Benzinmäher mit Heckrolle | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Viking Rasenmäher

Benzinmäher mit Heckrolle

Für Liebhaber des gestreiften englischen Rasens hat Viking einen neuen Benzinmäher mit Heckrolle entwickelt. Wir haben den MB 545 VR für Sie getestet und geben Tipps, wie Sie die Streifen auch in Ihren Rasen bekommen.

 
Viking Rasenmäher mit Heckrolle © Selbermachen
Viking Rasenmäher mit Heckrolle

Wer dem Wembley-Rasen zu Hause Konkurrenz machen will, kann jetzt mit dem MB545VR von Viking Streifen in seinen Rasen zaubern. Die angetriebene Heckwalze des Rear Rollers, so die britische Bezeichnung dieser Geräteart, drückt die Rasenpflanzen nach dem Mähen in Laufrichtung flach. Dadurch entstehen beim Hin- und Zurücklaufen 43 cm breite Streifen. Wer diese gern breiter haben möchte, muss mehrere Bahnen nebeneinander in der gleichen Richtung mähen. Achten Sie darauf, dass die Bahnen schnurgerade sind, denn Schlangenlinien fallen im englischen Rasen negativ auf. Durch kreuzweises Mähen lässt sich sogar ein Schachbrettmuster erzielen.

Für ein perfektes Rasenmuster muss die Grünfläche aber auch regelmäßig und kurz gemäht werden – mindestens einmal, besser zweimal die Woche. Beim MB545VR lässt sich deshalb auch die Schnitthöhe in sechs Stufen von nur 20 mm bis 75 mm zentral einstellen. Bei den anderen 545er-Modellen von Viking reicht die Schnitthöheneinstellung von 25 bis 80 mm. Die Heckwalze legt nicht nur Grashalme flach, sondern sorgt auch für den Vortrieb des Rasenmähers.

Er lässt sich mit einem Hebel am Holm von 2,2 bis 4,7 km/h stufenlos variieren und so dem persönlichen Tempo anpassen. Zum Wenden am Ende der Bahnen sollte der Hobbygärtner den Antrieb ausschalten, denn mit laufender Rolle ist das Rangieren wesentlich schwieriger als bei üblichen Radmähern, obwohl Viking die Rolle schon in zwei unabhängige Hälften teilte. Dafür ist das Mähen von Rasenkanten viel angenehmer: Die breite Rolle liegt immer gerade auf dem Rasen und der Mäher kippt nicht, weil die Räder einer Seite auf dem niedrigeren Weg laufen.

So geht es:

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    Per Hebel lässt sich die Geschwindigkeit des Antriebs an das persönliche Arbeitstempo anpassen.
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    Die Schnitthöhe ist bequem mit einem zentralen Griff am Deck in sechs Stufen von 20 bis 75 mm einstellbar.
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    Per Stellrad wird die Höhe des Holms an die Größe der Benutzer angepasst.
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    Die Einfüllöffnungen für Benzin und für Öl sind von oben gut und bequem zugänglich
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    Der große Schacht sorgt für eine gute Füllung des Fangkorbs.

Der Briggs & Stratton-Motor ist mit dem „ReadyStart“ genannten Leichtstartsystem ausgestattet. Es soll für einen 30 Prozent leichteren Start des Motors sorgen. Im Test sprang die Maschine meist schon bei einem leichten Zug an dem am Holm befestigten Seilzugstarter an. Einen manuell zu bedienenden Choke gibt es nicht mehr, allerdings lässt sich die Drehzahl des Motors auch nicht mehr per Hebel variieren. Immerhin lief der Motor mit der festen Voreinstellung gleichmäßig und noch relativ ruhig.

Für das angenehme Laufgeräusch des Rasenmähers sorgen auch das innen aerodynamische Kunststoffgehäuse und das speziell geformte Windflügelmesser. Das Deck aus hochschlagfestem Polymer ist über einen stabilen Stahlrahmen mit dem Holm verbunden, der sich in drei Stufen an die Größe des Bedieners anpassen lässt. Zum leichteren Transport des Rasenmähers klappen Sie den Holm einfach über das Gerät.

In der Standardausführung wird der Viking MB545VR mit einem 60-Liter-Fangkorb am Heck geliefert, der gut gefüllt wird. Grund dafür sind sicher auch die großen Öffnungen im Korb. Andererseits wird aber durch die Öffnungen Schmutz auf die Gärtnerkleidung geblasen. Bei einem Preis von 1029 Euro für einen Rasenmäher mit nur 43 cm Schnittbreite hätte man da schon eine sauberere Lösung erwartet. Aber wer von einem richtigen Wembley-Rasen träumt, der wird größere Flächen mähen wollen, und dafür ist der Mäher zu schmal.

Artikel aus selber machen Ausgabe 05/2012. Jetzt abonnieren!
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