Rasentraktor John Deere X 304 im Test | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Rasenmäher

Rasentraktor John Deere X 304 im Test

Wenn Sie den Rasen mähen, Holz transportieren oder den Hof kehren wollen, kann ein Rasentraktor eine große Hilfe sein. Wir haben den John Deere X 304 mit Vierradlenkung und Mulchmähwerk sowie einigem Zubehör für Sie getestet.

 
Rasenmähertraktor © Selbermachen
Rasenmähertraktor

Mit der X300er-Serie bietet John Deere eine Reihe leistungsstarker und wendiger Rasentraktoren an. Der X 304 besticht durch seine Vierradlenkung und den besonders engen Wendekreis. Deshalb eignet sich das Gerät auch für Grundstücke, auf denen es eng zugeht, oder bei hohem Baumbestand. Die Vierradlenkung wird ganz normal über das Lenkrad bedient und erfordert keine besondere Aufmerksamkeit. Selbst mit der vorn angebauten Kehrmaschine ließ sich die dann extrem lange Arbeitseinheit sehr gut rangieren. Komfortabel sind die Sitzposition und auch der verstellbare, gut gepolsterte Sitz. Hier kommt sich jeder Hobbygärtner vor wie Bauer Piepenbrink.

Rasentraktor John Deere

  1. KippanhängerKippanhänger© Selbermachen

    Kippanhänger

    1 Praktisch für den Transport auf größeren Grundstücken ist der Kippanhänger.
  2. BefestigungBefestigung© Selbermachen

    Befestigung

    1a Er wird einfach an dem Dreieck am Heck des Traktors eingehängt.
  3. FrontkehrmaschineFrontkehrmaschine© Selbermachen

    Frontkehrmaschine

    2 Mit der großen Frontkehrmaschine wird der Rasentraktor zu einer sehr langen Arbeitseinheit. Die langen Hebel der Kehrmaschine sind zu kurz, um vom Fahrersitz aus bedient zu werden.
  4. AntriebseinheitAntriebseinheit© Selbermachen

    Antriebseinheit

    2a Für die Montage der Kehrmaschine müssen zuerst ein Anbaurahmen sowie eine Antriebseinheit an dem Rasentraktor montiert werden.
  5. Schnitthöhe einstellenSchnitthöhe einstellen© Selbermachen

    Schnitthöhe einstellen

    3 Mit einem zentralen Stellrad wird die Schnitthöhe des Mähwerks eingestellt. Das große Display gibt Hinweise für weitere Bedienelemente
  6. CockpitCockpit© Selbermachen

    Cockpit

    4 Das Cockpit des Rasentraktors ist sehr übersichtlich gestaltet. Die Bedienungselemente wie die Parkbremse oder der Mähwerksschalter sind teilweise aber nur mit hohem Kraftaufwand zu bedienen.
  7. MotorhaubeMotorhaube© Selbermachen

    Motorhaube

    5 Unter der großen Motorhaube werkelt ein leistungsstarker Kawasaki-Motor mit zwei Zylindern und 17 PS (12,7 kW).
  8. Benzintank auffüllenBenzintank auffüllen© Selbermachen

    Benzintank auffüllen

    6 Der große Einfüllstutzen für den Benzintank befindet sich gut zugänglich hinten links auf dem Kotflügel.
  9. VierradlenkungVierradlenkung© Selbermachen

    Vierradlenkung

    Dank Vierradlenkung bleibt nur ein kleiner Kreis mit zirka 40 cm Radius ungemäht stehen. Allerdings ist das Mulchergebnis bei so engen Kurvenfahrten weniger gut.
  10. VerpflegungsfachVerpflegungsfach© Selbermachen

    Verpflegungsfach

    Zwei Monate war der John Deere X304 zu Gast bei SELBER MACHEN. Das Mähen großer Flächen war damit immer im Handumdrehen erledigt, die Halterung für die Bordverpflegung haben wir deswegen nie ernsthaft benötigt.
  11. KettenschlossKettenschloss© Selbermachen

    Kettenschloss

    Unsere erste Folge- Ausgabe war aber ein ABUS Granit Kettenschloss der Extraklasse. Denn auch Diebe lieben hochwertige Gartentrecker.
  12. Kirschen pflückenKirschen pflücken© Selbermachen

    Kirschen pflücken

    Ein Trecker nicht nur zum Kirschen stehlen.
  13. Traktor und MannTraktor und Mann© Selbermachen

