Bandschleifer

Bandschleifer 7650 AA Turbine

Schnelle Oberflächenbearbeitung ist die Domaine von elektrischen Hand-Bandschleifern. Für 120 Euro bietet Skil den Bandschleifer 7650 AA Turbine an, der durch seine Staubfilterbox auffällt.

 
Bandschleifer © Selbermachen
Bandschleifer

Bandschleifer sorgen mit ihrem rund 15 bis 20 Stundenkilometer schnellem Schleifband für eine hohe Abtragsleistung auf Oberflächen aller Art. Um keine Löcher ins Material zu schleifen, empfiehlt es sich, die Maschine gleichmäßig über die Oberfläche zu bewegen. Für empfindliche Oberflächen wie dünne Furniere gibt es Bürstenschleifrahmen, die Schlimmeres verhindern. Beim 7650 AA Turbine legt Skil serienmäßig einen Equalizer-Schleifrahmen bei, der einfach auf die Grundplatte gesteckt wird und vor und hinter dem Schleifband eine zusätzliche Auflagefläche bietet. Das ist zwar kein Ersatz für einen einstellbaren Bürstenschleifrahmen, aber besser als nichts.

Mit 900 Watt Aufnahmeleistung bietet der Skil-Bandschleifer bei voller Drehzahl reichlich Durchzugsvermögen. Wird die Bandgeschwindigkeit mit der elektronischen Drehzahlsteuerung jedoch reduziert, verliert die Maschine an Kraft und sollte nur noch gefühlvoll bedient werden. Auch muss der Anwender bei der Skil 7650 darauf achten, dass das Schleifband eben auf dem Werkstück aufliegt, denn der Schwerpunkt der Maschine liegt zu weit seitlich, so dass sie nicht von allein gerade auf der Grundplatte steht. Ärgerlich ist auch, dass die Skil-Konstrukteure das Stellrad für die Elektronik auf die rechte Seite des Handgriffes gebaut haben. So können Rechtshänder es während des Betriebs kaum ablesen und nicht mit dem freien Daumen verstellen.

Äußerlich fällt an der Maschine die große Staubfangbox auf. Zusammen mit der eingebauten Turbine ermöglicht sie eine für Bandschleifer gute Absaugleistung. Allerdings sitzt die transparente Kunststoffbox sehr strafft, so dass das Entfernen und Öffnen der Box nicht nur viel Kraft erfordert, sondern sich dabei auch gleich wieder ein Teil des feinen Schleifstaubs im Raum verteilt. Für den stationären Einsatz kann die Skil mit den mitgelieferten Schraubzwingen einfach aufgespannt werden. Die für präzises Arbeiten mit kleinen Teilen erforderlichen Anschläge gibt es vom Hersteller aber nicht einmal als Zubehör.

Auf den Punkt gebracht

Positiv: Futuristisches Design, kräftiger Motor (bei voller Drehzahl), Elektronik, gummierte Griffe, verstellbarer Zusatzhandgriff, Filterbox mit guter Absaugwirkung.

Negativ: Schwerpunkt nicht über der Schleifplatte, Motorleistung fällt bei verringerter Drehzahl stark ab, Drehzahlverstellung während des Betriebs für Rechtshänder kaum erreichbar, kein weiteres Zubehör, unübersichtliche Bedienungsanleitung, laut.

Fazit: Der Skil-Bandschleifer 7650AATurbine ist mit 120 Euro für Einsteiger teuer, aber hat für anspruchsvolle Anwender zu wenig zu bieten.

Bandschleifer 7650 AA Turbine im Test

  1. Absaugwirkung© Selbermachen

    Absaugwirkung

    Die Absaugwirkung mit der Klarsichtbox ist besser als bei anderen Bandschleifern. Wirkungsvoller ist jedoch die Absaugung mit einem Werkstattstaubsauger.
  2. Zusatzhandgriff© Selbermachen

    Zusatzhandgriff

    Der Zusatzhandgriff lässt sich leicht verstellen.
  3. Drehzahleinstellung© Selbermachen

    Drehzahleinstellung

    Die Drehzahleinstellung auf der rechten Seite des Handgriffs ist für Rechtshänder während des Betriebs kaum erreichbar.
  4. Equalizer-Schleifrahmen© Selbermachen

    Equalizer-Schleifrahmen

    Das auf die Grundplatte aufsteckbare Blech mit zusätzlichen Auflagen nennt der Hersteller „Equalizer- Schleifrahmen“.
  5. Kunststoffkoffer © Selbermachen

    Kunststoffkoffer

    In einem riesigen Kunststoffkoffer liefert Skil den Bandschleifer aus: mit Absaugbox, Absaugadapter, zwei Schraubzwingen, der Equalizer- Schleifplatte und zehn Schleifbändern. Weiteres Zubehör wie einen Winkelanschlag gibt es nicht.
Artikel aus selber machen Ausgabe 04/2011. Jetzt abonnieren!
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