Von robusten Böden bis Arbeitsplatzbeleuchtung | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Büroräume clever einrichten:

Von robusten Böden bis Arbeitsplatzbeleuchtung

Büroräume erfordern hinsichtlich Böden, Mobiliar, Lichtmanagement und Farbwahl individuelle Sorgfalt. Um in einer konzentrationsfördernden Umgebung arbeiten zu können, müssen alle Elemente clever ausgewählt werden. Wir zeigen, worauf es ankommt!

 
Von robusten Böden bis Arbeitsplatzbeleuchtung © pixabay.com: Unsplash


Tipps zu Fußböden

Der Untergrund in einem Büro sollte in erster Linie eines sein: robust! Besonders Bürostühle mit ihren Rollen verlangen den Böden einiges ab. Ob schonende Unterlagen verwendet werden oder nicht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Denn die Belastung ist dennoch gegeben. Werden im Büro regelmäßig Geschäftspartner oder Kunden begrüßt, sollten die Räumlichkeiten gleichzeitig attraktiv und exklusiv erscheinen. Strapazierfähiger Laminatboden vom deutschen Hersteller Meister ist nicht nur kratzunempfindlich, stabil und antistatisch, sondern auch in diversen Designvarianten erhältlich. Neben verschiedenen Holznachbildungen werden Laminatprodukte verkauft, die Marmor-, Sandstein-, Fliesen- oder Schieferböden täuschend ähnlichsehen. Wer es nicht weiß, wird das Imitat nicht erkennen. Mit derartigen Nachbildungen muss auf den schicken Look von kostspieligen Materialien wie Marmor oder Schiefer nicht verzichtet werden, ohne dafür ein Vermögen auszugeben. Gleichzeitig gibt es geschmackvolle Laminatlösungen aus unterschiedlichsten Hölzern wie Ahorn, Kirsche oder Eiche, die Räumen ebenfalls einen überaus stilvollen Charakter verleihen.
Grundsätzlich vereint Laminat folgende Vorteile:
 

  • vielfältige Designauswahl
  • leicht zu verlegen
  • robust
  • preiswert
  • pflegeleicht

Damit Laminat lange schön aussieht, sollte auf lichtechte Produkte vertraut werden. Eine Versiegelung mit Klarlack schützt die Dekorschicht, oft auch als Overlay bezeichnet, vor UV-Strahlung und verhindert das Verblassen des Designs. Außerdem ist mindestens die Nutzungsklasse (NK) 23 ratsam. Für den gewerblichen Bereich besser geeignet, sind NK 31 und NK 32. Da es bei Laminat zu einem höheren Trittschall kommen kann, als bei anderen Bodenbelägen, ist eine entsprechende Dämmung unverzichtbar.
Eine Alternative zu Laminat können Kork, Teppich und Linoleum sein. Die folgende Tabelle stellt die Vor- und Nachteile dieser drei Materialien gegenüber:

Mobiliar – Ergonomie ein Muss

Büromöbel müssen funktional, langlebig und stabil sein. Außerdem sollten sie keine gesundheitsgefährdenden Substanzen enthalten, um von einem gesunden Arbeitsplatz zu profitieren. Schreibtisch und Bürostuhl ist die größte Aufmerksamkeit zu schenken. Beides sollte eine gesunde Körperhaltung fördern und Verspannungen vorbeugen. Alles, was beim Schreibtisch wichtig ist, hat das Wohnmagazin Schöner Wohnen online zusammengefasst. Ein übersichtlicher Ratgeber zum Bürostuhl ist uns beim Bürobedarf-Fachhandel Printus aufgefallen. Darin heißt es unter anderem: „Das Body-Balance-Sitzgelenk ist die flexibelste Technik in Bürostühlen. Sie entkoppelt die starre Verbindung zwischen Drehstuhl-Untergestell und -Sitzfläche, wodurch das permanent bewegte Sitzen auf einem Schreibtischstuhl ermöglicht, beziehungsweise notwendig wird.“

Das Lichtmanagement im Büro

Das Lichtsystem im Büro sollte aus einer soliden Grundbeleuchtung und individueller Platzbeleuchtung bestehen, welche im Idealfall von indirekten Lichtquellen ergänzt werden. Die Grundbeleuchtung wird durch blendfreie Deckenleuchten mit warmweißer Lichtfarbe gewährleistet. Das Licht muss sich möglichst gleichmäßig über den gesamten Raum verteilen. Große Räume erfordern mehrere Deckenlampen.

Jeder Mitarbeiter sollte ergänzend über eine eigene Platzbeleuchtung verfügen. Sie ist ebenfalls blendfrei, muss aber im Gegensatz zur Grundbeleuchtung die Lichtfarbe Tageslichtweiß mit 5.300 Kelvin aufweisen. Sie fördert die Konzentration. Neutralweiß ist ebenfalls vorteilhaft, weist mit 3.300 bis 5.300 Kelvin aber oft weniger Intensität auf. Die Arbeitsplatzbeleuchtung darf keine unangenehmen Schatten auf dem Schreibtisch verursachen, muss zudem flimmerfrei sowie funktional sein. Flexible Einstellungen sind entscheidend. Reflektierende Oberflächen sollten in einem Büro gänzlich gemieden werden, da sie blenden und damit das Arbeiten stören.

 

Perfekte Farben für den Arbeitsbereich

Jede Farbe hat ihre individuelle Wirkung auf den Menschen. Während einige Farbnuancen aktivierende Eigenschaften haben, sorgen andere für Beruhigung oder regen den Appetit an.
Für Arbeitsräume können mehrere Farben in Frage kommen. Geht es zum Beispiel um die Einrichtung einzelner Arbeitszonen von Mitarbeitern, wo höchste Konzentration und Kreativität gefragt sind, wären die Farben Blau und Grün ideal. Während Blau klares Denken fördert, baut Grün Stress ab und regt zum Kreativsein an. Aber auch vereinzelte Akzente in Rot sind wirkungsvoll und unterstützen kreative Gedankengänge.

Für größere Flächen können sich neutrale Farben wie Weiß oder Creme eignen, weil sie Ruhe, Klarheit und Wohlbefinden begünstigen. Gelb ist stattdessen sehr gut für Besprechungsräume oder Ruhezonen, weil diese Farbe entspannend wirkt und die Harmonie positiv beeinflusst. Aber: zu üppig eingesetzt, kann gelb auch Aggressionen und Ängste schüren.

Fazit

Ein Büro lässt sich mit dem richtigen Arrangement aus Farben, Materialien, Möbeln und Licht in eine Arbeitsumgebung verwandeln, welche das produktive Arbeiten unterstützt. Während Böden robust und Möbel in erster Linie ergonomisch sein sollten, kommt es bei Farben und Licht auf die individuelle Wirkung an.
 
 
Fotos: pixabay.com: Unsplash (Bild 1 und 3), DWilliams (Bild 2), terimakasih0 (Bild 4)

 

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