Fünf schöne Maßanzüge für langweilige Heizkörper | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin

Fünf schöne Maßanzüge für langweilige Heizkörper

Mit einer maßgefertigten Verkleidung tarnen Sie den unschönen Heizkörper und bekommen ein Möbel, das zum Einrichtungsstil passt.

 
Würden Sie auf den ersten Blick hinter dieser Konstruktion einen Heizkörper vermuten? © Selbermachen
Würden Sie auf den ersten Blick hinter dieser Konstruktion einen Heizkörper vermuten?

Rotbraun gibt den Ton an: links das Flechtwerk mit einem Rahmengestell aus Massivholzleisten und einer Bespannung aus Jute-Sitzgurten. Dazu schneiden Sie die Leisten, quadratische Holzstäbe ca. 32 × 32 mm, gemäß den individuellen Abmessungen Ihres Heizkörpers zu.

Jute-Sitzgurte bekommen Sie in der Polsterei oder im Dekorationsbedarf. Mit ein wenig Glück als Meterware, anderenfalls müssen Sie etwa 60 Euro für eine 50-m-Rolle einplanen.

Drei senkrechte Stäbe tragen die Konstruktion, die, wie die schräggesägten Lamellen, aus MDF-Platten zugeschnitten sind. Wenn Sie rohbelassene Oberflächen nicht mögen, können Sie die Stäbe mit Lacken oder Lasuren veredeln.

Materialien mit neuer Funktion

Alles bekannte und zudem preiswerte Materialien, die wir für die Ideen auf diesen beiden Seiten ausgesucht haben: ein preiswertes Bambusrollo, dessen einer Abschnitt unterhalb der Fensterbank montiert ist.

Ein Relingnetz, wie man es sonst nur an Segelyachten sieht (kombiniert mit praktischer Ablage für Badutensilien und Handtuchhalter), und ein Vorhangstoff, der an den Enden für die Aufhängung Segeltuchösen für Gummiringe (z. B. aus dem Sanitärbedarf) bekommt.

 

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Der Rahmen aus den quadratischen Holzleisten wird horizontal und vertikal mit Jute-Sitzgurten bespannt, die an ihren Enden mit Tackerklammern fixiert werden.

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Der Heizkörper sollte genau abgemessen werden, danach kann eine genaue Skizze sehr hilfreich sein.

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Quadratische Leisten sind mit Schrau­­ben stumpf zusammengefügt. Hin­ten dient ein Einhängebeschlag, notfalls tut’s auch eine ein­fache Schrau­­­­be, als Wandhalter.

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Die Verkleidung wird genau in die Heizkörpernische eingepaßt. Kleinere Differenzen in der lichten Weite werden mit Keilen zwischen Stab und Fensterbank ausgeglichen.

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Die senkrechten Stäbe bekommen in regelmäßigen Abständen Markierungen, durch die die Positionen – Höhe und Abstände – der waagerechten Leisten festgelegt werden.

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Die rückwärtigen Schrauben werden im ersten Drittel des markierten Feldes positioniert, so können sie nicht auf der Gegenseite austreten (Schrägschnitt der Lamellen!).

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Preiswerte Lösung: Ein einfaches Bambusrollo – für wenig Geld in Wohnbedarfsläden zu bekommen – wird zweimal Sichtschutz: vor dem Fenster und vor dem Heizkörper.

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Das Rollo wird durchtrennt, die Enden der Leinen durch Verknoten gesichert. Auf dem Stab, er trägt den Rolloteil unterm Fenster, wird mit Tackerklammern befestigt.

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Bei Wärmestau: Fernfühler In Heizkörpernischen kann es zum Wärmestau kommen, Fehlmessungen sind die Folge. Ein Fernfühler wird in einiger Entfernung montiert und übermittelt die tatsächlichen Temperaturwerte zum Thermostatkopf.

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Bei Wärmestau: Fernfühler In Heizkörpernischen kann es zum Wärmestau kommen, Fehlmessungen sind die Folge. Ein Fernfühler wird in einiger Entfernung montiert und übermittelt die tatsächlichen Temperaturwerte zum Thermostatkopf.

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Kennen Sie das? Ein preiswertes Relingnetz (60 cm breit) aus dem Seglerbedarf kaschiert den Heizkörper, ein Halbrundstab an der Ablage hält das – vorgewärmte – Handtuch bereit.

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Hält allen Stürmen stand: Das Segel aus einfachem Vorhangstoff lässt den Heizkörper verschwinden, freier Raum oben und unten sorgt für ungehinderte Zirkulation.

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Um einen Holzstab wird das Relingnetz gewickelt und mit Holzschrauben unter dem Bord befestigt. Den vorderen Abschluss bildet ein Halbrundstab (hier nicht montiert).

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In den Ecken der Stoffbahnen werden mit dem Schlagwerkzeug Löcher für Segeltuch­ösen gestanzt. Ösen und Werkzeug bekommen Sie im Handel für Seglerbedarf.

TEXT:Ulrich Weiß; FOTO: Selbermachen Media
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