Bohrmaschinen

Alles über Kernbohrmaschinen

Der kürzeste Weg, um Feuchtigkeit oder schlechte Gerüche aus dem Haus zu bekommen, geht direkt durch die Wand. Mittels Ventilator und Einschubrohr ist das kein Problem. Das passende Loch dafür bohrt man mit einer Kernbohrmaschine, meist im Durchmesser zwischen 100 und 200 Millimetern. Was diese Maschine von einer normalen Bohrmaschine unterscheidet – und wie sie funktioniert – erklären wir Ihnen in fünf Minuten.

 
Kernbohrmaschine © Selbermachen
Kernbohrmaschine

  1. Andockstation© Selbermachen

    Andockstation

    Nicht jede Bohrkrone passt an jede Maschine. Bei Nass und Nass-/Trockenbohrmaschinen muss die Bohrkrone einen dichten Wasserzulauf haben, der hier an der Schlauchkupplung zu erkennen ist. Die Kraftübertragung übernimmt ein schlichtes Sechskantprofil.
  2. Kronjuwelen© Selbermachen

    Kronjuwelen

    Zu den teuersten Einzelteilen des Kernbohrers gehören die Zähne der Bohrkrone. Sie sind hartmetallbestückt und mit Diamant beschichtet, um auch härtestem Stein zu widerstehen, wenn sie sich ins Material fräsen. Trotzdem nutzen sich die Zähne ab, was man beim Mieten in der Regel bezahlen muss.
  3. Gibt halt© Selbermachen

    Gibt halt

    Entscheidend für eine makellose Kernbohrung ist die saubere Führung der Bohrkrone. In Beton und mit Wasser soll te ohnehin mit Bohrstativ ge ar beitet werden. Beim trockenen Bohren in „weichem“ Material geht das meist auch aus der Hand – allerdings darf die Maschine nicht verkanten.
  4. Flüssigkeitsnachschub© Selbermachen

    Flüssigkeitsnachschub

    Beim Bohren besonders fester, harter Baustoffe wie Beton sollte man mit Wasserkühlung bohren. Das schont die teuren Zähne an der Bohrkrone und transportiert zuverlässig den Bohrstaub aus dem Bohrloch. Deswegen schreiben Vermieter dies bei Leihgeräten meist grundsätzlich vor. Damit der Fluss kontrolliert werden kann, dreht sich ein Propeller im Schauglas, und mit dem Hahn wird die Zufuhr gestoppt, wenn’s nötig ist.
  5. Schnelle Verbindung© Selbermachen

    Schnelle Verbindung

    Eigentlich reicht ein simpler Gartenschlauch, um die Bohrkrone mit Wasser zu versorgen. Aber macht man eine Pause, muss das Wasser gestoppt werden. Dafür wird per Bajonettkupplung ein Schlauchadapter mit Sperrhahn angekuppelt.
  6. Zwei Libellen© Selbermachen

    Zwei Libellen

    Wenn man freihändig bohrt, muss die Maschine exakt waagerecht oder senkrecht gehalten werden, sonst kann die Krone ver kanten, und das reißt einem fast die Arme aus. Zur Kontrolle gibt es meist im Griffbereich für beide Bohrpositionen (die dritte wäre „über Kopf“ und ist nicht erlaubt) je eine kleine, gut sichtbare Libelle.
  7. Tempomat© Selbermachen

    Tempomat

    Wie bei normalen Bohrmaschinen lassen sich bei Kernbohrgeräten mindestens zwei Gänge einlegen. Dabei ist es der erste Gang, der zwar langsamer dreht, dafür aber kräftiger ist, auf den man bei harten Baustoffen nicht verzichten möchte.
  8. Personenschutz© Selbermachen

    Personenschutz

    Weniger als 30 Millisekunden braucht dieser „Personenschutzschalter“, um die Maschine von der Stromzufuhr zu trennen. Besonders wenn man mit Wasser bohrt und doch mal eine Stromleitung trifft, kann das Leben retten. Also diese Sicherung immer erst testen, dann starten – eine Diode zeigt an, ob Strom fließt oder nicht.
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