    Traktor und Mann

    **HERSTELLER** John Deere **Gerätebezeichnung** X304 **Motor** Kawasaki 2 Zylinder **Motorleistung** 12,7 kW (17 PS) / 3450 U/min **Getriebe** Hydrostat **Geschwindigkeit** vorw.: 8,9 km/h, rückw.: 6,4 km/h **Mähwerk** Edge X-tra Mulchmähwerk 107 cm **Schnitthöhe** 2,5 bis 10,2 cm **Fangkorb** optional **Geräusch (Schallleistung)** 100 dB(A) **Gewicht** 263 kg **Herkunftsland** USA **Garantie** 2 Jahre/1 Jahr (privat/gewerblich) **Preis** 5462 Euro **Besonderheiten** ■ Komforabler Rasentraktor mit Vierradlenkung und Mulchmähwerk

Unser Testgerät war mit einem Edge-X-tra- Mulchmähwerk mit 107 cm Schnittbreite ausgestattet. Es hat abnehmbare Deflektorbleche hinten und ermöglicht den werkzeuglosen Umbau auf Heckauswurf. Einen 250 Liter fassenden Grasfangkorb gibt es optional. Die Schnitthöhe für das Mähwerk wird mit einem zentralen Knopf eingestellt. Das Mähwerk wird per Fußpedal mit Gasfederunterstützung angehoben und abgesenkt. Die Zuschaltung des Mähwerks erfolgt elektromagnetisch. Allerding ist für die Bedienung ein erheblicher Kraftaufwand erforderlich. Hier könnte der Hersteller eine ergonomische Lösung finden. Das gilt auch für die Parkbremse, die zum Lösen sehr kräftig getreten werden muss.

Dank Hydrostatgetriebe lässt sich die Maschine leicht fahren. Einfach nur auf das Vorwärtspedal treten. Je nach Pedaldruck geht es dann mit bis zu 8,9 km/h voran. Zum Rückwärtsfahren tritt der Anwender auf das Rückfahrpedal. Das Tempo ist mit maximal 6,4 km/h etwas gemächlicher. Nicht nur zum Brennholztransport, sondern auch für allerlei andere Transportarbeiten auf dem Grundstück diente der 966 Euro teure Kippanhänger, der bis zu 501 kg Gewicht trägt. Für die große Kehrwoche haben wir außerdem die Anbau-Kehrmaschine mit 1,2 m breitem Besen ausprobiert.

Bevor der 1626 Euro teure Feger montiert werden kann, müssen ein Anbaurahmen und eine Antriebseinheit für fast 280 Euro am Traktor montiert werden. Dann lässt sich die Maschine leicht einhängen. Da die Bedienhebel zu kurz sind, lässt sie sich schlecht vom Fahrersitz aus steuern.

Auf den Punkt gebracht

Pro: Komfortabler Rasentraktor mit leistungsstarkem Zwei-Zylinder- Motor, Hydrostatgetriebe, Vierradlenkung, unterschiedliche Mähwerke lieferbar.

Contra: Bei der Bedienung teilweise hoher Kraftaufwand erforderlich, Mulchergebnis in Kurven nur mäßig, relativ hoher Preis.

FAZIT Mit dem John Deere X 304 macht das Rasenmähen richtig Spaß. Lange Strecken und enge Kurven lassen sich gleichermaßen gut bewältigen. Rasenschnitt dank speziellem Mulchmähwerk gut, nur in Kurven bleibt Gras liegen. Die Bedienhebel des Rasentraktors erfordern teilweise, wie bei einem großen Trecker, kräftiges Ziehen oder Zutreten.

Leben mit dem Gartentrecker: ein Kindertraum, endlich erfüllt?

Gartentrecker sind wie Schlepper im Hafen: nett anzusehen, beliebt bei großen Männern und kleinen Jungs, aber nur selten gekauft. Wer einen braucht, hat ihn bereits, alle anderen dürfen weiterträumen. Und trotzdem will ich endlich einen Trecker haben! Zum Mähen. Zum Fegen. Um einen Anhänger zu ziehen. Um bei meinen Nachbarn zu punkten. Und vielleicht auch nur, um an grauen Tagen das Garagentor zu öffnen und mich zu freuen. Dabei ist der Kauf eines Treckers für den Garten ein wenig wie der Gang ins Tierheim, um einen Hund zu holen: Man geht eine folgenreiche Partnerschaft ein.

Die Liste der Nachteile ist lang: Gartentrecker sind laut, Gehörschutz ist Pflicht. Gartentrecker sind durstig, verbrauchen ein Vielfaches eines großen Antriebsmähers. Gartentraktoren brauchen viel Platz in allen Gartentoren, Durchfahrten und in der Garage, und lassen trotzdem Rasenränder an Baum und Beet stehen. Gartentraktoren wollen regelmäßig (per Hänger!) zum Motoristen gebracht und nachts weggeschlossen werden. Aber was ist das alles im Vergleich zu der Gewissheit, endlich (s)einen Trecker zu besitzen!

Artikel aus selber machen Ausgabe 09/2012. Jetzt abonnieren!
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren