Im Juni für Sie getestet | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Produkttests

Im Juni für Sie getestet

Jeden Monat testet die SELBER MACHEN-Redaktion für Sie verschiedene Produkte. Dieses mal mit dabei: "GluePen" von Bosch, "Holzfrisch" von Naturhaus, "Quickdrill D 20" von Fiskars und "Kleinstreuer" von Gardena.

 
© Selbermachen
"GluePen" mit Steckerladegerät von Bosch.

Die Selber Machen Redaktion hat für Sie wieder neue Produkte unter die Lupe genommen. Dieses mal getestet wurden der "GluePen" von Bosch, "Holzfrisch" von Naturhaus, "Quickdrill D 20" von Fiskars und "Kleinstreuer" von Gardena.

Bosch "GluePen"

Der Vorteil von Heißklebern liegt auf der Hand: Sie sind garantiert lösemittelfrei, nahezu unbegrenzt haltbar und trocknen auch nicht aus. Ihr Nachteil: Sie brauchen ein Gerät, das sie heiß macht. Hier ist der neue GluePen von Bosch (rund 40 Euro) einen großen Schritt Richtung Alltagstauglichkeit gegangen. Durch einen leistungsfähigen Lithium-Ionen-Akku ist das handliche Gerät schon nach 15 Sekunden einsatzbereit.

Die feine Düse macht das präzise Verkleben von fast allen Materialien einfach und sauber, ganz gleich ob Geschenkpaket oder Sperrholz-Modellflugzeug. Schon nach 20 Sekunden ist der Kleber fest.

Bosch GluePenPer Tastendruck wird der Kleber zum Heizelement in der Gerätespitze transportiert. Lässt man die Taste los, wird er ins Gerät zurückgezogen. Nachtropfen ist da nahezu ausgeschlossen.

Ist der Akku nach 30 Minuten Betrieb leer, wird er mit einem Steckerladegerät per Mini-USB-Stecker in vier bis fünf Stunden wieder geladen. Einzig eine Ablage für das Gerät hat uns gefehlt. Es würde die Gefahr reduzieren, mit der heißen Spitze in Berührung zu kommen, und, sollte es doch vorkommen, Klebertropfen auffangen.

Fazit: Sehr handliches und schnell einsatzbereites Heißklebegerät für fast alle Materialien (ausgenommen Teflon, Styropor, Weich-PVC, PP und PE). Dadurch und durch zwei verschieden starke Kleber (transparent, opak) für nahezu alle Klebefälle im Haushalt geeignet.

Naturhaus "Holzfrisch"

Der Winter ist vorbei, und der Garten wird auf Vordermann gebracht. Dabei trifft man auf manch vergraute oder sogar vermooste Holzfläche. Besonders lasierte, geölte oder gewachste Gartenmöbel, die im Freien überwintern mussten, trifft dieses Schicksal.

© SelbermachenMit dem Grundreiniger "Holzfrisch" von Naturhaus (rund 17 Euro/Liter, nur über den Naturhaus- Internetshop erhältlich) lässt sich das mit wenig Aufwand beheben. Holzfrisch wird satt auf das Holz aufgetragen und mit einer harten Bürste kräftig eingearbeitet, mit warmem Wasser abgewischt und mit einem Holzöl noch aufgefrischt und geschützt.

Bei starker Verschmutzung muss die Prozedur wiederholt werden.

Der Reiniger auf Basis von Fruchtsäuren wirkt auch auf Naturstein, Kunststein, Putz und Beton.

Fazit: Wirksamer Reiniger gegen Holzvergrauung, Moose und Algen – auch auf mineralischen Untergründen und Beton – auf Basis von Naturrohstoffen. Etwa preisgleich mit herkömmlichen Produkten, aber auch gleich aufwendig.

Fiskars "Quickdrinn D 20"

Wenn es darum geht, Löcher für Pfähle oder Pflanzen zu graben, dann ist der Spaten Werkzeug Nummer eins in unseren Gärten. Das Problem, dass das Loch in der Regel viel größer wird, als es nötig ist, kann man mit einem Erdbohrer lösen. Mit einem Durchmesser von 20 cm ist der „Quikdrill D 20“ von Fiskars (rund 60 Euro) das ideale Werkzeug, wenn Pfähle, Palisaden oder größere Pflanzen in die Erde sollen.

Der 110 cm lange Bohrer lässt sich mit wenig Kraftaufwand in die Erde bohren, wobei etwa alle 15 cm die Erde herausgehoben werden sollte. Dabei hilft die Maßskala auf dem Stiel. Als Zubehör kann man Wechselklingen in 15 cm und 10 cm Durchmesser bekommen, wenn das Loch etwas kleiner sein darf.

© SelbermachenQuickdrill im EinsatzFazit: Mit nur 2,5 Kilo Gewicht ein sehr leichter und handlicher Erdbohrer, der sich über den 50 cm breiten Griff mühelos in die Erde schraubt.

Für die richtige Bohrtiefe ist die Maßskala am Schaft sehr hilfreich. Die Bohrklingen gibt es in drei Größen und können ausgetauscht werden.

Gardena "Kleinstreuer"

Es spielt gar keine Rolle, ob es Winter, Frühjahr oder Sommer ist, der neue Kleinstreuer von Gardena (rund 9 Euro) ist fast das ganze Jahr im Einsatz. Ob als praktische Streuhilfe für Salz (wo es noch erlaubt ist) oder Granulat, um im Winter glatte Wege begehbar zu machen, oder ob als handliche Düngehilfe im Frühjahr und Sommer. Der Kleinstreuer hilft in jedem Fall, das Streugut wohldosiert auf Wege und Beete zu verteilen.

Gardene KleinstreuerDafür lässt sich der "Becher" durch eine 90-Grad-Drehung schnell vom Deckel trennen und mit etwa einem Liter Streugut befüllen.

Der Deckel selbst lässt sich in acht Positionen einrasten und bietet dadurch theoretisch sieben Öffnungsvarianten, um grobes oder feines und viel oder wenig Streugut zu verteilen. Ganz geschlossen geht natürlich auch, beispielsweise um übrig gebliebenes Streugut bis zum nächsten Einsatz darin aufzubewahren.

In der Praxis wird man sich aber auf die vier vorgesehenen Varianten beschränken. Beim Streuen selbst hilft die Schütttülle zusätzlich, das Streugut zu dosieren.

Insgesamt ist der Gardena-Kleinstreuer gut verarbeitet. Der Kunststoff macht einen, bei diesem Hersteller gewohnt, dauerhaften Eindruck. Sowohl der Schraubverschluss als auch der Streudeckel rasten präzise ein und lösen sich selbst bei heftigen Schüttelbewegungen nicht.

ÖffnungenKleinstreuer geöffnet

Fazit: Ein praktischer Helfer beim Ausstreuen kleiner Mengen Dünger oder Granulat im Winter. Die Verarbeitung ist gut und der Preis angemessen. Die Bedienung ist simpel und der gut schließende Deckel mit wenig Kraftaufwand zu öffnen.

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