So wird Ihr Bad smart | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Technik: Smarthome

So wird Ihr Bad smart

Vernetzte Geräte drängen jetzt auch ins Badezimmer. Etwa smarte Armaturen, die sich programmieren oder per App steuern lassen oder schlaue Waagen, die auch auf Ihre Fitness achten. Künftig wird sogar die Belüftung und das Licht im Bad clever. selber machen verschafft Ihnen den großen Überblick.

 
Mit unseren Tipps können Sie Ihr Badezimmer besonders smart einrichten und müssen auf keinen Luxus verzichten. © Amphiro, Dornbracht, Dyson, e-Q3, Fitbit, Oral B, Kaldewei, keuco, Miele, Samsung, Villeroy & Boch, Viega; Illustrationen: T. Straszburger;
Mit unseren Tipps können Sie Ihr Badezimmer besonders smart einrichten und müssen auf keinen Luxus verzichten.

Herrlich: Gemütlich in der Badewanne liegen, Musik hören, etwas lesen, vielleicht ein Glas Wein trinken und einfach nur entspannen. Das Badezimmer ist weitaus mehr als ein Ort für schnelle Bedürfnisse. Kein Wunder also, dass die Hersteller von Badezimmer- Einrichtungen und -Ausstattungen den Trend der smarten und vernetzten Geräte im Haushalt nun auch ins Bad transportieren wollen.

Das sorgt für jede Menge Komfort. Denn ist das Bad erst einmal entsprechend ausgestattet, genügt zum Beispiel ein Knopfdruck, und es fließt ohne Hantieren perfekt temperiertes Wasser in die Wanne.

Die regelmäßige Kontrolle des Wasserstands verhindert dabei Überschwemmungen. Wie von Zauberhand gesteuert erklingt Musik aus dem Badezimmerspiegel, und die Beleuchtung lässt sich per Smartphone-App regulieren.

Schöne neue Welt? Nicht, wenn es nach einer repräsentativen Studie („Das Bad 2034 – Mittelpunkt neuer Wohn- und Lebenswelten.“) zur Zukunft des Badezimmers geht. Das Frankfurter Zukunftsinstitut befragte dazu im Auftrag von Armaturen-Hersteller Grohe und Keramik-Fabrikant Villeroy & Boch 1.075 Personen.

Ein Großteil der Befragten wünscht sich Luxus und Wellness im Bad, ausgeklügelte Elektronik soll das Badzimmervergnügen so bequem wie nur möglich gestalten – aber bitteschön den Nutzer nicht überfordern.

Schlaues Wasser

Die wichtigsten Bereiche hat sich selber machen schon einmal für Sie vorgenommen und stellt spannende Geräte und Lösungen dafür vor.

Welche Armaturen lassen sich beispielsweise per App steuern (die Hersteller nennen das „Smart Water“) und was versprechen die Hersteller in puncto Wasser- und Energiesparen? Lassen sich die schlauen Geräte eigentlich auch ohne Weiteres nachrüsten?

Fitness, ein neuer Trend im Bad

Da alle aktuellen Fitness-Trends stets ein optimales Körpergewicht zum Ziel haben, erheben moderne Personen-Waagen jetzt zusätzlich auch den Fettanteil und einige gleich auch den Wasserstand im Körper.

Wer also wochenlang einem Idealgewicht entgegen hungert, riskiert nicht nur, dass Fett und Muskelmasse schwinden, sondern auch, dass die cleveren Waagen, die ein Auge darauf haben, Alarm schlagen.

Musik, Licht & Lüftung

Unterhaltung im Bad ist ebenfalls ein großes Thema. Wassergeschützte Lautsprecher sollen etwa für einen guten Klang beim Duschen sorgen. Intelligente Beleuchtung soll uns den Aufenthalt angenehm gestalten. Die richtige Belüftung und die gute alte Waschmaschine dürfen nicht fehlen.

So komfortabel geht Bad heute: Vom Funktionsraum zur Wohlfühl-Oase


Nie wieder die Füße beim Einsteigen in die Badewanne „verbrühen” oder gar ein überschwemmtes Bad vor - finden? Mit den smarten Armaturen von Viega soll das der Vergangenheit angehören: Die elektronisch gesteuerte Garnitur Multiplex Trio E erfüllt Aufträge per Knopfdruck.

