichkeiten als geschlossene Herstellersysteme, weil sich die Anbieter auf einen gemeinsamen Nenner einigen müssen. Besondere Extras wie drahtlose Surround-Lautsprecher bleiben da auf der Strecke, von einheitlicher Bedienung ganz zu schweigen.

Bei allen Multiroom-Audio-Systemen lohnt ein Blick aufs Sortiment. Denn Funklautsprecher gibt es immer, aber nur wenige Hersteller bieten Akku-Modelle fürs kabellose Musikhören auf dem Balkon und Terrasse (Bose, Denon). Drahtlose Subwoofer (Sonos) oder große Standboxen (Raumfeld) sind auch die Ausnahme.

Auswahlkriterien für ein Multi-Room-System

Genauso wichtig: Welche Streaming-Dienste unterstützt die Anlage und wie gelangt die Musiksammlung von einem Computer oder NAS-System auf die Player?

Manche Hersteller nutzen dafür Netzwerkfreigaben: Sie lesen die Audio-Dateien von der externen Festplatte ein und stellen einen Titelkatalog daraus zusammen.

Andere vertrauen auf Medien-Server. Das sind Programme, die Fotos, Videos und Musik verwalten, um sie anderen Geräten im Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Was ist ein Medien-Server?

Ein Server-Programm bringt Ordnung in die Musiksammlung und bietet sie sortiert nach Titel, Künstler oder Albumname den Abspielgeräten im Netzwerk an.

Es läuft auf dem Computer oder NAS-System und wird von vielen Multiroom-Audiosystemen als Musikquelle akzeptiert.

Typische Vertreter sind Asset UPnP und Twonky oder auch der Windows Media Player.

Die Systeme sind vielfältig

Formatfrage: Die Hersteller bieten Lautsprecher für große und kleine Räume an. Das Denon-System umfasst drei Modelle mit Stromanschluss (ab 300 Euro) und eines, das sich auch mit Akku betreiben lässt.

Formatfrage: Die Hersteller bieten Lautsprecher für große und kleine Räume an. Das Denon-System umfasst drei Modelle mit Stromanschluss (ab 300 Euro) und eines, das sich auch mit Akku betreiben lässt.

Kinoreif: Sonos bietet eine Heimkino-Lösung an, in der alle Lautsprecher drahtlos mit Ton versorgt werden. Zwei Play:1 (jeweils 200 Euro, links) dienen dabei als Surround-Boxen, die Playbar am Fernseher (700 Euro, rechts) gibt die vorderen Kanäle wieder. Hinzu kommt bei Bedarf ein Funk-Subwoofer (700 Euro). Andere Hersteller wie LG, Samsung oder Teufel haben zumindest drahtlose TV-Lautsprecher im Programm.Kinoreif: Sonos bietet eine Heimkino-Lösung an, in der alle Lautsprecher drahtlos mit Ton versorgt werden. Zwei Play:1 (jeweils 200 Euro, links) dienen dabei als Surround-Boxen, die Playbar am Fernseher (700 Euro, rechts) gibt die vorderen Kanäle wieder. Hinzu kommt bei Bedarf ein Funk-Subwoofer (700 Euro). Andere Hersteller wie LG, Samsung oder Teufel haben zumindest drahtlose TV-Lautsprecher im Programm.

Kinoreif: Sonos bietet eine Heimkino-Lösung an, in der alle Lautsprecher drahtlos mit Ton versorgt werden. Zwei Play:1 (jeweils 200 Euro, links) dienen dabei als Surround-Boxen, die Playbar am Fernseher (700 Euro, rechts) gibt die vorderen Kanäle wieder. Hinzu kommt bei Bedarf ein Funk-Subwoofer (700 Euro). Andere Hersteller wie LG, Samsung oder Teufel haben zumindest drahtlose TV-Lautsprecher im Programm.

Kombinierbar: Alle Multiroom-Lautsprecher von Sonos lassen sich paarweise als drahtlose Stereokombination betreiben und auf Wunsch mit dem Subwoofer des Systems verstärken – so auch der Play:5 für 400 Euro pro Stück.

Kombinierbar: Alle Multiroom-Lautsprecher von Sonos lassen sich paarweise als drahtlose Stereokombination betreiben und auf Wunsch mit dem Subwoofer des Systems verstärken – so auch der Play:5 für 400 Euro pro Stück.

 Über das AirPlay-Symbol im Kontrollcenter von iOS gelangen Sie in die Lautsprecherauswahl.Das AirPlay-Menü zeigt alle verfügbaren Musikempfänger. Antippen mit dem Finger genügt.

Klassisch: Die Lautsprecherpaare des Raumfeld-Systems von Teufel erinnern an HiFi-Boxen. Die Stereo Cubes (links, 500 Euro) und Standmodelle Speaker L (rechts, 1.500 Euro) sind über ein Kabel verbunden. Es gibt aber auch eine drahtlose Stereokombination.

Anschlussbox: Ein Netzwerk-Player verbindet die Stereoanlage mit dem Multiroom-System.

Anschlussbox: Ein Netzwerk-Player verbindet die Stereoanlage mit dem Multiroom-System. Er gibt sein Signal über Tonausgänge an den Verstärker weiter. Sind Endstufen integriert, lassen sich Lautsprecher auch direkt anschließen. Modelle wie der Heos Link von Denon (350 Euro) haben darüber hinaus Toneingänge. So können Sie Musik vom CD-Spieler oder UKW-Radio über das Multiroom-System hören.

Artikel aus selber machen Ausgabe 07/2015. Jetzt abonnieren!
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