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Das sind die neuen Stihl-Geräte für 2018

Neuheiten testen bei Stihl

selber machen-Redakteur Bernhard Eder durfte schon jetzt die neuen Stihl-Geräte testen, die ab 2018 in den Handel kommen: unter anderem neue Akku-Rasenmäher, Hightech-Trennschleifer das Akku-Kombisystem und einiges mehr. Mit der ersten Kettensäge mit Direkteinspritzung gab es auch eine Weltneuheit zu sehen.

 
Das sind die Neuheiten 2018 von Stihl! © Frank Zeidler-Kanter

 

Weltneuheit: Kettensäge mit Direkteinspritzung


Foto: Stihl

Eine technische Revolution der Kettensäge befindet sich bei der Firma Stihl aktuell in der finalen Testphase: die erste Kettensäge mit Direkteinspritzung. Forstarbeiter auf der ganzen Welt testen sie derzeit in der Praxis.

Der entscheidende Vorteil dieser Neuentwicklung: Es ist kein Vergaser mehr notwendig. Genau wie bei Automotoren wird eine Elektronik in Millisekunden beim Starten aktiviert, Voreinstellung wie Choke, Halbgas oder Einstellungen an der Säge gehören der Vergangenheit an. Der vorgestellte Prototyp der neuen MS 500i hat 79,2 cm³ Hubraum und eine Leistung von 5 kW. Mit 6,2 kg ist die Säge rund 1,2 kg leichter, als die aktuell stärkste Säge MS 661 C-M aus dem Hause Stihl.

Die MS 500i ist eine Profi-Säge für Holzarbeiter und wird deutlich über 1.000 Euro kosten. Wie bei allen technischen Weiterentwicklungen wird es aber nur eine Frage der Zeit bleiben, bis diese auch auf andere Modelle übertragen wird. Mehr Leitung bei geringerem Gewicht, darauf dürfen sich wohl auch ambitionierte Heimwerker in Zukunft freuen.

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Bei der Präsentation im September gab es viele weitere Neuheiten zu sehen, auf die man sich in nächsten Jahr freuen kann. Die wichtigsten zeigen wir Ihnen hier. 

Akku-Rasenmäher


Foto: Bernhard Eder

Der neue STIHL Rasenmäher RMA 339 C mit Mono-Komfortlenker ergänzt das Akku-System „Compact“. Ab 2019 wird unter der Marke Stihl das gesamte Sortiment des Gartengeräteherstellers VIKING vertrieben. Bereits im Januar 2018 kommen im Zuge dessen die ersten Stihl Akku-Mäher auf den Markt, darunter der RMA 339 C. Der erste Eindruck bei einem kurzen Testeinsatz war durchaus positiv: der Monolenker wirkt sehr stabil, der Mäher mit Radantrieb ist leicht und wendig. Ein Eco-Modus regelt je nach Grashöhe automatisch die Motorleistung, das spart Akkuleistung. 


Foto: Bernhard Eder

Weitere Akkumäher-Modelle: Neben dem RMA 339 C (oben) folgen noch ein kleineres Modell ohne Radantrieb (Mitte) und ein Mulcher mit Radantrieb.
 

Akku-Kombisystem


Foto: Bernhard Eder

Das bekannte Wechselsystem – ein Motor und verschiedene Werkzeug-Aufsätze – wird es zukünftig auch mit einem Akku- statt einem Benzinmotor geben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Geräte sind deutlich leiser als mit einem Benzinmotor und abgasfrei.


Foto: Bernhard Eder

Der Akku wird in einem Rucksack auf den Rücken geschnallt, das macht die Geräte deutlich leichter und schont die Kräfte bei der Gartenarbeit. Der Preis für die Motoreinheit wird bei etwa 350 Euro liegen, die Werkzeugaufsätze werden zwischen 250 und 350 Euro kosten. Das System läuft mit den Akkus der „Compact“-Geräteserie.
 

Schutzausrüstung

Eine überarbeitete Schutzausrüstung gehört ebenfalls zu den Neuerungen für 2018. Eine Besonderheit ist das neue Sichtschutzgitter am Helm: Es besteht aus geätztem Metall anstatt einem Drahtgeflecht und bietet eine deutlich bessere Sicht besonders bei schlechten Lichtverhältnissen im Schatten. 

Fotos: Bernhard Eder
 

Mähroboter-Flotte


Foto: Bernhard Eder

Bis zu zehn Robotermäher iMow MI 632 M können vernetzt und per App gesteuert werden. So können sie gemeinsam die Pflege großer Rasenflächen ab 4.000 m2 übernehmen, etwa von Fußball- und Golfplätzen, Parks oder Freibädern. 


Foto: Viking

Viel Power: Werkzeuge für Profis

Unter den Neuheiten waren auch einige Profiwerkzeuge wie etwa die Rettungssäge STIHL MS 462 C-M R. Diese wird von Feuerwehren oder dem Katastrophenschutz eingesetzt um eingeschlossene Personen zu befreien oder Öffnungen für Löscheinsätze zu schneiden. Unser Redakteur Bernhard Eder hatte die Gelegenheit, die Spezialsäge unter Anleitung der freiwilligen Feuerwehr Waiblingen unter Realbedingen zu testen. „Ein wirklich kraftvolles und gut zu bedienendes Werkzeug für Rettungskräfte“, erzählt Bernhard Eder nach seinem Praxistest, in dem er einen Wohncontainer mit der Säge geöffnet hat.

Außerdem ausprobiert: der neue Benzin-Rennschleifer mit beeindruckender Leistung sowie einem neuen Sensor und einer Mechanik, die die Trennscheibe bei einem Rückschlag in weniger als einer Sekunde anhalten. 

Foto: Frank Zeidler-Kanter
 
Der kleine Bruder des Benziners, der Akku-Trennschleifer konnte ebenfalls mit guter Leistung und einfachem Handling überzeugen.
 

Foto: Frank Zeidler-Kanter


Foto: Frank Zeidler-Kanter

 
 

Bernhard Eder
Fotos: 
Bernhard Eder, Frank Zeidler-Kanter, Stihl, Viking
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