Tacker

Akku-Handtacker

Tacker ohne störendes Kabel gibt es als manuelle Handtacker oder moderne Akkutacker. Wir haben den Akkutacker 2100 von Skil mit 7,2-Volt-Akku für Sie getestet.

 
Akkutacker Skil © Selbermachen
Akkutacker Skil

© SelbermachenTacker haben viele Einsatzgebiete. Sie befestigen Dämmstoff, Pappen und Folien, Textilien und Teppiche, Holzleisten, Profilbretter und Paneele. Auf Knopfdruck verschießen sie Klammer für Klammer. So schnell wie ein Tacker funktioniert keine andere Befestigungstechnik. Dennoch brauchen Heimwerker Tacker meist nur gelegentlich. Ein Akkutacker sollte deshalb möglichst immer einsatzbereit sein. © SelbermachenDas ist beim Skill 2100 leider nicht der Fall, denn das Gerät ist mit der mittlerweile überholten NiCd-Akkutechnik ausgestattet. NiCd-Akkus haben eine hohe Selbstentladung und sind nach einem Vierteljahr in der Schublade nahezu leer. Vor dem Arbeiten muss der Abwender dann den in den Tacker fest eingebauten Akku deshalb meist erst einmal wieder aufladen. Mit dem simpeln Steckerladegerät, das Skil mitliefert, dauert dies etwa vier Stunden. Erst danach kann man richtig loslegen.

© SelbermachenDas Befüllen des Magazins mit Flachdrahtklammern von 6 bis 14 mm Schenkellänge ist einfach. Ein kleines Sichtfenster ermöglicht den Blick in den Klammernschacht. So lässt sich erkennen, wenn nur noch wenige Klammern zur Verfügung stehen. Im Handgriff des Tackers befindet sich außerdem ein Vorratsbehälter für Klammern. Das Arbeiten mit dem Akkutacker ist relativ einfach. Durch Andrücken des Geräts wird die Freischusssicherung ausgelöst, was auch eine grüne Leuchtdiode auf der linken Seite anzeigt. Mit dem Hauptschalter im Handgriff lässt sich dann die Klammer verschießen. Das klappt auch in härtere Untergründe gut. © SelbermachenZum Verarbeiten von empfindlichen Materialien wie Pappen, Folien oder Stoffen kann die Schlagkraft durch Herausdrehen des roten Knopfes verringert werden. Ein Zeiger signalisiert die reduzierte Kraft. Ein genaues Ablesen der Einstellung für den Wiederholungsfall ist aber kaum möglich. Mit maximal 14 mm langen Klammern oder Nägeln eignet sich der Skil 2100 für leichte Tackerarbeiten wie Polstern oder das Anbringen von Dämmstoffen. Auch dünne Holzleisten lassen sich mit den Gerät befestigen. Zum Verlegen von Profilbrettern oder Paneelen empfehlen sich jedoch Geräte mit längeren Klammern. Für die leichten Arbeiten ist der Akkutacker mit 2,1 kg Gewicht jedoch ziemlich schwer und mit 69 Euro auch zu teuer. Für den Preis gibt es auch schon Geräte mit modernerer Akkutechnik.

Auf den Punkt gebracht

Positiv: Einfach und übersichtlich zu bedienender Akkutacker mit Schlagkraftregelung. Verarbeitet Klammern und Nägel; Klammernspeicher, Koffer.

Negativ: NiCd-Akku mit zirka vier Stunden Ladezeit, kein Wechselakku, hohes Gewicht.

Fazit: Der Akkutacker 2100 von Skil glänzt durch einfache Bedienung und regelbare Schlagstärke. Die überholte Akkutechnik macht das Gerät schwer und erfordert vom Anwender das Einplanen langer Ladezeiten vor dem Arbeiten mit dem Akkutacker. Praktisch ist die ausklappbare Garage für Tackerklammern im Handgriff und der Koffer, in dem alles beisammen bleibt.

SELBER MACHEN 12/2008

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