Kuschelhöhle im Kinderzimmer | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Raumfahrtskapsel

Kuschelhöhle im Kinderzimmer

Kinder lieben Kuschelhöhlen. Dahin können sie sich zurückziehen, lesen und Abenteuer bestehen. Wir haben uns hier einfach mal von der Raumfahrt inspirieren lassen und für Sie eine Raumkapsel konstruiert.

 
Raumkapsel im Kinderzimmer: ein Paradies für die Kleinen © Selbermachen
Raumkapsel im Kinderzimmer: ein Paradies für die Kleinen

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Viele von Ihnen werden sich bestimmt an den Vorspann der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ erinnern. Sie fragen sich, was eine TV-Serie, die in den 60er-Jahren über den Bildschirm flimmerte, mit unserem Spielobjekt zu tun hat? Die Anwort: Sowohl die Enterprise als auch die Raumkapsel von SELBER MACHEN sind kreativer Modellbau. Und beide Raumschiffe sind aus Holz.

Raumkapsel im Kinderzimmer© SelbermachenWir wissen zwar nicht, was die amerikanischen Kollegen genau als Baumaterial verwendeten, wir aber haben 12 mm dickes MDF mit Lackierfolie benutzt, das wir anschließend mit einfacher Wandfarbe gestrichen haben. Dazu 7 x 7 cm starkes gehobeltes Konstruktionsholz, mehr nicht. Also: Lassen Sie sich von uns in ferne Galaxien entführen!

Skizzen für die Raumkapsel

  1. Tischlerwinkel konstruierenTischlerwinkel konstruieren© Selbermachen

    Tischlerwinkel konstruieren

    Auch die kniffligsten Formen lassen sich mit der mathematischen Formel a2 + b2 = c2 konstruieren. Benötigtes Werkzeug ist dabei ein großer Tischlerwinkel, wie in der Zeichnung oben zu sehen ist. Die Längen a und b (sowie d) lassen sich ausmessen, daraus ergeben sich dann rechnerisch die Längen c und e.
  2. Zeichnung der RaumkapselZeichnung der Raumkapsel© Selbermachen

    Zeichnung der Raumkapsel

    Auch die kniffligsten Formen lassen sich mit der mathematischen Formel a2 + b2 = c2 konstruieren. Benötigtes Werkzeug ist dabei ein großer Tischlerwinkel, wie in der Zeichnung oben zu sehen ist. Die Längen a und b (sowie d) lassen sich ausmessen, daraus ergeben sich dann rechnerisch die Längen c und e.
  3. Die GrundkonstruktionDie Grundkonstruktion© Selbermachen

    Die Grundkonstruktion

    Gehobeltes Konstruktionsholz 7 x 7 cm für eine 35-Grad-Dachschräge. Materialliste: 2 Stück 214 cm, 3 Stück 119,3 cm, 1 Stück 192,5 cm, 1 Stück 123 cm, 1 Stück 160 cm, 1 Stück 128,6 cm, 1 Stück 160 cm (inkl. Schrägschnitt), 1 Stück 54,6 cm, 1 Stück 111,5 cm, 1 Stück 135 cm, 1 Stück 115 cm, 1 Stück 115 cm, 1 Stück 125 cm, 4 Stück 26 cm, 5 Stück 29 cm, 3 Stück 28 cm, 2 Stück 11 cm, 1 Stück 53 cm
  4. Holzleisten HilfskonstruktionHolzleisten Hilfskonstruktion© Selbermachen

    Holzleisten Hilfskonstruktion

    Um den schräg angebrachten Verkleidungsplatten eine ausreichende Auflage für die Befestigung zu bieten, werden Holzleisten in Treppenform als Hilfskonstruktion angebracht.

Die Grundkonstruktion

  1. Ringbalken ausrichtenRingbalken ausrichten© Selbermachen

    Ringbalken ausrichten

    Positionieren Sie die unteren Ringbalken auf dem Boden, und legen Sie dann die Eingangsbreite für den Einstieg fest. Ein Tischlerwinkel hilft, gleich alles genau auszurichten.
  2. Höhe ermittelnHöhe ermitteln© Selbermachen

    Höhe ermitteln

    Nun kann die Höhe der ersten aufrechten Balken mit einem Maßband oder einem Zollstock ermittelt und zugesägt werden.
  3. Dachneigung ermittelnDachneigung ermitteln© Selbermachen

    Dachneigung ermitteln

    Wer so wie wir das Kinderhaus in eine Schräge bauen möchte, muss nun die genaue Dachneigung ermitteln. Dazu wird eine sogenannte Schmiege verwendet, ein Messwerkzeug mit zwei variablen Metallschenkeln.
  4. Winkel übertragenWinkel übertragen© Selbermachen

