Exzenterschleifer

Exzenterschleifer SXE 425 TurboTec

Metabo stellt eine neue Exzenterschleifer-Generation vor, bei der sich mit dem TurboBoost-Schalter dem Motor die letzten Reserven entlocken lassen. Wir haben den neuen SXE 425 TurboTec ausführlich für Sie getestet.

 
Exzenterschleifer von Metabo © Selbermachen
Exzenterschleifer von Metabo

Exzenterschleifer eignen sich für viele Einsatzbereiche: zum Schleifen von Holz, Kunststoffen, Metallen und Lackoberflächen. Vor allem für Geräte, die auch an Wänden oder Seitenteilen oder gar über Kopf einsetzt werden sollen, gilt, dass sie besonders gut in der Hand liegen müssen.

Hier zeigt sich der neue Metabo SXE 425 TurboTec von seiner besten Seite. Der schlanke Handgriff ist ebenso wie die Oberseite des Motorgehäuses mit einer Softgrippauflage versehen, die vibrationsarmes Arbeiten ermöglicht. Ein Zusatzhandgriff an der Vorderseite der Maschine gibt dem Anwender mehr Gefühl beim Schleifen großer Flächen. Er lässt sich zwar nicht verstellen, kann aber zum randnahen Schleifen abmontiert werden.

Weniger gelungen ist das Einstellrad für die elektronische Drehzahlsteuerung. Es lässt sich zwar gut bedienen, die Zahlen sind aber in der normalen Arbeitsposition nicht ablesbar.

Eine Besonderheit des SXE 425 Turbo- Tec ist die zuschaltbare TurboBoost-Funktion, die laut Hersteller „weitere Kräfte für einen maximalen Abtrag mobilsieren“ soll. Dies soll bei jeder eingestellten Drehzahl funktionieren und eine deutlich höhere Abtragsleistung ermöglichen. Was sich hinter dem unverständlichen Schlagwort „TurboBoost“ verbirgt, ist nichts weiter als ein simpler Schalter, der die Drehzahlelektronik überbrückt. Auf Knopfdruck läuft die Maschine mit maximalem Tempo, schneller als in der höchsten Stufe der elektronischen Einstellung. Entsprechend hoch ist auch die Abtragsleistung. Mit einem weiteren Knopfdruck kann der Anwender an empfindlichen Stellen ebenso schnell wieder auf die elektronisch heruntergeregelte Geschwindigkeit umschalten.

Dank des kräftigen Motors mit 320Watt Leistungsaufnahme erzielt der SXE 425 TurboTec vor allem in der TurboBoost- Stellung eine relativ hohe Abtragsleistung. Angenehm ist dabei, dass die integrierte Staubaubsaugung mit der Filterbox aus Kunststoff sehr wirkungsvoll arbeitet. Einziges Ärgernis war, dass die Box oft nicht am Bügel des Handgriffs einrastete und dann nach kurzer Arbeitszeit immer wieder abfiel. Allerdings muss man die Filterbox zum Entleeren nicht unbedingt abnehmen, sondern kann sie auch hinten öffnen. Alternativ lässt sich auch ein Absaugschlauch anschließen.

Auffällig an dem neuen Metabo-Exzenterschleifer ist der stabile Alu-Druckgussflansch zwischen Motor und Schleifplatte. Er lässt eine lange Lebendsdauer der Maschine erwarten. Mit einem Preis von 179 Euro ist der Metabo Exzenterschleifer SXE 425 TurboTec allerdings auch kein besonders preisgünstiges Schnäppchen. Wer nochmals 40 Euro drauflegt, bekommt mit dem Metabo SXE 450 TurboTec einen Exzenterschleifer mit 150 mm Schleifscheiben- Durchmesser und Duo-Schwingkreis- System, bei dem sich auch noch zwischen schnellem und feinem Schliff umschalten lässt.

Auf den Punkt gebracht

Positiv: Angenehme und vibrationsarme Handhabung, gute Abtragsleistung, sehr gute Staubabsaugung, Schalter zur Überbrückung der Drehzahlelektronik.

Negativ: Teuer, Drehzahleinstellung beim Arbeiten schlecht abzulesen, Staubfilterbox fällt leicht ab.

