Schleifer

Multimaster von Fein

Gut 20 Jahre nach Einführung des Feinschleifers bringt der Hersteller nun eine neue Version der mittlerweile als Fein Multimaster bekannten Maschine. Wir wollten wissen, ob sich die Anschaffung des neuen Multimasters von Fein lohnt und haben das Top-Modell des universellen Elektrowerkzeugs getestet.

 
Multimaser von Fein © Selbermachen
Multimaser von Fein

Schleifen, raspeln, sägen, trennen und mehr, das sind Aufgaben für den Multimaster von Fein. Das universelle Renovierungswerkzeug ist bei Heimwerkern wie auch bei Handwerkern gleichermaßen beliebt. Im Vergleich zu üblichen Dreieckschleifern eignet sich der Multimaster eben nicht nur zum Schleifen. Die in einem Winkel von ±1,6° oszillierenden Einsatzwerkzeuge bewältigen Aufgaben, die sonst oft nur in Handarbeit erledigt werden konnten. Die neue Multimaster-Generation ist nicht nur stärker geworden (250 statt 180 Watt), sondern verfügt jetzt – abgesehen vom preiswerten Startmodell – über die Möglichkeit, die Einsatzwerkzeuge werkzeuglos zu wechseln, bei Fein QuickIN genannt. Mit einem allerdings etwas schwergängigen Hebel wird die Befestigungsschraube für das Werkzeug gespannt. Damit die Einsatzwerkzeuge nachher nicht in der Aufnahme schlackern, muss der Anwender darauf achten, dass die Schraube vor dem Spannen richtig angedrückt ist.

Verbessert wurde auch die Werkzeugaufnahme. Die neue Acht-Stern-Aufnahme der FMM250, so die werksinterne Abkürzung für den neuen Fein Mul timaster mit 250 Watt, sorgt durch die formschlüssige Verbindung von Werkzeug und Maschine jetzt für eine sichere Drehmomentübertragung und verhindert das unbeabsichtigte Lösen der Befestigungsschraube. Nachteil: Alte Einsatzwerkzeuge passen nicht mehr an den neuen Multimaster. Allerdings liefert Fein schon seit Monaten die Multimasterwerkzeuge mit der neuen Acht- Stern-Aufnahme aus, denn diese lassen sich sowohl am alten wie auch am neuen Multimaster verwenden.

Die höhere Motorleistung und -drehzahl sorgt für mehr Arbeitsfortschritt, vor allem bei stärkerem Andrücken der Maschine oder höherer Belastung wie zum Beispiel beim Sägen von Hartholz. Bei höchster Drehzahl ist jedoch das Laufgeräusch der kleinen Maschine so unangenehm wie der Bohrer beim Zahnarzt.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern hat Fein beim Multimaster keinen Kanal für die Staubabsaugung integriert. In der Top-Ausführung wird aber ein Absaugadapter für den Abschluss eines Staubsaugers mitgeliefert. Diese Lösung ist jedoch unbefriedigend, da einerseits die Adapterteile leicht verlorengehen können, anderseits die Absaugung durch nur drei der sechs Löcher im Schleifblatt wenig effektiv ist.

Insgesamt ist der neue Multimaster sehr praktisch. Die Startausführung ohne werkzeugloses Spannsystem gibt es bereits ab zirka 160 Euro. Allerdings lohnt sich die Ausgabe von 299 Euro für das Top-Modell. Es enthält auch noch einen Koffer voller Zubehör.

Auf den Punkt gebracht

Positiv: Leistungsstarkes und sehr universell einsetzbares Elektrowerkzeug für viele Arbeiten rund ums Haus, sehr umfangreiches Zubehörprogramm, werkzeugloser Wechsel der Einsatzwerkzeuge, Das Top-Paket enthält bereits Werkzeuge für viele Einsatzbereiche.

Negativ: Relativ hoher Preis, mangelhafte Absauglösung, unangenehmes Laufgeräusch, Spannhebel kann zurückschlagen (Verletzungsgefahr!)

Fazit: Der neue Multimaster FMM250 von Fein hat mehr Leistung und ist komfortabler zu bedienen. Mit noch mehr Systemzubehör ist er ein praktischer Problemlöser für viele Fälle.

Artikel aus selber machen Ausgabe 06/2011. Jetzt abonnieren!
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