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Crashkurs Schraubenkunde

Alles über Schrauben

Alles, was Sie über Schrauben wissen müssen, in fünf Minuten. Unser Crashkurs für Sie.

 
Schrauben verschiedener Art © Selbermachen
Schrauben verschiedener Art

Die Baumarkt-Gänge mit den Schrauben sind lang. Glücklich, wer da den Überblick behält und zu den richtigen greift. Wir erklären Ihnen, welche Schraube bei welchem Problem zum Einsatz kommt.

Spanplatten-/Holzschrauben

Die gelblich chromatierten Klassiker setzt man für einfache Verschraubungen im Holzbau ein. Ein Vorbohren ist bei Spax nicht mehr erforderlich. Auch für statisch anspruchsvolle Verbindungen können diese Schrauben verwendet werden.

Schnellbauschrauben

Das sind Schrauben, die zur Befestigung von Gipskartonplatten an Ständerwerk aus Holz (Grobgewinde) und Metall (Feingewinde) eingesetzt werden. Mit dem Doppelgewinde halten sie Gipsfaserplatten. Die schwarze Phosphatierung verhindert, dass sie später den Gips durch Feuchte verfärbt.

Blechschrauben mit Bohrspitze

Im Grunde ist das eine normale Blechschraube, die kein vorgebohrtes Loch benötigt. Alle Blechschrauben sind aus gehärtetem Stahl hergestellt.

Blechschrauben

Die brauchen Sie, wenn Sie mit dünnen Metallteilen oder Blechen bis etwa 2 mm arbeiten wollen. Ein Vorbohren im Kerndurchmesser ist hier vonnöten, das Gewinde schneidet sich die Schraube selbst.

Maschinenschrauben

Wenn Metall und Metall zusammenhalten müssen, greift man zu Maschinenschrauben. Die haben ein metrisches Gewinde für eine Mutter oder für das passende Gegengewinde in Bauteil oder Maschine.

Schlossschrauben

Für schwere Lastfälle, etwa bei der Verbindung von Pfosten und Pfostenträger, verwendet man Schlossschrauben. Der Vierkantschaft unter dem Halbrundkopf drückt sich ins Holz und hält die Schraube in Position, wenn Sie die Mutter auf das metrische Gewinde aufdrehen.

Sechskant-Holzschraube

Im Gegensatz zur Schlossschraube wird die Sechskantholzschraube nicht ganz durch das Holz gesteckt, sondern nur zu etwa zwei Dritteln eingedreht. Die Belastbarkeit ist bei beiden ähnlich, mit den Holzschrauben können Sie nur zwei Bauteile miteinander verbinden.

Verbinderschraube

Diese Schrauben setzen Sie ein als Ersatz für Schlossschrauben, wenn es darum geht, Pfosten und Pfostenhalter zu verbinden. Der Vorteil: Es ist kein Vorbohren nötig.

Terrassenschrauben

Kennzeichen einer guten Terrassenschraube sind der kleine Kopf (Regenwasser sammelt sich nicht), ein Fixiergewinde unterhalb des Kopfes, das die Dielen fest an die Unterkonstruktion heranzieht und das Material Edelstahl.

Justierschrauben

Bei Justierschrauben sorgt ein zweites Gewinde unterhalb des Kopfes dafür, dass Sie das Werkstück durch Wiederherausdrehen der Schraube exakt einstellen können. Sie werden bei Lattungen auf unebenem Untergrund eingesetzt.

Blechschrauben mit PAN-Head

Die besondere Kopfform der Schraube weist eine glatte Unterseite und eine gewölbte Oberseite auf. Folge: Der Schraubenkopf liegt vollflächig auf, und der tiefe Kreuzschlitz lässt hohe Antriebskräfte zu.

Beton-Direktschraube

Die Gewindegeometrie macht es möglich, dass Sie diese Schrauben in Beton und in die meisten Mauersteinarten ohne Dübel eindrehen können. Vorbohren ist allerdings nötig.

Artikel aus selber machen Ausgabe 10/2013. Jetzt abonnieren!
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