Schiebetür wie aus dem Loft | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Praktischer Raumteiler

Schiebetür wie aus dem Loft

Diese Schiebetür verleiht als Raumteiler oder Schranktür im Nu einen Hauch cooles Industrie-Feeling

 
Schiebetür im Industrie-Look © Christian Bordes
Clever: Dank rustikalem Look ist die Tür nicht nur praktisch, sondern auch optisch eine echte Bereicherung

    

So wird's gemacht: SCHIEBETÜR  

 
1) Die gewünschte Höhe der Tür abmessen und die Kiefer-Schalung mit einer Elektro- oder Handsäge auf die entsprechende Länge kürzen. 

2) Den horizontalen Türblattrahmen bündig an der Rückseite mit jeweils zwei Schrauben (5 x 40 mm) pro Brett verschrauben. 
 
3) Für die beiden vertikalen Rahmenbretter die Länge abmessen und anschließend rückseitig verschrauben. 
 
4) Für den diagonalen Türblattrahmen die Zuschnittmaße anzeichnen…

5) … und die Eckanschnitte zusägen. 
 
6) Das Diagonalbrett von der Rückseite der Tür aus ebenfalls mit 5 x 40 mm Schrauben verschrauben. 

7) Mithilfe von Schleifpapier und -klotz die Kanten der zusammengeschraubten Tür etwas abrunden, um Spleiße zu entfernen. Mit Isoliergrund und weißem Holzlack streichen. Gut trocknen lassen.
 
8) Die Schiebetürrollen am oberen Ende mit Schlüsselschrauben (6 x 40 mm) befestigen.

9) Das Kantholz zusägen, sodass es mindestens so lang ist wie die doppelte Türbreite. Dunkel beizen, sodass es später hinter der Laufschiene kaum zu sehen ist. Vorder- und Rückseite können Sie aussparen. Die Laufschiene aus Flachstahl mit der Eisensäge auf die gleiche Länge wie das Kantholz zuschneiden. Die Schnittkanten mit der Eisenfeile glatt feilen. 
 
10) Mit etwas Randabstand ca. alle 50 cm ein Sackloch mit 13 mm für die U-Scheiben bohren (dafür den Forstnerbohrer verwenden) und ein Durchgangsloch mit 6 mm bohren.

11) Die Lochpositionen des Trägerholzes auf die Laufschiene übertragen und mit ein paar kräftigen Hammerschlägen exakt vorkörnen. 
 
12) An der vorgekörnten Stelle den Metallbohrer ansetzen. Tipp: Schneidfett auftragen, mit 5 mm vorbohren, dann das 8,5-mm-Loch bohren. 

13) Die Position für die Laufschiene an der Wand ausmessen und Bohrpunkte markieren. Anschließend 13 mm-Dübellöcher bohren.
 
14) Den Dübel in das Loch stecken. Der Metallanker klemmt sich dabei hinter der Gipskartonwand ein. Vorne wird der Dübel von einem Gegenzug aus Kunststoff in der Wand fixiert.

15) Die überstehende Länge einfach abknicken. Ein Dübel dieser Art kann bis zu 55 Kilogramm Last tragen. 
 
16) Mit der Schraube, die bei dem Dübel dabei ist, das Kantholz waagrecht an der Wand montieren. 

17) Die Flachstahl-Laufschiene mit Schlüsselschrauben (8 x 40 mm) an der Unterkante bündig an dem Holzträger fixieren.
 
18) Messen Sie die Position für den Türgriff aus und markieren Sie diese. Dann bohren Sie ein Loch mit 6 mm durch den Rahmen. 

19) Für den Griff aus einem alten Ledergürtel eine Schlaufe zuschneiden und an beiden Enden ein Loch durchstanzen. Mit einer Schraube (M6 x 60 mm) und einer passenden Rändelmutter an der Tür fixieren.
 
20) Die Schiebetür einhängen – das geht am besten zu zweit. Die Positionen für die Schiebetürstopper markieren. Die Tür nochmal aushängen, die Laufschiene demontieren. Ein 8-mm-Loch für die Stopper bohren und diese verschrauben. Als Schiebetürstopper dient der umfunktionierte Herausfallschutz des Rollensets mit Gummischlauch als Überzug. 
 
21) Eine Schiebetürführung hält die Tür waagerecht. Dazu eine Bettkastenrolle auf zwei M10- Langmuttern aufschrauben und mit Dübeln fest im Boden verankern.

Materialliste

* 15 Schalungsbretter aus Kiefer, 2700 x 100 x 22 mm
* Zollstock
* Holzsäge
* Holzbohrer, 6 mm
* Holzschrauben, 5 x 40 mm
* Schleifpapier, 80er Körnung, und Schleifklotz
* Holzisoliergrund
* weißer Holzlack, z.B. von Ultra-Color
* Pinsel
* 2 Schiebetürrollen, z.B. von Betz
* Schlüsselschrauben, 6 x 40 mm
* Schraubenschlüssel, 10 mm und 3 mm
* Kantholz, gefast, 40 x 58 x 2700 mm
* dunkle Beize
* Flachstahl, 3000 x 50 x 5 mm
* Eisensäge
* Eisenfeile
* Forstnerbohrer, 13 mm
* Unterlegscheiben, 6,4 x 13 mm
* Hammer
* Schneidfett
* Metallbohrer, 8,5 mm und 5 mm
* Schlagbohrmaschine
* Hohlraumdübel, z.B. „Hartmut“ von Knauf
* Schlüsselschrauben, 8 x 40 mm
* 1 Ledergürtel
* Lochzange
* 1 Schraube, M6 x 60 mm
* 1 Rändelmutter, M6
* Stecknuss, 10 mm und 13 mm
* 2 Langmuttern, M10 x 30 mm
* Bettkastenrolle
* Dübel, 8 mm

Text: Charlotte Meindl
Fotos: 
Christian Bordes
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