Fazit: Der Metabo SXE 525 TurboTec ist ein sehr handlicher und leistungsfähiger Exzenterschleifer, der allerdings auch seinen Preis hat.

  1. © SelbermachenArbeitssituation einstellen
    Mit dem großen Wahlschalter werden die Arbeitssituationen eingestellt, ...
  2. © SelbermachenLieferumfang Skil-Winkelschleifer 9345
    Zum serienmäßigen Lieferumfang gehören die offene Schutzhaube zum Schruppschleifen, der Zusatzhandgriff und der Zweilochschlüssel für den Scheibenwechsel.
  3. © SelbermachenDrehzahlregelung
    Mit einer aufgesetzten Scheibenbremse am Schaberwerkzeug wurde der Belastungstest je 30 Minuten lang durchgeführt.
  4. © SelbermachenTurboBoost-Schalter
    Der rote TurboBoost-Schalter überbrückt die elektronische Drehzahlsteuerung und lässt die Maschine mit ihrer Höchstdrehzahl laufen.
  5. © PRSchritt 1
    Im Schallraum wurde die Lautstärke der Sägen getestet. Dabei wurde das Prüfmikrofon etwa auf Bediener-Ohrhöhe justiert. Der Schalldruckpegel wurde, sofern einstellbar, bei minimaler und maximaler Leerlaufdrehzahl gemessen.
  6. © SelbermachenAbsaugwirkung
    Die Absaugwirkung mit der Klarsichtbox ist besser als bei anderen Bandschleifern. Wirkungsvoller ist jedoch die Absaugung mit einem Werkstattstaubsauger.
  7. © SelbermachenSchleifplatte aufstecken
    ... die richtige Schleifplatte (hier zum Eckenschleifen) muss der Anwender entsprechend der Einstellung selber aufstecken.
  8. © SelbermachenSchutzhaube
    Zum Trennschleifen mit Winkelschleifern muss laut Bedienungsanleitung eine geschlossene Schutzhaube verwendet werden, die Skil als Zubehör für 7,99 Euro anbietet.
  9. © SelbermachenVibration messen
    Ein „Triax-Beschleunigungsaufnehmer“ wurde eingesetzt, um bei höchster Beschleunigung die Vibration am Griff in der Längsachse zu messen.
  10. © SelbermachenZahlen auf dem Stellrad
    Die Zahlen auf dem Stellrad für die Elektronik sind aus einer normalen Arbeitsposition nur sehr schlecht abzulesen.
  11. © PRSchritt 2
    Auch die Messung des Energieverbrauchs gehörte zum Testumfang: Die elektrische Leistung wurde durch 5 Sek. Leerlauf der Säge und 5 Sek. Sägen in Prüfstücken aus Buchenholz ermittelt.
  12. © SelbermachenZusatzhandgriff
    Der Zusatzhandgriff lässt sich leicht verstellen.
  13. © SelbermachenRunde Schleifplatte
    Mit der runden Schleifplatte wird der KA 280 zum Exzenterschleifer.
  14. © SelbermachenAuto-Clic-Schalter
    Beim Drücken des Auto-Clic-Schalters rastet die Spindelarretierung des Skil 9345 ein.
  15. © SelbermachenSägen
    Im Praxistest wurde eine Aussparung in eine rund 40 mm dicke Spanplatte gesägt.
  16. © SelbermachenZusatzhandgriff montieren
    An der Vorderseite des Exzenterschleifers kann ein Zusatzhandgriff montiert werden. Er erlaubt es, die Maschine mit beiden Händen sehr gefühlvoll zu führen.
  17. © SelbermachenSchritt 3
    Drei Tester haben im Prüflabor die Handhabung der Maschinen nach festen Prüfkriterien beurteilt. Dazu gehörten Funktionen wie Laser- und Spannvorrichtungen oder auch die Wirksamkeit der Staubabführung.
  18. © SelbermachenDrehzahleinstellung
    Die Drehzahleinstellung auf der rechten Seite des Handgriffs ist für Rechtshänder während des Betriebs kaum erreichbar.
  19. © SelbermachenBügeleisenförmige Schleifplatte
    Die Spitze der bügeleisenförmigen Schleifplatte lässt sich mit einem Lamellenschleiffinger oder einem Profilschuh aufrüsten.
  20. © SelbermachenWechsel der Schleifscheibe
    Dann hat der Anwender beide Hände frei für den Wechsel der Schleifscheibe mit dem Zweilochschlüssel.
  21. © SelbermachenGehäusetemperatur messen
    Am Griff jeder Maschine wurde mit einem Thermoelement und zur Kontrolle zusätzlich mit einem Infrarot- Thermometer berührungslos die Gehäusetemperatur erfasst. Einmal nach zwei Stunden Leerlauf, einmal nach 30 Minuten unter Last.
  22. © SelbermachenSchleifblätter Klettverschluss
    Dank Klettverschluss lassen sich die Schleifblätter bei Exzenterschleifern leicht wechseln. Sie müssen allerdings darauf achten, Blätter mit der richtigen Lochung für ihr Modell zu kaufen.
  23. © SelbermachenEqualizer-Schleifrahmen
    Das auf die Grundplatte aufsteckbare Blech mit zusätzlichen Auflagen nennt der Hersteller „Equalizer- Schleifrahmen“.
  24. © SelbermachenEinschalten des Winkelschleifers
    Das Einschalten des Winkelschleifers ist erst wieder möglich, wenn die Spindelarretierung mit dem oberen Auto-Clic-Schalter ausgeschaltet ist.
  25. © SelbermachenStaub absaugen
    Staub absaugen funktioniert nur gut wenn die Absaugung eine Dichtung zur Oberfläche hat. Bosch hat darauf verzichtet.
  26. © SelbermachenStaubkassette
    Die Staubkassette ist mit einem großen Faltenfilter ausgestattet. Er erlaubt eine wirkungsvolle Absaugung des anfallenden Schleifstaubs.
  27. © SelbermachenKunststoffkoffer
    In einem riesigen Kunststoffkoffer liefert Skil den Bandschleifer aus: mit Absaugbox, Absaugadapter, zwei Schraubzwingen, der Equalizer- Schleifplatte und zehn Schleifbändern. Weiteres Zubehör wie einen Winkelanschlag gibt es nicht.
  28. © SelbermachenHandgriff
    Da der Winkelschleifer zwei Netzschalter hat, kann er wahlweise vorn am Motorgehäuse oder hinten am Handgriff geführt werden.
  29. © SelbermachenGuter Halt dank Noppen
    Einen guten Halt bieten Werkzeugaufnahmen mit vielen, passgenauen Noppen. So geht keine Leistung verloren, und das Werkzeug kann variabel montiert werden.
  30. © SelbermachenTrennen von Metal
    Skil 9345 mit geschlossener Schutzhaube (Zubehör) beim Trennen von Metal.
  31. © SelbermachenVerschleißspuren
    Hoher Verschleiß tritt auf, wenn man lange an einer Stelle des oszillierenden Werkzeugs arbeitet. Deshalb regelmäßig umsetzen.

