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Inneneinrichtung

Den Räumen in Haus und Wohnung Charakter verleihen

Jeder möchte sich zu Hause wohlfühlen und nach der Arbeit gerne in eine Wohnung oder ein Haus kommen, das den eigenen Bedürfnissen gerecht wird. Viel wichtiger als etwa die Größe der Zimmer oder der Luxus bei der Ausstattung, ist eine gewisse Persönlichkeit bei der Gestaltung. Nur wenn die Räume Charakter haben, lädt man auch gerne Gäste ein und sieht die Wohnung nicht nur als Schlafstätte, sondern als Rückzugsort und Platz, an dem gerne Zeit verbracht wird.

 
Den Räumen in Haus und Wohnung Charakter verleihen © fotolia.de: Robert Kneschke (#171180159)

Wo die meisten Menschen zur Studienzeit oder in den ersten Arbeitsjahren vielleicht noch recht willkürlich einrichten, da die Wohnsituation zunächst nur eine temporäre ist, schauen sich viele etwa ab dem 30. Lebensjahr nach etwas Festem um – eine nette Wohnung oder vielleicht sogar schon ein kleines Reihenhaus oder Ähnliches. Damit sie sich hier wohlfühlen, ist es wichtig, dass die Räume von Anfang an, oder zumindest so schnell, wie möglich, eine Privatheit und Persönlichkeit ausstrahlen. Schließlich will man sich in seinem eigenen zu Hause auch wirklich „daheim“ fühlen. Aber wie lässt sich den Räumen echter Charakter verleihen? Dürfen Räume die Menschen, die in ihnen wohnen, widerspiegeln und tun sie das nicht sowieso automatisch? Und welche konkreten Dekorationsgegenstände sind zu empfehlen?

Wie bekommen Räume Charakter?

Ideen zum Einrichten 

In einer langweiligen Wohnung, die aussieht, als hätte man sie aus dem Möbelhaus übernommen, wohnen die wenigsten gerne. Aber wie kommt Charakter in einen Raum und was heißt das überhaupt?

Grundsätzlich lassen sich Räume als charakterlos bezeichnen, die mehrheitlich mit den Attributen „langweilig“, „kalt“, „unpersönlich“ und „konventionell“ beschrieben werden. Es sind Räume, die vielleicht nicht einmal schlecht oder günstig eingerichtet sind, die jedoch nichts über die in ihnen Wohnenden aussagen oder besondere unverwechselbare Merkmale aufweisen.

Womit auch schon der erste wichtige Punkt angesprochen wäre: Räume sollten sprechen und etwas ausdrücken. Da sie von den Bewohnern eingerichtet und gestaltet werden, drücken sie immer auch etwas über diese Bewohner aus – das lässt sich nicht vermeiden. Langweilige Räume lassen zwar nicht immer auf langweilige Bewohner, aber vielleicht auf wenig kreatives Geschick oder einen wenig ausgeprägten eigenen Geschmack schließen. Es gilt daher, sich zunächst verschiedene Fragen zu stellen:

  • Sollen die Räume etwas Bestimmtes aussagen?
  • Sollen die Räume eine ganz gezielte Stimmung ausstrahlen? Sollen sie also beispielsweise besonders gemütlich oder besonders modern oder künstlerisch wirken?
  • Sollen die Räume ein Thema widerspiegeln? Sollen alle Räume der Wohnung oder des Hauses nach diesem Thema gestaltet werden oder dürfen sich die Räume unterscheiden?

Erst, wenn ein gewisses Konzept beschlossen ist, können die Räume entsprechend gestaltet werden. Mit dem Ziel dagegen, einfach einmal Möbel kaufen zu gehen, die gut aussehen und anschließend die Räume auszugestalten, machen es sich viele unnötig schwer. 

Themen oder Stimmungen als Gestaltungsleitfaden

Sich ein bestimmtes Thema für einen Raum zu überlegen oder die Gestaltung nach einer Stimmung vorzunehmen, ist eine der sichersten und einfachsten Methoden. Denn jeder hat bestimmte Wünsche an ein Zuhause und stellt sich, wenn einmal genau darüber nachgedacht wird, eine bestimmte Wohnsituation vor. Die Gefahr beim Gestalten nach den eigenen Wünschen ist, dass die Räume hinterher zu persönlich werden. Gerade junge Menschen, die das erste Mal eine eigene Wohnung beziehen, tendieren dazu, sich voll und ganz auszuleben. Im Grunde ist dagegen nichts einzuwenden, unangenehm wird es nur dann, wenn die ersten Gäste kommen und sich über die Plüschtiersammlungen auf den Fensterbrettern oder Ähnliches amüsieren.