    Winkel übertragen

    Der Dachneigungswinkel kann nun mittels der Schmiege auf die Balken übertragen werden.
  5. Sägeschnitt anzeichnenSägeschnitt anzeichnen© Selbermachen

    Sägeschnitt anzeichnen

    Damit Sie den genauen Sägeschnitt stets kontrollieren können, zeichnen Sie sich ihn ringsherum auf den Balken auf. Wenn Sie dann immer an allen Linien entlangsägen, erhalten Sie einen exakten Schnitt!
  6. Balken absägenBalken absägen© Selbermachen

    Balken absägen

    Damit Sie den genauen Sägeschnitt stets kontrollieren können, zeichnen Sie sich ihn ringsherum auf den Balken auf. Wenn Sie dann immer an allen Linien entlangsägen, erhalten Sie einen exakten Schnitt!
  7. Balken verschraubenBalken verschrauben© Selbermachen

    Balken verschrauben

    Mit 120 mm langen Holzschrauben (noch besser: Tellerkopfschrauben von Spax; siehe auch Serviceleiste) werden die Balken stumpf miteinander verschraubt.
  8. Balken verschraubenBalken verschrauben© Selbermachen

    Balken verschrauben

    Die aufrecht stehenden Balken werden von unten durch den Ringbalken verschraubt. Daher darf das Gerüst noch nicht an den Wänden festgedübelt werden.
  9. Gerüst zusammensetzenGerüst zusammensetzen© Selbermachen

    Gerüst zusammensetzen

    Balken für Balken wird das Gerüst zusammengesetzt. Auch hier werden die langen vorderen aufrecht stehenden Balken von unten verschraubt. Daher ist es hilfreich, eine Person zur Hand zu haben, die das Gerüst während des Schraubvorgangs ein Stück vom Boden anhebt.
  10. Schrägung ermittelnSchrägung ermitteln© Selbermachen

    Schrägung ermitteln

    Die Schrägung vorn muss individuell ermittelt werden. Ausgehend von den kurzen Auflagern mit einer Schrägung von 22,5 Grad wird über eine Hilfskonstruktion (siehe rote Platten in der Zeichnung) die Schrägung, die in zwei Achsen verläuft, angezeichnet.
  11. Auflager befestigenAuflager befestigen© Selbermachen

    Auflager befestigen

    Die Schrägung vorn muss individuell ermittelt werden. Ausgehend von den kurzen Auflagern mit einer Schrägung von 22,5 Grad wird über eine Hilfskonstruktion (siehe rote Platten in der Zeichnung) die Schrägung, die in zwei Achsen verläuft, angezeichnet.
  12. Schrägung ermittelnSchrägung ermitteln© Selbermachen

    Schrägung ermitteln

    Die Schrägung vorn muss individuell ermittelt werden. Ausgehend von den kurzen Auflagern mit einer Schrägung von 22,5 Grad wird über eine Hilfskonstruktion (siehe rote Platten in der Zeichnung) die Schrägung, die in zwei Achsen verläuft, angezeichnet.

Der Liegeboden

Liegeboden: die Maße© SelbermachenDer Liegeboden, der in Teilstücken in das Spielhaus eingebaut werden sollte, kann mit jeder Art von Teppich belegt werden. Wir benutzten hier Rollenware von der Firma Tretford. Dieser Ziegenhaar-Teppich ist kuschelig warm und liegefreundlich, sodass man sich gleich wohlfühlt. Alternativ können auch die Teppichfliesen von Tretford verwendet werden, die es in den Abmessungen von 50 x 50 cm gibt.

Der Aufbau

  1. Position für Balken aussägenPosition für Balken aussägen© Selbermachen

    Position für Balken aussägen

    Ermitteln Sie mit einem Zollstock und einem Tischlerwinkel die Position der aufrechten Balken. Anschließend werden diese unter Zugabe von etwa 5 mm ausgesägt.
  2. Bodenplatten unterteilenBodenplatten unterteilen© Selbermachen

    Bodenplatten unterteilen

    Da eine Bodenplatte im ganzen Stück sehr kompliziert zu verarbeiten wäre, wird sie in handliche Stücke unterteilt. Dabei muss sichergestellt sein, dass sich unterhalb der Stoßfugen zwischen den einzelnen Bodenplatten jeweils ein ganzer Balken befindet, um die wirkenden Kräfte aufzufangen.
  3. Ecke absägenEcke absägen© Selbermachen

    Ecke absägen

    Die vordere Ecke der Bodenplatte wird erst nach dem Einbau abgesägt. Den genauen Schnittverlauf ermitteln Sie über eine Hilfskonstruktion.
  4. Teppich zuschneidenTeppich zuschneiden© Selbermachen

