SELBER MACHEN feiert 40 Jahre DIY-Kompetenz | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Zeitreise zum Heft-Jubiläum

SELBER MACHEN feiert 40 Jahre DIY-Kompetenz

1975 erschien die erste Ausgabe von SELBER MACHEN. Höchste Zeit, unseren wichtig(st)en Helfern eine Bühne zu geben, den Werkzeugen. Ein kleiner Rück- und Ausblick auf ihre Entwicklung.

 
Ein historischer Rückblick zum SELBER MACHEN-Jubiläum: Wir feiern 40 Jahre DIY-Kompetenz. Ein historischer Rückblick. © Selbermachen
Ein historischer Rückblick zum SELBER MACHEN-Jubiläum: Wir feiern 40 Jahre DIY-Kompetenz. Ein historischer Rückblick.

Nicht nur SELBER MACHEN hat sich in den letzten 40 Jahren verändert – auch unsere fleißigen Mitarbeiter im Bauatelier: die Werkzeuge. Bestes Beispiel: die Bohrmaschine. Obwohl die heutigen Modelle dasselbe Ergebnis liefern wie ihr Urahn (ein Loch), potenzierten sich bis heute ihre Leistungen.

Das zieht sich bei den meisten Werkzeugen durch: Der technische Fortschritt ist enorm. Von der Kapp- und Gehrungssäge bis zur Oberfräse, vom elektrischen Hobel bis zum faustgroßen Akku-Schrauber – alles ist elektrisch, bezahlbar, beherrschbar und bringt was!

Großvaters Einbauschrank aus den 60ern (da hatten Schraubendreher noch Holzgriffe) muss jedem Enkel im Nachhinein als ein umso größeres Meisterwerk erscheinen …

Die nächste Werkzeug-Ära beginnt bereits

Die Entwicklungen tragbarer Geräte fokussieren sich bei allen Herstellern auf die Unabhängigkeit von der Steckdose: Dank der Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus wächst das Segment der kabellosen Handmaschinen unaufhaltsam.

Neben Leistung und Standzeit legen die Entwickler parallel immer größeren Wert auf die Ergonomie, also Handlichkeit und Gewicht. Denn was nützt ein Power-Tool, wenn einem nach Minuten das Handgelenk schmerzt.

Wir kennen ja auch diese Momente, seit 40 Jahren. Wir wünschen weiterhin gutes Gelingen beim Bauen und danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Lesetreue!

So feiern wir in den nächsten Ausgaben unser Jubiläum mit Ihnen:

  • Wir prämieren Ihr bestes Projekt: Zeigen Sie uns Ihren größten Do-it-yourself-Stolz und gewinnen Sie.
  • Wertvolle Preise warten auf Sie! Unsere Jubiläums-Verlosung lässt Sie jubeln: Einfach teilnehmen und Gewinnchance sichern.
  • Zum Geburtstag gibt’s Geschenke: In einer der nächsten Ausgaben warten ganz besondere Überraschungen auf Sie. Nur so viel sei verraten: Sie sparen bares Geld.

Die Entwicklung elektrischer Werkzeuge im Schnelldurchlauf

Wer hat’s erfunden? Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der 148-jährigen Geschichte der Entwicklung elektrischer Werkzeuge mit einigen der wichtigsten Evolutions-Schritte.

  • 1886: Robert Bosch eröffnet eine “Werkstätte für Elektrotechnik“ in Stuttgart – der Kern des späteren Weltkonzerns
  • 1895: Die erste Hand- E-Bohrmaschine entwickeln Mitarbeiter der Firma Fein. Gewicht: 7,5 kg; Bohrer: 4 mm
  • 1914: Der Schlaghammer, entwickelt von Fein, der ältesten Elektrowerkzeugfirma der Welt (gegründet 1867)
  • 1917: Der Pistolengriff mit Druckschalter wird von Black&Decker patentiert – und blieb bis heute fast unverändert
  • 1923: Handkreissäge mit Elektroantrieb, entwickelt von Edmond Michel (aus seiner Firma wird später SKIL)
  • 1927: Benzin-Kettensäge, erfunden von der Firma Dolmar
  • 1928: Die Haarschneidemaschine ‘Forfex’ wird Boschs erstes E-Gerät
  • 1929: Flex bringt den ersten Winkeschleifer auf den Markt. Der Firmenname wird zum Synonym
  • 1947: Die Stichsäge mit E-Motor (Bosch)
  • 1953: Die Schlagbohrmaschine lässt sich das Unternehmen Baier Elektrowerkzeuge patentieren
  • 1956: Das erste Kunststoffgehäuse bei Handbohrmaschinen wird patentiert (Fein)
  • 1965: Zweigang-Bohrmaschine wird von AEG vorgestellt
  • 1975: SDS Bohrfuttersystem (Bosch)
  • 2003: Das bis heute meistverkaufte Elektrowerkzeug im Handel: Ixo-Akkuschrauber (Bosch). Über 10 Millionen Verkäufe

Einige Meilensteine elektrischer Werkzeuge

Um 1885

Das erste Elektro-Werkzeug erfand FEIN schon 1895. Die elektrische Handbohrmaschine mit einem kleinen Motor.

 
Um 1920

Zwei Gewichte am Kopf bilden bei dieser handbetriebenen Tischbohrmaschine die rotierende Schwungmasse.

Die Grundplatte (hinten, gelocht) wird an einer Tischkante befestigt. Davor sitzt die ovale Platte für das Werkstück.

 
1924

Metallbohrdreher aus dem Jahr 1924. Über Brustplatte und Handgriff wird Druck auf den Bohrer ausgeübt.

Die Kurzform des Werkzeugnamens wurde drei Jahre später zum Namensgeber einer bekannten Werkzeugfabrik: Metabo.

 
1934

Zwei Monatslöhne musste ein Handwerker im Schnitt zahlen, um sich in den 30er-Jahren diese elektrische Bohrmaschine leisten zu können. Auffällig: der noch hinter dem Gehäuse angebrachte Griff.

 
1957

Das erste Elektro-Werkzeug erfand FEIN schon 1895. Die elektrische Handbohrmaschine mit einem kleinen Motor.

 
1979

Nur den Rechtslauf kennt dieser Klassiker (Modell 169/4). Das Zweigang-Getriebe steckt im Druckguss-Gehäuse. Die Verkleidung des Motors besteht bereits aus Kunststoff

 
1985

Batterie ergonomisch unterm Griff. Äußerlich haben sich Akkugeräte seit 30 Jahren kaum verändert.

Aber: Material(gewicht) und die Batterietechnik sind nicht mehr vergleichbar

 
2015

Kraftpakete im wahrsten Wortsinn sind die batteriebetriebenen Geräte der neusten Bauart.

Mit immer längerer Ausdauer und gesteigerter Kraft jagen sie den Kabelgeräten unaufhaltbar Marktanteile ab.

 
2015

Tischbohrmaschine neuster Bauart für über 2.500 Euro. Nachfahre des obrigen Exemplars. 

Fotos: Metabo, Flott, Fein; Text: Malte Betz

Artikel aus selber machen Ausgabe 05/2015. Jetzt abonnieren!
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