Ziel ist es also auch nicht, ein kleines Privatreich zu schaffen. Wer normalen sozialen Umgang pflegt, sollte den Spagat zwischen Charakter und Gastfreundlichkeit schaffen. Die Bewohner sollten sich zwar noch etwas wohlerfühlen, als die Gäste, da sie die Räume schließlich jeden Tag sehen. Dennoch sollte sich keiner für seinen Einrichtungsstil rechtfertigen müssen. Auch wenn dieser Punkt etwas übertrieben klingen mag, kann er doch bei Gestaltungsentscheidungen helfen und sollte berücksichtigt werden.
Ansonsten ist bei der Wahl der Themen oder Stimmungen im Grunde alles möglich. Am besten werden eigene Interessen abgesucht: Wo halte ich mich selbst gerne auf? Welche Poster oder Bilder haben mir schon immer gefallen? In was für einer Umgebung möchte ich jeden Tag aufwachen? Leitgedanken dieser Art helfen bei der Gestaltungsfindung.
Themen können zum Beispiel sein:

  • Die fünf Elemente nach Feng Shui (Feuer, Erde, Metall, Wasser, Holz)
  • Natur (Wald, Meer, Felder, Wiesen, Blumen, Tiere usw.)
  • Filme, Bücher, Comics, Spiele
  • Kunst
  • Bestimmte Zeitepochen und ihre jeweiligen stilistischen Merkmale

Genannte Themen sind nur erste spontane Eingebungen und sollen als Anregung dienen. Auch hier gilt, sich in speziellen Fällen zurückzunehmen und mitunter subtil zu gestalten. Comicfans würden vielleicht am liebsten alle Räume mit ihren Postern tapezieren und Actionfiguren auf allen Ablagen platzieren. Andere nehmen das Hobby aber vielleicht als kindisch war oder verstehen das Konzept nicht, weshalb eine derartige Gestaltung vielleicht nur im Arbeitszimmer oder einem anderen bestimmten Raum erfolgen sollte. Persönlichkeit zu zeigen ist immer gut, im Zweifel kann dazu aber der Rat eines Zweiten und Dritten nie schaden.
 

Dekoration und Kunstwerke selbst machen

Kunstwerke und Dekorationsgegenstände sind in jedem Fall ein wichtiger Teil der Einrichtung, weil den Räumen dadurch schnell ein bestimmter Charakter verliehen werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es hochwertige Drucke oder teure Dekorationsgegenstände aus Luxusboutiquen sind. Wichtiger ist vielmehr, dass diese zusammenpassen und als einheitlich wahrgenommen werden – sei es nur in einem bestimmten Raum oder über die gesamte Wohnung hinweg.

Wer sich bei der Wahl dieser Dekoration und beim Kauf schwertut, kann selbst aktiv werden und die Deko eigenhändig gestalten. Natürlich ist nicht jeder als Künstler und mit einer kreativen Hand zur Welt gekommen. Das muss aber auch gar nicht sein, denn im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen auf diversen Websites zum Selberbasteln und Gestalten, die auch jeder Laie versteht und umsetzen kann. Die einfachsten Dinge sehen oftmals am besten aus. Denn schlicht heißt nicht immer charakterlos – im Gegenteil. Genau da macht das Selbstgemachte meist besonders viel her: Es strahlt mehr Persönlichkeit aus, als viele gekauften Dinge.

Geborgenheit in Wohn- und Schlafräumen schaffen

Räumen Gemütlichkeit verleihen 

Der eine möchte seine Zimmer besonders modern gestalten, der andere vielleicht lieber retro, der eine möchte, dass es cool aussieht, der andere bevorzugt es nett und harmonisch. Und doch haben die meisten Menschen eine Sache gemein: Wie auch immer die Räume eingerichtet werden, sie sollen am Ende eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlen. Denn niemand kommt nach dem Arbeiten nach Hause und legt sich in einer kalten und ungemütlichen Stimmung gerne auf die Couch.

