Rustikale Garderobenleiste aus Holz und Kleiderbügel schnell selbst gebaut | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Praktisches Flurmöbel

Rustikale Garderobenleiste aus Holz und Kleiderbügel schnell selbst gebaut

Kleiderbügel einfach umfunktionieren: An dieser rustikal gestalteten Garderobenleiste hängen nicht die Bügel, sondern nur Kleidung und Accessoires.

 
Praktisches Flurmöbel: Rustikale Garderobenleiste aus Holz und Kleiderbügel schnell selbst gebaut © Jan Schönmuth
Praktisches Flurmöbel: Rustikale Garderobenleiste aus Holz und Kleiderbügel schnell selbst gebaut

Ein rustikales Holzbrett, noch mit der Rinde an beiden Kanten, dient als Grundlage für unsere Kleiderbügel-Garderobe. Im Holzhandel oder Sägewerk gibt es diese sehr günstig zu erstehen. Aber auch viele Baumärkte führen mittlerweile solche Ware.

Unsere fertige Hängegarderobe ist 120 Zentimeter lang, hier hönnen Sie natürlich variieren: Wollen viele Familienmitglieder Ihre Jacken und Mützen daran aufhängen, wählen Sie ein längeres Brett oder schrauben ein zweites daneben.

Dementsprechend wählen Sie auch die Anzahl der Kleiderbügel. Diese gibt es für wenig Geld (zum Beispiel als 10er-Pack ab 10 Euro) in Möbel- und Einrichtungsgeschäften oder auch online zu bestellen.

Materialliste für die Garderobenleiste

Material: 1x Douglasie Exclusivholz Blockware (120 x 3 x 20 cm), 6x Holz-Kleiderbügel, 1x Holzbeize, 1x Schnellschleifgrundierung, 1x Holzlack transparent, 2x Einhängebeschlag, 4x Klebe-Filzgleiter, Holzleim, Schrauben 3 x 60 mm

Werkzeug: Drahtbürste, Pinsel, Akkuschrauber, Forstnerbohrer, Wasserwaage, Bleistift, Dübel, Hammer, Zollstock, Schreinerwinkel, Feinsäge, Schraubzwinge, Holz- / HSS-Bohrer 2 mm

Gestaltungsfreiheit

Unser Douglasienbrett haben wir in einem Braunton lasiert. Die Farbpalette von Holzlasuren ist aber ähnlich vielfältig wie die von Lacken, hier können Sie passend zu Ihrer Einrichtung wählen.

1.) Die Basis für diese Garderobe bildet eine unbesäumte Bohle. Das heißt, dass die Rindenstruktur des Stammes noch erhalten ist.Damit die Kleidung nicht verschmutzt oder beschädigt wird, entfernen Sie lose Teile der Rinde. Danach mit einer Drahtbürste glätten.

1.) Die Basis für diese Garderobe bildet eine unbesäumte Bohle. Das heißt, dass die Rindenstruktur des Stammes noch erhalten ist. Sie wird aus horizontal aufgesägten Bäumen hergestellt. Mit Wachs oder Öl lässt sich die dekorative Maserung hervorheben

2.) Damit die Kleidung nicht verschmutzt oder beschädigt wird, entfernen Sie lose Teile der Rinde. Danach mit einer Drahtbürste glätten.

Nach dem Entfernen des Holzstaubs können Sie die Bohle mit Beize behandeln, um dem Holz die gewünschte Tönung zu verleihen.Sobald die Beize getrocknet ist, grundieren Sie das Holz großzügig mit Schnellschleifgrundierung. Nach dem Trocknen: Anschleifen!

3.) Nach dem Entfernen des Holzstaubs können Sie die Bohle mit Beize behandeln, um dem Holz die gewünschte Tönung zu verleihen.

4.) Sobald die Beize getrocknet ist, grundieren Sie das Holz großzügig mit Schnellschleifgrundierung. Nach dem Trocknen: Anschleifen!

Der abschließende Anstrich dient der Versiegelung des Holzes. Hierfür verwenden Sie einen Holzlack.Mit einem Forstnerbohrer bohren Sie Sacklöcher für die spätere Anbringung an der Wand, die circa 10 Millimeter tief sein sollten.

5.) Der abschließende Anstrich dient der Versiegelung des Holzes. Hierfür verwenden Sie einen Holzlack.

6.) Mit einem Forstnerbohrer bohren Sie Sacklöcher für die spätere Anbringung an der Wand, die circa 10 Millimeter tief sein sollten.

Auf die Sacklöcher verschrauben Sie die Beschläge für die nicht sichtbare Wandbefestigung. Damit die Garderobe die Wand nicht zerkratzt und sich kein Lackabreiben kann, befestigen Sie einfach selbstklebende Möbelgleiter aus Filz auf der Rückseite der Bohle.

7.) Auf die Sacklöcher verschrauben Sie die Beschläge für die nicht sichtbare Wandbefestigung. Überprüfen Sie mit einem Winkel und einem langen Lineal, ob die Aufhängungspunkte auch wirklich in Waage sind.

8.) Damit die Garderobe die Wand nicht zerkratzt und sich kein Lackabreiben kann, befestigen Sie einfach selbstklebende Möbelgleiter aus Filz auf der Rückseite der Bohle.

Bügelhaken-Parade

Den Montagewinkel der Kleiderbügel können Sie auch abwechselnd flacher und steiler variieren, das sorgt für optische Abwechslung.

Die Kleiderbügel zersägen Sie circa 5 Zentimeter von der Mitte entfernt. Zeichnen Sie sich für einen konstanten Winkel immer eine Linie vor.Markieren Sie mit Hilfe eines Zollstocks die Bohrlöcher.

1.) Die Kleiderbügel zersägen Sie circa 5 Zentimeter von der Mitte entfernt. Zeichnen Sie sich für einen konstanten Winkel immer eine Linie vor.

2.) Markieren Sie mit Hilfe eines Zollstocks die Bohrlöcher. Wir haben jeweils einen Abstand von 1 Zentimeter vom Rand gewählt.

Fixieren Sie den Bügel mit einer Schraubzwinge. So können Sie die Löcher leichter genau rechtwinklig vorbohren.Auf der Bohle markieren Sie sich die gewünschten Positionen der Bügel. Dann bohren Sie auch diese Löcher vor.

3.) Fixieren Sie den Bügel mit einer Schraubzwinge. So können Sie die Löcher leichter genau rechtwinklig vorbohren.

4.) Auf der Bohle markieren Sie sich die gewünschten Positionen der Bügel. Dann bohren Sie auch diese Löcher vor.

Zu guter Letzt werden die Bügel von hinten durch die Bohle verschraubt. Vorher geben Sie für zusätzlichen Halt etwas Holzleim auf die Schnittflächen der Bügel.

5.) Zu guter Letzt werden die Bügel von hinten durch die Bohle verschraubt. Vorher geben Sie für zusätzlichen Halt etwas Holzleim auf die Schnittflächen der Bügel.

 

Experten-Tipp: Leimen und Schrauben

Holzverbindungen halten dauerhaft fest zusammen, wenn Sie zusätzlich zur Verschraubung auch noch verleimt werden.Wird nur geschraubt, fängt es besonders bei häufig beanspruchten Bauteilen irgendwann an zu wackeln. Daher sollte im Holzbau generell immer geschraubt und zusätzlich geleimt werden – nicht nur im Fall unserer Garderobe. Lackierte Stellen vorher leicht anschleifen.

FOTOS & PRODUKTION: Jan Schönmuth; TEXT: Anja Schönmuth
Artikel aus selber machen Ausgabe 12/2015. Jetzt abonnieren!
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