Im Test: sechs Rasen-Roboter | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Rasen-Roboter

Im Test: sechs Rasen-Roboter

Selber mähen war gestern – die Zukunft gehört den Rasen-Robotern! Gab es sie früher nur für große Grundstücke, halten sie jetzt auch auf Flächen bis 500 qm Einzug. Wir haben sechs Modelle für Sie getestet – damit auch bei Ihnen bald ein Motor-Schaf für den perfekten grünen Teppich sorgt.

 
Rasen-Roboter © Selbermachen
Rasen-Roboter

Wer möchte schon ständig mit dem Mäher unterwegs sein und seinen Rasen mühsam in Schuss halten? Mit Rasen-Robotern ist Urlaub im Garten angesagt: Entspannt kann man den emsigen Helfern von der Terrasse aus bei ihrem unermüdlichen Einsatz zusehen. Diesmal haben wir in unserem SELBER MACHEN- Prüfinstitut PZT sechs Geräte für Sie auf einen reibungslosen Einsatz getestet. Beim Einkauf sollten Sie neben den Ergebnissen zu den einzelnen Modellen in unserer Tabelle folgende Details beachten: Die Wahl des richtigen Geräts richtet sich vor allem nach der tatsächlichen Rasenfläche plus Summe X – ein größer dimensionierter Mäher verringert die Betriebszeiten auf dem Rasen erheblich und schont letztendlich Ihren Geldbeutel durch weniger Reparaturen und eine längere Lebensdauer. Neukunden fragen sich oft, woher der Roboter weiß, bis wohin er mähen darf? Ein Begrenzungsdraht an der Außenseite des Rasens wird anfangs mit Kunststoffnägeln befestigt. So kann der Abstand zu Platten oder Blumenbeeten noch justiert werden, damit nicht zu viel Rasen an der Kante übrig bleibt. Dann wird der Draht langsam in die Grasnarbe einwachsen oder besser, weil vertikutiersicher, flach in den Boden eingegraben.

Diese Begrenzungsschleife kann auch mehrere Rasenteile miteinander verbinden. Einstiegspunkte und ein mittig verlegter Suchdraht vereinfachen die Heimführung zur Ladestation. Die Installation dauert leicht ein, zwei Tage. Zum Anschluss an das Stromnetz ist eine Außensteckdose erforderlich. Die Ladestation sollte man dabei im Schatten positionieren, damit der Akku nicht durch sommerliche Hitze an Leistung verliert.

Die angrenzende Erde im Beet oder auf Baumscheiben sollte unbedingt die gleiche Höhe wie das Rasenniveau haben. So kann sich das Motor-Schaf beim Manövrieren im Betrieb nicht festfahren und muss dann auch nicht von Hand befreit werden. Wichtig für den anschließenden reibungslosen Einsatz ist die richtige Programmierung. Wir halten den Kauf beim Fachhändler vor Ort für sinnvoll: Das herstellerseits geschulte Personal übernimmt dabei gern den schwierigen Punkt der Programmierung der Mähintervalle am Gerät und steht auch beim Thema Verlegen der Begrenzungsdrähte mit Ratschlag oder Muskelkraft zur Seite. Bald fährt dann der Mäher scheinbar willkürlich im Zickzackkurs über die Rasenfläche. Nach Tagen schon hat er jedoch jede Stelle erwischt und bietet ab dann ein perfektes Rasenbild.

Wichtig:Vor dem ersten Mäheinsatz muss der Rasen mit dem alten Mäher gekürzt werden, denn für allzu langes Gras sind die Roboter nicht ausgelegt. Sie arbeiten nach dem Mulchprinzip: kürzen die Halme in feine Grasschnipsel, düngen damit den Rasen, sorgen für mehr Bodenleben und verringern das Moosaufkommen. Wöchentlich sollte der Mäher von unten gereinigt werden, und die Messer sollten auf Verschleiß untersucht werden.