Wie eine exakt definierte Füllmenge oder punktgenaue Wasser-Temperatur. Alle Vorgaben kann die Armatur sich merken und automatisch abspulen.

Apropos: Mit der Viega Multiplex Trio E-App (nur für iPhone) lässt sich das individuelle Badevergnügen zukünftig aus der ganzen Wohnung steuern. Etwa ganz bequem von der Wohnzimmercouch aus – natürlich auch hier nur nach individueller Einstellung.

Preis: um 1.200 Euro, www.viega.de

Aufs Grad genau


Perfekte Temperatur: Der deutsche Hersteller Kaldewei bietet seine „elek trische Armatur“ Comfort Select als Sonderausstattung zu aktuellen Wannenmodellen. Damit soll sich dann per Bedien-Panel am Badewannenrand (siehe Bild) die Temperatur bis auf 0,5 Grad genau einstellen lassen.

Um zwischen Duschen und Baden umzuschalten, genügt eine sanfte Berührung des Bedienfeldes. Je nach Auswahl kann die gewünschte Wassertemperatur automatisch, aber auch per Hand angesteuert werden. Wermutstropfen: Wer schon eine ältere Wanne von Kaldewei besitzt, kann allerdings nicht ohne Weiteres nachrüsten.

Preis: um 1.220 Euro (inkl. Wanne), comfortselect.kaldewei.de

Tropfen für Tropfen

Wasser sparen: Wenn Sie beim Duschen Energiekosten sparen wollen, kann Ihnen der Amphiro b1 dabei helfen. Das smarte Gerät zeigt die aktuelle Temperatur sowie den Wasserverbrauch in Liter an – und sendet die Daten per Bluetooth auch ans Smartphone.

Der Amphiro wird zwischen Armatur und Duschschlauch angeschlossen – das soll dank 1/2-Zoll-Standardgewinde genauso einfach gelingen wie einen Duschschlauch zu montieren. Sparsam: Der Amphiro erzeugt seinen Strom dank eines eingebauten Mini-Aggregats mit dem durchfließenden Duschwasser selbst.

Preis: um 60 Euro (Verkauf ab 2016), amphiro.com/de/

Wasser Marsch


Schlaues Wasser: Dornbracht, Hersteller hochwertiger Design- Armaturen fürs Bad, will mit seinem System Smart Water jetzt sogar das Wasser schlau machen, denn Smart Water digitalisiert den Wasserfluss im Badezimmer komplett. Dabei steuern sogenannte Smart Tools die Armaturen.

Die elektronischen Drehregler und Bild - schirm schalter messen und regulieren exakt die Wasser - temperatur und -menge. Sie sind an der Wanne und in der Dusche befestigt und sollen – da digital – exakter arbeiten als normale Armaturen.

Ein Display etwa zeigt genau an, wie warm der Wasserstrahl in Grad Celsius ist. Über ein quadratisches Bedienfeld sind programmierbare Duschszenen abrufbar – von mollig warm bis erfrischend kühl. Wer es nicht immer smart möchte, kann natürlich die Wassertemperatur auch per Hand regeln.

Preis: auf Anfrage, www.dornbracht.com/produkte/ bad-und-spa/smart-water


Gesundheitsgadgets: Zahnbürste mit App-Trainer, Waagen mit Fitness-App


Fenster zum Fernbedienen: Öffnet und schließt automatisch


Wasser sparen: Mit Extra-Zähler für die Dusche


Licht und Schatten: Verdunklung und Beschattungssysteme


Saubere Luft: Raumklima-Lösungen sorgen für die richtige Belüftung.


Schlaue Armaturen: Programmierbare Drehregler mit Fernbedienung


Touch-Taster: Wasserregler bis Spülung: Fingertipp reicht


Unterhaltung: Wasserfeste Lautsprecher mit Freisprecheinrichtung


Heizen im Bad: Programmierbare Thermostate und Co.

Horst Schröder
Das könnte Sie auch interessieren