Bei solchen Decken und Kissen fühlt sich auch das Haustier wohl.

Für das Gefühl von Geborgenheit und Wärme, das jeder zu Hause gerne spürt, existiert sogar eine eigene Bezeichnung: Das Cocooning. Der Begriff wurde von der Trendforscherin Faith Popcorn geprägt und erklärt sich im Grunde von selbst: Es geht darum, sich zu Hause einzumummeln, sich wie „in einen Kokon einzuspinnen“ und sich einfach nur Ruhe und Entspannung mit einfachen Dingen in den eigenen vier Wänden zu gönnen. Egal ob Sommer oder Winter – das Zuhause kann mit den passenden Einrichtungsgegenständen zum gemütlichen Rückzugsort werden.
Genau das ist in der hektischen und vernetzten modernen Zeit besonders wichtig. Denn oftmals gibt es derlei Ruheoasen vor allem in Großstädten kaum noch. Manche Menschen genießen es dann zum Beispiel so richtig, wenn sie einmal in einem leeren Kinosaal in aller Dunkelheit und Anonymität einen Film genießen können. Oder wenn sie auf der Autobahn nachts ohne viel Verkehr fahren. Öffentliche Bereiche dagegen sind oftmals überlaufen, laut und überfordernd. Gerade das Zuhause bekommt dann eine wichtige Funktion als Schutzraum und Ort der Ruhe und Geborgenheit.

Farben und Beleuchtung

Diese Ruhe und Geborgenheit entsteht nicht von selbst. Sie muss im Zuge der Raumgestaltung durch bestimmte Mittel geschaffen werden. Ein erster Schritt ist es, passende Farben auszuwählen, die einem selbst gut tun, die einem gefallen und in deren Klima und Ausstrahlung man sich wohlfühlt. Wer das Ganze auf spirituelle Weise angehen möchte, kann dies gerne tun. Farbratgeber nach dem Feng-Shui-Prinzip, können hier weiterhelfen. Das Ganze kann aber auch ganz pragmatisch gesehen werden: Eine bestimmte Farbe gefällt auf einer ästhetischen Ebene, also sorgt sie für gute Laune. Entsprechende Farbtöne sollten dann etwa als

  • Wandfarbe
  • für Vorhänge
  • Decken
  • Kissenbezüge
  • Kerzen
  • Teppiche
  • Bilder(rahmen)
  • usw

als Orientierung dienen. Wer absolut keine Ahnung hat, zu welchen Farben er greifen kann, macht mit warmen Farben, wie Rot, Braun, Orange, Gelb nichts falsch, weil sie in der Regel mehr Gemütlichkeit ausstrahlen, als kalte Farbtöne, wie etwa Blau und helles Grün. Für die persönliche Note genügt es manchmal auch, nur einzelne farbige Akzente zu setzen und die Wände selbst kreativ zu gestalten.
Auch bei der Beleuchtung gilt: Grelles blaues, grünes und weißes Licht sorgt für Ungemütlichkeit. Dunkle Lampenschirme in Rot oder Gelb dagegen und eine etwas wärmeres Licht spendende Birne oder Röhre verleihen dem Raum sofort ein angenehmes Ambiente.
 

Empfehlenswerte Wohlfühl-Materialien

Fast genauso wichtig für die Wohlfühl-Atmosphäre sind auch die Materialien, die vor allem für die Möbel und deren Ausstattung ausgewählt werden. Je nach Jahreszeit sind natürlich unterschiedliche Materialien zu empfehlen. Für den späten Frühling, wenn es wärmer wird, sowie für Sommer und Frühherbst empfehlen sich für Decken und Kissen leichte Wolle oder Textilien wie Leinen und Seide, die einerseits einen natürlichen Look ausstrahlen und andererseits auch bei Wärme angenehm auf der Haut liegen. Möbel und Deko-Gegenstände aus Naturholz, Korb und Rattan unterstützen den natürlichen Charakter der Jahreszeit und schaffen eine exotische Wohlfühlatmosphäre.

