Dremel

MuFU-Werkzeug "Stylus" von Dremel

Mit dem neuen „Stylus“ bietet Dremel ein kleines und sehr handliches Multifunktionswerkzeug an, das wie ein Stift in der Hand liegt.

 
In die Hand gebaut: Der © Selbermachen
In die Hand gebaut: Der "Stylus"

Der „Stylus“ von Dremel setzt neue Maßstäbe für kompakte Akkuwerkzeuge. Das Gerät eignet sich mit Drehzahlen von 5000 bis 25000 Umdrehungen pro Minute zum Beispiel zum Gravieren von Namensschildern, zum Polieren von Schmuck und zum Schleifen von Modellbauschiffen. Wie auch die bisherigen Dremel-Modelle arbeitet der „Stylus“ mit dem umfangreichen Dremel-Zubehör zusammen.

Das Besondere an dem neuen Werkzeug ist die Bauform, die an einen Miniatur-Akkuschrauber mit Mittelhandgriff erinnert. Der Akku ist im rechten Winkel zur Motorachse montiert. Diese Bauweise ermöglicht es, den „Stylus“ wie einen Federhalter zu greifen und sicher zwischen Daumen und Zeigefinger zu führen. So lässt sich gerade bei kleinsten Arbeiten das Werkzeug präzise führen.

Seine Energie bezieht der „Stylus“ aus einem Lithium-Ionen-Akku mit 7,2 Volt und einer Kapazität von einer Amperestunde. Da der Akku die einmal geladene Energie bis zu zwei Jahre lang speichert, ist das Gerät für den gelegentlichen Gebrauch praktisch immer einsatzbereit. Eine Akkuladung reicht je nach Belastung für eine Arbeitszeit von bis zu einer halben Stunde. © SelbermachenDanach muss der fest eingebaute Akku auf der Ladestation, die auch Platz für das serienmäßige Zubehör bietet, wieder aufgeladen werden. Das Aufladen dauert allerdings bis zu fünf Stunden. Wegen der sehr hohen Vibrationen (5,1 m/s2) und der starken Erhitzung der Maschine werden wohl die wenigsten Anwender eine halbe Stunde lang mit dem „Stylus“ am Stück arbeiten wollen. So bleibt dann wenigstens zwischendurch immer wieder Zeit zum Nachladen des Lithium- Ionen-Akkus.

© SelbermachenZubehör für erste Versuche: Der „Stylus“ kommt serienmäßig mit einem kleinen Zubehörset, das aber meist bald ergänzt werden muss.

© SelbermachenDie Schalter: Per Druckschalter lässt sich der Motor einschalten. Ein Schiebeschalter blockiert die Spindel für den Werkzeugwechsel.

© SelbermachenDie Handhaltung: Mit dem Daumen und dem Zeigefinger in den gummierten Griffmulden kann der Stylus präzise geführt werden.

© SelbermachenDie Einsatzwerkzeuge werden mit einer serienmäßigen Spannhülse befestigt. Ein Bohrfutter gibt es nur als Sonderzubehör.

Fazit: Sehr kleines und handliches Werkzeug für viele Arbeiten, vor allem im Modellbau. Der „Stylus“ lässt sich zwar gut führen, durch die hohen Vibrationen und die Erhitzung der Maschine wird aber längeres Arbeiten unangenehm. Der fest eingebaute Akku macht die 80 Euro teure Maschine nach etwa vier bis fünf Jahren leider zum Wegwerf-Werkzeug.

Artikel aus selber machen Ausgabe 01/2011. Jetzt abonnieren!
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