Sidebord und Arbeitsplatz in einem selbst bauen | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Platzsparendes Mehrzweckmöbel

Schnell verwandelt - vom Sidebord zum Arbeitsplatz

Sie sind auf der Suche nach einem praktischen Möbel fürs geliebte Hobby, das wenig Platz braucht? Dann nehmen Sie doch dieses verwandelbare Sideboard. Es ist in minutenschnelle zu einem vollwertigen Arbeitsplatz ausgebaut. 

 
Platzsparendes Möbel: In minutenschnelle vom Sideboard zum Arbeitsplatz © Selbermachen Media
Platzsparendes Möbel: In minutenschnelle vom Sideboard zum Arbeitsplatz

Modelle bauen, Kleider nähen, Fotos sortieren oder Briefmarken und Münzen sammeln, nur ein paar Beispiele schöner Freizeitaktivitäten. Nur, wohin mit den Sachen, wenn Küchen- oder Esstisch gebraucht werden? Alles wieder in Kisten und Kartons laden und beim nächsten Mal wieder Stück für Stück hervorkramen?

Die Lösung für solche Probleme ist dieses Möbel mit großzügiger Arbeitsfläche, Ablageflächen auf und viel Stauraum in den Rollcontainern. Und wenn keine Zeit fürs Hobby bleibt oder der Raum anderweitig genutzt wird, entsteht mit wenigen Handgriffen ein schönes Sideboard, das sich unauffällig in jeden Wohnstil integriert.

Ein Tisch mit großer Klappe

Drei Teile, mehr gibt es bei diesem erstaunlich wandlungsfähigen Möbel nicht zu bauen. Zwei identische Container auf Rollen und, etwas aufwendiger zu fertigen, der Tisch mit ausziehbaren Stützen und einer Arbeitsfläche, die durch den Aufklappvorgang auf eine Tiefe von 80 cm wächst – bei gleichbleibender Breite von 130 cm.

19 Millimeter starke MDF-Platte ist das Baumaterial für die Hobbykommode. Die Verbindungen werden stumpf verleimt, die einfachste Art, zwei Platten miteinander zu verbinden. Dazu müssen die Kontaktflächen beidseitig plan sein.

Wenn in Ihrer Ausstattung eine Tischkreissäge fehlt, können Sie den exakten Zuschnitt der Platten getrost dem Holzhändler oder Baumarkt überlassen. Das gibt Ihnen die Gewissheit, dass beim späteren Zusammenbau alles passt.

Die Seiten des offenen Schranks bestehen jeweils aus drei Schichten. Die mittlere Lage schafft den Abstand für die ausziehbaren Stützen, Teppichklebeband auf der Oberfläche sorgt für etwas Luft. Die verbindenden Gelenke zwischen den beiden Platten, Spieltischscharniere, werden mittels Forstnerbohrer und Stechbeitel flächenbündig eingelassen.

Naturlook, Beize oder Lack?

Beide Container sind exakt gleich, das vereinfacht Zuschnitt und Fertigung. Die Einrichtung kann individuell bestimmt werden, die beiden Böden ruhen auf Trägern, die innerhalb einer Lochreihe in der Höhe verstellbar sind. Baumaterial ist wie bei dem Tisch die MDF-Platte, 19 Millimeter stark.

Die Platte ist zwar schwerer und teurer als die herkömmliche Spanplatte, doch lässt sie sich wegen ihrer hohen Dichte bedeutend bessser verarbeiten. Profile können direkt in die Platte gefräst werden.

Das Material selbst wird im Möbelbau häufig in naturbelassenem Zustand, durch Klarlack oder farblose Lasur geschützt, eingesetzt. Die Oberfläche kann wie massives Holz durch Beizen oder andere Formen der Oberflächenbehandlung nach Wunsch veredelt werden.

Die U-förmigen Stützbeine aus den Schrankseiten tragen die ausgeklappte, 40 Zentimeter tiefe Arbeitsplatte.

Die U-förmigen Stützbeine aus den Schrankseiten tragen die ausgeklappte, 40 Zentimeter tiefe Arbeitsplatte. (Für eine größere Ansicht, auf das Bild klicken.) 

Die Seiten des Schranks werden verleimt, lose eingelegte Distanzstreifen (weiß) halten den Raum für die beweglichen Stege der Stütz­beine frei.Die Stützbeine, aus zwei Stegen und dem Bein bestehend, werden verleimt und zur Kontrolle anstelle der Distanzstreifen in die Schrankseiten geschoben.

1.) Die Seiten des Schranks werden verleimt, lose eingelegte Distanzstreifen (weiß) halten den Raum für die beweglichen Stege der Stütz­beine frei.

2.) Die Stützbeine, aus zwei Stegen und dem Bein bestehend, werden verleimt und zur Kontrolle anstelle der Distanzstreifen in die Schrankseiten geschoben.

 In den Innenflächen der Seiten werden Schlitze gefräst, dort laufen später die Führungsdübel.Die Seitenwand und die Rückwand an den Verbindungsstellen mit Leim bestreichen.

3.) In den Innenflächen der Seiten werden Schlitze gefräst, dort laufen später die Führungsdübel. Ohne Oberfräse bohren Sie Loch an Loch und arbeiten mit Raspel und Feile nach.

4.) Die Seitenwand und die Rückwand an den Verbindungsstellen mit Leim bestreichen. In der Abbindezeit des Leims mit Zwingen fixieren und den Sitz mit Winkel kontrollieren.

Scharniere in beiden Tischhälften einlassen. Mit dem Forstnerbohrer vorarbeiten und mit dem Stechbeitel nacharbeiten. Beim Bohren leistet ein Bohrmobil gute Dienste.Die Tischplatte mit der Rückwand und den Seitenteilen verleimen.

5.) Scharniere in beiden Tischhälften einlassen. Mit dem Forstnerbohrer vorarbeiten und mit dem Stechbeitel nacharbeiten. Beim Bohren leistet ein Bohrmobil gute Dienste.

6.) Die Tischplatte mit der Rückwand und den Seitenteilen verleimen. Der zweite, klappbare Flügel wird erst nach dem Leimvorgang mittels der Scharniere angeschlagen.

Die Container vervollständigen den Arbeitsplatz

Die Seiten des Schranks werden verleimt, lose eingelegte Distanzstreifen (weiß) halten den Raum für die beweglichen Stege der Stütz­beine frei.In den Seiten der Container werden mit Hilfe einer Schablone die Bohrlöcher für die Bodenträger angezeichnet und gesetzt.

1.) Eine Seite offen, die andere geschlossen, mit den mobilen Containern zum Hobby auf Rädern.

2.) In den Seiten der Container werden mit Hilfe einer Schablone die Bohrlöcher für die Bodenträger angezeichnet und gesetzt.

Lenkrollen machen die Container beweglich. Deren Schraubplatten sitzen unter dem Bo­den, als Griff dient ein Alurohr.Oberflächen­veredelung: farblos für Verstärkung des Brauntons der MDF-Platte oder leicht getönt für kräftigen Rotanteil.

3.) Lenkrollen machen die Container beweglich. Deren Schraubplatten sitzen unter dem Bo­den, als Griff dient ein Alurohr.

4.) Oberflächen­veredelung: farblos für Verstärkung des Brauntons der MDF-Platte oder leicht getönt für kräftigen Rotanteil.

TEXT:Ulrich Weiß; FOTO: Selbermachen Media
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