Bei kälteren Temperaturen und an weißen Wintertagen muss es natürlich besonders kuschelig sein. Dafür genügen nicht nur eine indirekte Beleuchtung und warme Farben. Vielmehr empfehlen sich für Kissen und Decken etwa Bezüge aus Wolle. Ein dicker Teppich in Fell-Optik wärmt die Füße und lädt zum Entspannen im Wohnzimmer ein. Insgesamt sollte auf grobe Strickmuster und weiche Materialien geachtet werden. Wer sich Kaschmir leisten kann, darf zugreifen – nicht nur als Schal oder Pullover macht sich das Material gut – auch Decken aus Kaschmir wärmen wunderbar, sind dennoch atmungsaktiv und bringen einen daher nicht ins Schwitzen.
 

Zimmerpflanzen

Warum Pflanzen gut für das Raum- und Wohlfühlklima sind

Wer Zimmerpflanzen als altmodisch oder gar uncool bezeichnet, macht sich entweder selbst etwas vor oder hinkt ästhetisch und gesundheitlich hinterher – denn Zimmerpflanzen und Indoor-Gärten sind nicht nur aktueller denn je, sie verbessern tatsächlich die Raumluft und wirken sich somit sogar direkt auf das körperliche Wohlbefinden aus. 


Zimmerpflanzen werten Räume optisch und klimatisch auf.

Drachenbäume, Efeututen, Schusterpalmen, Ficus oder der Baumfreund machen in Räumen viel her und verleihen ihnen schnell Charakter, kommen aber dennoch mit wenig Pflege aus. Die Auswahl hängt dabei zum einen vom persönlichen Geschmack, zum anderen aber natürlich auch vom Platz- und Lichtangebot in den entsprechenden Räumen ab.

Abgesehen von der Optik spielt für jene, denen es vor allem um ein gutes Raumklima und eine gesunde Atmosphäre geht, auch die ganz bestimmte Art der Pflanze eine Rolle. Denn Grün sind sie eigentlich alle und nach Natur sehen sie immer aus. Dennoch ist es im Winter mitunter ganz praktisch, eine oder mehrere Pflanzen in den Räumen zu haben, die für gute Luft sorgt, da tendenziell mehr Zeit Zuhause verbracht wird, als im Sommer. Zudem trocknet die Heizungsluft die Schleimhäute aus und es drohen schneller Erkältungen. Hier kommen Pflanzen ins Spiel, die wie Luftbefeuchter wirken und damit das Risiko für die typischen Winterkrankheiten senken, da das Immunsystem nicht so schnell geschwächt werden kann.

Im Gegensatz zu technischen Geräten, geben Pflanzen einen keimfreien Wasserdampf ab: Im Schnitt sind es ganze 90 Prozent des Gießwassers, die wieder zurück an die Raumluft abgegeben werden. Auf Platz eins der Luftbefeuchter liegt dabei das Zyperngras, eine tropische Sumpfpflanze, die ständig bewässert sein sollte. Pflanzen filtern zudem auch Schadstoffe aus der Luft, was bei normalem Lüften nicht in gleichem Maße vonstattengeht. 
 

Räume mit Zimmerpflanzen gestalten

Gerade in Kombination mit besonderen Gefäßen für die Pflanzen, laden diese zum kreativen Gestalten oder Ergänzen der Räume ein. Dadurch, dass es diese Gefäße quasi in allen Farben und unterschiedlichen Designs gibt, können sie fast jedem Raum, jedem Thema und jeder Stimmung entsprechend integriert werden.

Gerade in Innenräumen sollten die Pflanzengefäße natürlich keine Löcher haben und besser auf großen Untersetzern stehen, damit kein Wasser ausdringen und Parkett oder Teppich ruinieren kann. Die Gefäße müssen dann aber umso häufiger auf überschüssiges Wasser untersucht werden, da die Wurzeln sonst schnell anfangen können zu faulen. Schnell wandelt sich dann das Raumklima in ein schlechtes und die Pflanze muss schlimmstenfalls entsorgt werden.

Generell sollte bei der Gestaltung vor allem auf die Pflanzenhöhe und die Gefäßform geachtet werden. Passen sie nicht zueinander, sieht es schnell albern aus. Platziert werden können sie, dem Charakter eines Raumes entsprechen, übrigens an den verschiedensten Orten. Große Pflanzen machen sich als Raumteiler gut oder als Sichtschutz, kleinere eignen sich für eine Wandbegrünung oder etwa als Hängedekoration vor den Fenstern.