Exzenterschleifer für Heimwerker haben meist Schleifteller mit 125 mm Durchmesser, Profimaschinen sind dagegen oft mit 150 mm großen Schleiftellern ausgestattet. Eine Zwangsrotation des Schleiftellers verhindert, dass die Drehbewegung des Schleifblatts durch zu starken Andruck der Maschine zum Stehen kommt und sorgt so für einen höheren Abrieb. Bei manchen Geräten lässt sich zwischen schnellem und feinem Schleifen umschalten. Auch der Schwingskreisdurchmesser bestimmt die Höhe der Abtragsleistung.

Einkaufstipp

•Exzenterschleifer gibt es in zwei Bauweisen: Topfbauweise mit stehendem Motor und Winkelbauweise mit Winkelgetriebe und liegendem Motor. Geräte in Topfbauweise werden vor allem von Malern und Schreiner für die Bearbeitung liegender Flächen bevorzugt. Autolackierer greifen dagegen eher zu Geräten mit Winkelgetriebe.

•Eine Elektronik, mit der sich die Hubzahl beim Bearbeiten empfindlicher Oberflächen reduzieren lässt, ist ein Muss.

•Eine Tellerbremse verhindert, dass der Schleifteller im Leerlauf hochdreht und dann beim Aufsetzen des rasenden Tellers Löcher ins Material geschliffen werden.

SELBER MACHEN 01/2008

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