Kärcher-Kehrmaschine S750 im Test | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Kehrmaschine

Kärcher-Kehrmaschine S750 im Test

Gehwege, Höfe oder Einfahrten sollen sich mit einer Kehrmaschine wie der neuen S 750 von Kärcher schneller und leichter reinigen lassen. Lohnt sich die Anschaffung?

 
Kehrmaschine S750 © Selbermachen
Kehrmaschine S750

Das Arbeitsprinzip einer handbetriebenen Kehrmaschine wie der S 750 vom Reinigungsgeräte-Spezialisten Kärcher ist schnell erklärt. Zwei große, gummibereifte Räder treiben beim Schieben des Gerätes eine Kehrwalze an, die den Schmutz aufwirbelt und in einen Behälter befördert. Zusätzlich gibt es einen Seitenbesen, der auf der rechten Seite den Kehrricht aus den Ecken oder den Ritzen des Bodenbelages fegt. Der Seitenbesen lässt sich per Drehknopf stufenlos in der Höhen verstellen und so dem zu reinigenden Untergrund anpassen.

Dank einer kleinen Lenkrolle vorn ist die Kehrmaschine mit dem in zwei Höhen einstellbaren Führungsbügel ohne großen Kraftaufwand manövrierbar. Der große Schmutzbehälter aus Kunststoff hat ein Fassungsvermögen von 32 Litern. Er liegt mit der Öffnung nach hinten zur Kehrwalze auf einem Kunststoffrahmen und lässt sich mit nur einer Hand herausnehmen und leicht entleeren. Ein Gummituch am Heck der Kehrmaschine reduziert den Staub und hält die Schuhe des Benutzers sauber.

Dank ihres geringen Gewichts von nur 13 kg lässt sich die Kehrmaschine leicht und zügig bewegen. Der rechts etwas überstehende Seitenbesen transportiert dabei Schmutz und Staub auch aus Ecken direkt mittig vor das Gerät und damit in den Bereich der Kehrwalze. Da der Seitenbesen vom rechten Hinterrad mit einem Riemen angetrieben wird, läuft er in Rechtskurven, wenn das rechte Rad eine kürzere Strecke zurücklegt, entsprechend langsam. Bei Wendemanövern nach rechts bewegt er sich gar nicht mehr. Dies sollte der Anwender beim Arbeiten berücksichtigen und deshalb also am besten immer linksherum wenden.

Mit einer Kehrbreite von 70 cm lassen sich vor allem größere Flächen zügig kehren. Je größer die Hoffläche ist, desto größer wird auch der Zeitvorteil, der sich mit der Kehrmaschine in Vergleich zum Fegen mit einem normalen Besen erzielen lässt. Schafft man mit einem Besen etwa 200 qm pro Stunde, so sind mit den S 750 Flächenleistungen von bis zu 2500 qm pro Stunde zu erreichen. Statt eine Stunde lang mit dem Besen zu fegen, lässt sich dieselbe Fläche mit der Kehrmaschine in etwa fünf Minuten reinigen. Angesicht der ernormen Zeitersparnis sind die Kosten für die Kärcher S 750 in Höhe von knapp 270 Euro durchaus vertretbar. Für kleinere Grundstück gibt es von Kärcher aber auch schon Modelle ab 100 Euro.

Auf den Punkt gebracht

Positiv: Geringes Gewicht, einfach in der Bedienung, leichte Entleerung des Schmutzbehälters, stufenlos einstellbarer Seitenbesen. Das Gerät erlaubt schnelles und zügiges Reinigen großer Flächen.

Negativ: Der nur einseitig angetriebene Seitenbesen bleibt in Rechtskurven stehen. Kleine Lenkrolle, die an Schwellen hakt. Relativ hoher Preis.

Fazit: Die Kärcher S 750 ist eine praktische und leicht zu bedienende Kehrmaschine für den privaten Anwender. Die große Zeitersparnis im Vergleich zum Fegen rechtfertig durchaus den hohen Anschaffungspreis.

© SelbermachenEinfaches, aber wirkungsvolles Prinzip: Die hinteren Räder treiben die Kehrwalze über ein Getriebe an. Per Riemen bewegt das rechte Rad zusätzlich den Seitenbesen.

Zum leichteren Transport, aber auch zum Reinigen schmaler Gehwege kann der Seitenbesen nach oben geklappt werden.

Stufenlos einstellbar sind die Position und die Höhe des Seitenbesens beim S 750.

Nicht für Rechtskurven: Da der Seitenbesen über das rechte Rad angetrieben wird, bleibt er beim Wenden nach rechts stehen.

Platzsparende Aufbewahrung: Mit runtergeklapptem Bügel kann der Kärcher S 750 an der Wand abgestellt werden.

Artikel aus selber machen Ausgabe 01/2011. Jetzt abonnieren!
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