 
Die richtige Pflege für Zimmerpflanzen

  • Generell sollten Zimmerpflanzen dann gegossen werden, wenn das Substrat ausgetrocknet ist. Je nach Jahreszeit, Pflanzenart, Topf- und Pflanzengröße und Standort benötigt eine Pflanze mehr oder weniger Wasser. Im Winter braucht sie natürlich weniger, als in wärmeren Jahreszeiten.
  • Mittel auf Ölbasis helfen gegen Woll- und Schildläuse. Spinnmilben lassen sich meist einfach abwaschen.
  • Beim allgemeinen Staubwischen sollten auch die Pflanzen abgestaubt werden. Denn die Ablagerungen erschweren die Fotosynthese der Pflanzen.
  • Welke Blätter sind immer sofort zu entfernen, denn sie sehen nicht nur unschön aus, sie sind auch eine Brutstätte für Schädlinge und Pilze.

 

Raumcharakter durch gutes Design 

Designklassiker


Der Eames Chair ist ein Designklassiker, der sogar einem leeren Raum Charakter verleiht. Allerdings hat er seinen Preis. Doch günstige Alternativen finden sich immer wieder.

Auf Designklassiker ist meistens Verlass – sei es bei Autos, bei der Kleidung oder eben auch bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen. Wer also Probleme damit hat, der Wohnung einen eigenen Charakter zu verleihen, kann auf den altbewährten Trick zurückgreifen und mit Designklassikern Geschmack beweisen. Natürlich sollten keine Dinge gekauft werden, die nicht auch den persönlichen Geschmack treffen.
Gerade im Bereich der Sitzmöbel haben sich im 20. und 21. Jahrhundert schon einige Klassiker etabliert, mit denen man nichts falsch machen kann – außer, dass bei dem ein oder anderen Stück etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. Für fast alle Designklassiker gibt es aber auch günstigere Alternativen, die nicht unbedingt als Duplikate oder Kopien betrachtet werden müssen. Designer beeinflussen sich immer gegenseitig und Stile fließen ineinander über. Es muss also nicht immer unbedingt ein originaler „Egg Chair“ oder „Eames Chair“ sein. Auch Modelle, die bei IKEA & Co. erhältlich sind, stammen von fähigen Gestaltern und können Räumen Charakter verleihen.
 

Möbel und Dekoration passend kombinieren

Viel entscheidender ist es, die Möbel und die Einrichtung und Dekoration passend zu kombinieren. Wie schon bei den Zimmerpflanzen ist es auch bei Designklassikern und allen anderen Einrichtungsstücken wichtig, dass sie zum Raumklima, zu der gewählten Stimmung oder zum Thema passen. Die beiden entscheidenden Stichworte lauten dabei: Form und Farbe. Dann erst spielen die Materialien eine Rolle. Denn zunächst ist es wichtig, dass die Farbe der Möbel sich nicht etwa mit den Wänden oder dem Teppich beißt. Außerdem sollten sie nicht zu kantig sein, wenn die Wohnung ansonsten eher eine organische Atmosphäre ausstrahlt indem die Blumentöpfe, Vasen, der Teppich und der Spiegel beispielsweise alle rund oder oval sind.

Schließlich kommt auch das Material ins Spiel, bei dem allerdings Ausnahmen gemacht werden können. Ein Ledersofa kann durchaus auch mit einem stoffbezogenen Sessel und einem Sofatisch aus Glas kombiniert werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, nicht zu viele Materialien zu bunt zu mischen. Gerade Leder in Kombination mit extremen Farbtönen und etwa Kissen mit Pailletten oder Federn, wirkt schnell kitschig und geschmacklos.

Insgesamt gilt trotz allem, dass auch einmal etwas gewagt werden kann. Solange einige Grundregeln eingehalten werden, ist es besser, beim Versuch, den Räumen Charakter zu verleihen, etwas zu viel, als zu wenig zu machen. Wer dann feststellt, dass er es übertrieben hat, kann immer noch wegnehmen, nachbessern und abspecken.
 

 

Fotos: 
Abbildung 2: fotolia.de © Robert Kneschke (#139924497) Abbildung 3: fotolia.de ©Africa Studio (#108318973) Abbildung 4: fotolia.de ©Photographee.eu (#169898915) Abbildung 5: fotolia.de ©3DArt (#5284348
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