Küchenblock für drinnen und draußen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Outdoor-Küche

Küchenblock für drinnen und draußen

Wer öfter kocht und im Sommer gerne einmal ein Barbecue auf der Terrasse veranstaltet, der ist mit diesem Küchenblock bestens bedient. Hier findet er alles, was zum Anrichten, Würzen und Servieren gehört.

 
 Küchenblock für drinnen und draußen © Chris Lambertsen, Tillman Straszburger

 

Das Zubereiten leckerer Mahlzeiten kann zuweilen in Arbeit ausarten. Wo Gemüse geputzt, Teig geknetet oder Fleisch zerkleinert bzw. weichgeklopft werden muss, freut sich jeder Hobbykoch, wenn ihm eine dafür geeignete Arbeitsfläche zur Verfügung steht. Und die können wir ihm mit diesem massiv gebauten Küchenblock anbieten.

Alles an diesem Möbel ist auf einen hohen Gebrauchswert ausgelegt: die vier kräftigen Beine aus massivem Buchenholz; die großen Holzräder, mit denen das Möbel bewegt werden kann; die Seiten- und die Rückwand aus wasserfest verleimtem Multiplex-Sperrholz; und die große, abnehmbare Tischplatte, die zwar im Laufe der Zeit Gebrauchsspuren aufweisen, aber allen Belastungen standhalten wird. 

Das gilt natürlich auch für die übrigen Bauteile des Küchenblocks, die entweder mit Holzdübeln und Leim oder aber ganz traditionell mit Fingerzinken, wie bei den Schubkästen und der Oberzarge erkennbar, verbunden werden. Materialliste herunterladen Besondere Aufmerksamkeit verdient auch das versenkbare, mit zwei Holzstopfen zu fixierende kleine Regal, in dem sich Gewürze, Zutaten und Küchenrollen unterbringen lassen. Wenn man den Küchenblock jedoch als Abstellfläche nutzen will, kann man das Regal bis auf das Tischplattenniveau absenken.
 
Erfahrene Selbermacher haben es sicher schon erkannt: Unser Küchenblock ist ein Möbel, bei dem uralte Verbindungstechniken, etwa mit Fingerzinken und Holzdübeln, wieder zu Ehren kommen. Das sieht nicht nur schön aus, es bringt auch konstruktive Stabilität. Das wichtigste Elektrowerkzeug für die millimetergenauen Zuschnitte ist eine leistungsfähige Tischkreissäge. Sie wird für die abgesetzten Zapfen an den Beinholmen ebenso benötigt wie zum Aussägen der Radschlitze und der Zinkenverbindungen bei den Schubladen. Falls die Schnitttiefe Ihrer Kreissäge nicht ausreicht (7,5 cm wären nötig), können Sie mit einem Fuchsschwanz nacharbeiten.

Auf den Arbeitsfotos sind die wichtigsten Schritte dargestellt, in denen das Möbel entsteht. Ebenso können Sie erkennen, welche Werkzeuge Ihnen zur Verfügung stehen sollten, damit Sie alles sauber und fachgerecht bearbeiten können.

Weitere Fotoinformationen, detailliertere Zeichnungen sowie eine genaue Stückliste finden Sie auf unserem großen Bauplan, den wir allen, die den Küchenblock selber nachbauen wollen, empfehlen möchten. Denken Sie aber bei der Materialauswahl daran, dass dieses Möbel nicht nur in der Küche, sondern manchmal auch im Freien eingesetzt wird. Eine wasserfeste Verleimung der Platten ist ebenso erforderlich wie die aller Verbindungen!

Schritt-für-Schritt Anleitung


Bauskizze herunterladen


1) Sicher führen kann man die Beine bei allen lotrechten Schnitten, wenn man sie bündig mit einer größeren Hilfsplatte zusammenspannt.

 

2) Mit dem Stecheisen und einem Klüpfel werden die Aussparungen, die die Räder aufnehmen, nach dem Zusägen sauber ausgestochen.
 
 
3) Der Schwingschleifer, mit 80er-Sandpapier versehen, ist richtig, um die Kanten der Tischbeine von Sägespuren zu befreien und zu glätten.
 


4) Mit Holzdübeln und wasserfestem Leim werden die beiden Korpus-Seitenteile verbunden, nachdem die Dübellöcher von Seitenwand und Unterzarge passend gebohrt sind.
 

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5) Holzdübel und Leim sorgen auch bei der Rückwand, dem Mittelboden und den unteren Querzargen für eine belastbare Verbindung zu den beiden zuvor verleimten Seitenteilen.

 


6) Die Zarge der Tischplatte oben wird zu einem Rahmen verleimt, bei dem Fingerzinken für Stabilität sorgen. Durch Messen der Diagonale prüfen, ob der Rahmen im Winkel ist.
 


7) Beim Gewürzregal, einem separaten Bauteil, muss erst die aufrechte Mittelwand mit dem Boden verleimt werden, dann der Zwischenboden und anschließend die Seiten.
 


8) Der Oberboden des Regals, der zugleich auch ein Teil der Arbeitsfläche ist, wird als letztes aufgeleimt. Nur die 20-mm-Rundhölzer für die Haushaltsrollen bleiben lose.
 


9) Die Schubkastenseiten sowie Vorder- und Rückfront werden auf der Tischkreissäge mit einer Nut versehen, in die der Boden eingeschoben wird. Griffloch ausbohren, abrunden.
 


10) Die Fingerzinken für die Schubfächer fertigt man auf der Tischkreissäge. Je ein Front- und Seitenteil, um 10 mm versetzt, zusammenspannen, Seitenanschlag verschieben.
 

 

11) Als Alternative zur Fingerzinken-verbindung bietet sich eine stumpfe Verleimung mit Holzdübeln (Schubfach links) an. Das macht weniger Mühe und sieht auch sehr gut aus.
 


12) Ein kratzfester Anstrich, zum Beispiel mit dem wasserverdünnbaren, matten Parkettlack von Histor, bewahrt das Möbel vor Schmutz. Die Oberfläche schleifen, ein- bis zweimal streichen.
 


13) Der stabile Handgriff dient zugleich auch als Aufhängemöglichkeit für Küchenutensilien. Zwei Holzstöpsel mit Kugelgriff, durch die Zarge und die Seitenwand gesteckt, sichern das kleine Gewürzregal in der Gebrauchs- und in der Ruheposition.

Bauskizzen zum Download

AufbauEckkonstruktion


 

Thomas Armonat
Fotos: 
Chris Lambertsen, Illustrationen: Tillman Straszburger
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