Doch egal wie akkurat die Arbeitsweise ist, einige Randbereiche müssen immer nachgearbeitet werden. Ein guter Rasentrimmer lohnt sich daher in jedem Fall. Schwierig ist der Einsatz von Rasen- Robotern auf stark abschüssigen Grundstücken nach einem Regen: Hier können schon einmal die Räder durchdrehen. Doch das Motor-Schaf sollte nicht jeden Tag arbeiten: Drei Tage Wachstum pro Woche brauchen die Gräser zur Erholung schon. Wie Sie die Taktung legen, ist ganz Ihnen überlassen – sogar nachts oder am Wochenende ist der Einsatz programmierbar. Die Geräte sind so leise – hier fühlt sich kein Nachbar in seiner Ruhe gestört!

Tut es nicht auch der alte Rasenmäher

Für viele ist der wöchentliche Mähtermin fast schon eine lieb gewonnene Routine: Am Freitagnachmittag, nach der Arbeit, fällt mit dem Kürzen der Rasenfläche auch der Stress im Job von einem ab. Allerdings steht die Erholung nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Größe der Fläche. Hat der Benziner keinen Radantrieb werden Flächen über 600 qm zur Bewährungsprobe – erst für die Geduld, später dann für die eigene Fitness. Auch ein Spindelmäher ist keine wirkliche Alternative: Alles, was über die Kleinstfläche im Vorgarten hinausgeht, eignet sich nur für Hobbygärtner, die den Vertrag im Fitness - studio sparen wollen. Mit einem Roboter kann man sich ganz entspannt zurücklehnen und den gepflegt kurzen grünen Teppich genießen – ganz ohne Arbeit.

SELBER MACHEN-Test

AL-KO „Robolinho 3000“

Preis: 1890 Euro

Positiv: Lithium-Ionen-Akku, Regensensor, Kantenmähfunktion.

Negativ: Akkuwechsel nur durch Fachhändler, Manueller Neustart bei Stromausfall erforderlich, Probleme mit Absätzen.

Gesamturteil: Gut

GARDENA „Mähroboter R40Li“

Preis: 1349 Euro

Positiv: Lithium-Ionen-Akku, Einfacher Akkuwechsel, Drei Sicherheitsstufen, Automatischer Neustart bei Stromausfall.

Negativ: Keine Kantenmähfunktion, Kein Regensensor.

Gesamturteil: Gut

Husqvarna „Automower 305“

Husqvarna „Automower 305“© SelbermachenPreis: 1499 Euro

Positiv: Lithium-Ionen-Akku, Einfacher Akkuwechsel, Drei Sicherheitsstufen, Automatischer Neustart bei Stromausfall.

Negativ: Keine Kantenmähfunktion, Kein Regensensor.

Gesamturteil: Gut

Robomow „RM510“

Robomow „RM510“© SelbermachenPreis: 1359 Euro

Positiv: Regensensor, Kantenmähfunktion, Automatischer Neustart bei Stromausfall, Randnahes Mähen möglich.

Negativ: Schwer: 18,2 kg, Bleisäure-Akkus, Lange Ladezeiten.

Gesamturteil: Gut

VIKING „iMow MI 322 C“

VIKING „iMow MI 322 C“© SelbermachenPreis: 1699 Euro

Positiv: Regensensor, Kantenmähfunktion, Automatischer Neustart bei Stromausfall, Randnahes Mähen möglich.

Negativ: Schwer: 17,9 kg, Bleisäure-Akkus, Lange Ladezeiten.

Gesamturteil: Gut

WORX „Landroid“

WORX „Landroid“© SelbermachenPreis: 1000 Euro

Positiv: Regensensor, Einfacher Akkuwechsel.

Negativ: Bleisäure-Akkus, Keine Kantenmähfunktion, Schwierigkeiten beim Umfahren von Hindernissen im Randbereich.

Gesamturteil: Gut

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