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Alles über: Stichsägen

Die Stichsäge ist 66 Jahre alt und eines der gängigsten Elektrowerkzeuge. Ob eine Leiste zu kürzen oder eine Kurve zu sägen ist, die Stichsäge kommt da selbstverständlich zum Einsatz. Wie die Sägezähne in Bewegung kommen, wissen Sie in fünf Minuten.

 
Die Stichsäge im Querschnitt © Chris Lambertsen
Die Stichsäge im Querschnitt

  1. Das Getriebe© Chris Lambertsen

    Das Getriebe

    **FETTES GETRIEBE** Im Prinzip sind es zwei Ritzel und ein Exzenter, der die Drehbewegung der Motorachse in die Auf- und Abbewegung des Sägeblatts umsetzt. Der Hohlraum oberhalb der beiden Ritzel ist normalerweise mit Getriebefett gefüllt, um jahrelang kühlenden Schmierstoff bereitzuhalten.
  2. Das Lüfterrad© Chris Lambertsen

    Das Lüfterrad

    **WINDMASCHINE** Wo Strom fließt und wo mechanische Bewegung ist, entsteht Wärme. In einer Stichsäge sorgen Motor und Getriebe schon nach einigen Minuten Betrieb für spürbare Wärme. Ein Lüfterrad auf der Motorachse fächelt dem Antriebsaggregat ständig eine kühlende Brise zu.
  3. Der Elektromotor© Chris Lambertsen

    Der Elektromotor

    **KRAFTWERK** Ein simpler Elektromotor, mit einer Leistung zwischen 150 und 750 Watt, treibt die Sägezähne durchs Material. Üblich ist eine Motorleistung zwischen 250 und 500 Watt.
  4. Die Elektronik© Chris Lambertsen

    Die Elektronik

    **STARTER UND GAS** Nur wenig Elektronik steckt in einer Stichsäge: eine kleine Platine, an der der An-/Aus-Schalter und das Potenziometer mit Drehrad für die Drehzahlregelung angelötet sind. Der Schalter wird über eine Schubstange vom Gehäuseschalter aus bedient.
  5. Der Kollektor© Chris Lambertsen

    Der Kollektor

    **JEDE MENGE KOHLE** Der kupferfarbene Kollektor überträgt den Strom auf den Kern (Anker) des Elektromotors. Vom Netz wird der Strom aber zunächst über Schleifkohlen auf den Kollektor übertragen. Sie sind die einzigen echten Verschleißteile an einem Elektromotor und müssen irgendwann ausgewechselt werden.
  6. Winkel einstellen© Chris Lambertsen

    Winkel einstellen

    **FÜR SCHRÄGE TYPEN** Wenn der Schnitt mal schräg sein soll, lässt sich die Fußplatte bei fast allen Sägen bis mindestens 45 Grad schräg stellen. Hier gibt es Rasten für verschiedene Winkel.
  7. Sägespäne abführen© Chris Lambertsen

    Sägespäne abführen

    **MÜLLABFUHR** Sägespäne können duch diesen, in diesem Fall im Gehäuse integrierten, Kanal abgeführt werden. Dazu muss man nur einen Staubsaugerschlauch am hinteren Ende anbringen und den Sauger während der Arbeit einschalten.
  8. Die Filzscheiben© Chris Lambertsen

    Die Filzscheiben

    **FILZ UND SCHMIERE** Zwei Filzscheiben sorgen für saubere Schnitte, denn sie verhindern, dass Fett aus dem Getriebe in den Pendelhub mechanismus und damit ans Sägeblatt kommt.
  9. Die Sägeblatthalterung© Chris Lambertsen

    Die Sägeblatthalterung

    **GREIF-REFLEX** Wo früher mit überlangen Spezialschraubenziehern die Sägeblatthalterung geöffnet und geschlossen wurde, reicht heute ein sanfter Fingerdruck. Durch eine Feder wird das Sägeblatt reflexartig gehalten, sobald der Finger wieder loslässt.
  10. Der Pendelhub© Chris Lambertsen

    Der Pendelhub

    **FÜR PENDLER** Das Sägeblatt bewegt sich normalerweise nur auf und ab. Schaltet man den Pendelhub zu, bewegt es sich abwärts nach vorn und aufwärts nach hinten. Dadurch werden die Sägeleistung und der Spanabtransport deutlich gesteigert.
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