    Teppich zuschneiden

    Soll die Bodenplatte mit einem Stück Teppich (hier von der Firma Tretford) belegt werden, empfiehlt sich der vorherige Zuschnitt.
  5. Teppich zuschneidenTeppich zuschneiden© Selbermachen

    Teppich zuschneiden

    Soll die Bodenplatte mit einem Stück Teppich (hier von der Firma Tretford) belegt werden, empfiehlt sich der vorherige Zuschnitt.
  6. Verkleidungsplatte befestigenVerkleidungsplatte befestigen© Selbermachen

    Verkleidungsplatte befestigen

    Steht die Grundkonstruktion, werden die Verkleidungsplatten befestigt. Für sie sollten ausreichend Verschraubungsmöglichkeiten bei dem Grundgerüst berücksichtigt worden sein – besonders, wenn Sie eine individuelle, von unserem Spielhaus abweichende Form gewählt haben.
  7. Verkleidungsplatten anschraubenVerkleidungsplatten anschrauben© Selbermachen

    Verkleidungsplatten anschrauben

    Die Verkleidungsplatten werden mit einem Spaltmaß von etwa 5 mm auf das Grundgerüst geschraubt, da später noch die Filzkanten aufgebracht werden. Diese Filzkanten haben zwei Aufgaben: Erstens kaschieren sie ein unregelmäßiges Spaltmaß, was bei komplizierten Schrägschnitten keine Seltenheit ist, und zweitens strukturieren sie die Form des Spielhauses nochmals.
  8. Bauteil anzeichnenBauteil anzeichnen© Selbermachen

    Bauteil anzeichnen

    Befestigen Sie zuerst alle geraden Platten und widmen sich dann den Formen der schrägen Bauteile. Dies kann durch Anzeichnen erfolgen oder durch rechnerische Ermittlung.
  9. Bauteil ausschneidenBauteil ausschneiden© Selbermachen

    Bauteil ausschneiden

    Befestigen Sie zuerst alle geraden Platten und widmen sich dann den Formen der schrägen Bauteile. Dies kann durch Anzeichnen erfolgen oder durch rechnerische Ermittlung.

Der Einstieg

Sperrige Dinge lassen sich über die herausnehmbare Luke, die mit Magnetschnappern gehalten wird, ins Innere des Spielhauses transportieren. Der reguläre Einstieg befindet sich fast unsichtbar an der Seite.

Das Raumfahrtfenster

  1. Einstiegsloch bohrenEinstiegsloch bohren© Selbermachen

    Einstiegsloch bohren

    Die ovale Form für die Fenster kann man konstruieren, oder man greift einfach zu einem großen Deckel eines ovalen Farbeimers. Damit man mit der Stichsäge das Oval aussägen kann, muss sozusagen ein „Einstiegsloch“ für das Sägeblatt gebohrt werden.
  2. Form aussägenForm aussägen© Selbermachen

    Form aussägen

    Mit einer Elektrostichsäge und am besten einem Kurvensägeblatt, das auch am „Rücken“ Sägezähne besitzt, um sich hinten freizuschneiden, wird die Form in einem Zug ausgesägt.
  3. Kanten ebnenKanten ebnen© Selbermachen

    Kanten ebnen

    Ist das Fenster gesägt, sollten die Kanten kurz mit einem Stück Schleifpapier geebnet werden.
  4. Flächen streichenFlächen streichen© Selbermachen

    Flächen streichen

    Als Farbe eignen sich Acryllacke oder einfache Wandfarben. Die zu streichenden Flächen müssen vor dem Anstrich kurz angeraut werden. Dies geht leicht mit einem Ballen Stahlwolle!
  5. Leim auftragenLeim auftragen© Selbermachen

    Leim auftragen

    Sämtliche Kanten (Fenster und Plattenkanten) erhalten einen Streifen Filz. Der Filzstreifen sollte etwa 3 bis 4 mm breiter sein als die verwendete Plattenstärke, damit er ein wenig übersteht. Der Filzstreifen kaschiert mögliche Unebenheiten an den Kanten, und zudem brauchen so die Farbe saugenden MDF-Kanten nicht aufwendig versiegelt zu werden.
  6. Filzstreifen auftragenFilzstreifen auftragen© Selbermachen

    Filzstreifen auftragen

    Sämtliche Kanten (Fenster und Plattenkanten) erhalten einen Streifen Filz. Der Filzstreifen sollte etwa 3 bis 4 mm breiter sein als die verwendete Plattenstärke, damit er ein wenig übersteht. Der Filzstreifen kaschiert mögliche Unebenheiten an den Kanten, und zudem brauchen so die Farbe saugenden MDF-Kanten nicht aufwendig versiegelt zu werden.

Video: Der Bau der Kuschelhöhle

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