Zangen

Zange von Wiha

Mit Inomic, einem Kunstwort aus Innovation und Ergonomik, bezeichnet der Handwerkzeug-Hersteller Wiha seine neue Zangengeneration. Sie soll Zeit und Kraft beim Arbeiten sparen.

 
Inomic-Zange © PR
Inomic-Zange

Die Inomic-Zangen von Wiha sehen erst auf den zweiten Blick wie Zangen aus. Anstelle langer Griffschenkel haben sie einen angewinkelten Handgriff, der Muskelverspannungen, Sehnenschmerzen und Gelenkschäden vermeiden soll. Die Griffe bestehen aus Kunststoff. Eine Feder hält die Zange offen. Zum Transport kann die Zange aber auch in geschlossenem Zustand verriegelt werden. Die Zangenköpfe sind kleiner als bei herkömmlichen Standardzangen. Sie sind nicht geschmiedet, sondern in MIM-Technik (Metall Injection Moulding), einem Metallpulverspritzguss, hergestellt. Dieses neue Verfahren ermöglicht komplexer geformte Metallteile mit hoher Stabilität und Oberflächengüte.

Laut Tests des Herstellers sollen in 72 Prozent der untersuchten Hauptanwendungen die Benutzer die Inomic-Zangen vorteilhafter als gebräuchlichen Zangen empfunden haben. Dies konnten wir in unserem Test nicht nachvollziehen. Hier gab es etwa gleich viele Anwendungsfälle, wo die neuen Zangen im Vorteil waren oder ihre Benutzung eher umständlich beziehungsweise zumindest gewöhnungsbedürftig war. Insofern konnte die neue Technik nicht voll überzeugen, zumal Wiha für die Inomic-Zangen etwa doppelt so viel wie für herkömmliche Zangen verlangt. Positiv ist, dass es die neuen Inomic-Zangen gegen nur knapp drei Euro Aufpreis auch in einer VDEVersion (geprüft bei 10 000 Volt) für den Elektriker gibt.

Entspannt arbeiten:

Der um 23° angewinkelte Handgriff bei den Inomic-Zangen hilft, das sonst bei konventionellen Zangen erforderliche Abknicken der Hand zu vermeiden.

© PR© PR

Weniger Kraft:

Die parallel gleitenden Griffschenkel und die Gelenkübertragung der Kraft machen das Arbeiten mit den neuen Zangen in vielen Situationen leichter.

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Auf den Punkt gebracht

Positiv: Angenehm leichte und handliche Zangen, dank Federunterstützung und Gelenkhebel leicht zu bedienen, auch als VDEgeprüfte Zangen lieferbar.

Negativ: Ungewöhnliche Form mit gewöhnungsbedürftiger Bedienung in vielen Arbeitssituationen, indirekteres Gefühl für das Werkstück, kleine Zangenköpfe, hoher Preis.

Fazit: Mit der Inomic-Zange hat Wiha versucht, die Zange neu zu erfinden. In vielen Situationen ist die Handhabung einfach, in manchen aber auch recht umständlich. Mit zirka 31 Euro sind die Inomic-Zangen etwa doppelt so teuer wie herkömmliche Markenzangen.

Verschiedene Zangenmodelle

  1. Kombizange© PR

    Kombizange

    Kombizange: Parallele Greifflächen für unterschiedliche Öffnungswinkel und Schneide für Drähte.
  2. Flachrundzange© PR

    Flachrundzange

    Flachrundzange: Gerade Form mit Schneide und drei Abisolierstationen.
  3. Seitenschneider© PR

    Seitenschneider

    Seitenschneider: Parallel bewegte Zangenschenkel für bessere Kraftübertragung, zwei Schneidzonen für weichen und harten Draht.

SELBER MACHEN 08/2008

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