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Arbeiten mit Winkel und Schmiege

Winkel zu messen und zu übertragen ist Grundlage jeder Bau­aus­­füh­rung. Auch für rechte Winkel wird präzises Gerät benötigt.

 
Winkel und Winkelmeßgeräte: vom Anlegewinkel bis zur Wasserwaage mit elektroni­scher Meßeinrichtung und LCD-Digitalanzeige zum Messen von Schrägen und Gefälle. © Selbermachen
Winkel und Winkelmessgeräte: vom Anlegewinkel bis zur Wasserwaage mit elektroni­scher Meßeinrichtung und LCD-Digitalanzeige zum Messen von Schrägen und Gefälle.

Als Meßwerkzeug gibt es Winkel in starrer und verstellbarer Ausführung in Holz (Weißbuche oder gedämpfte Rotbuche), Metall (Stahl oder Aludruckguß mit Stahl) oder einer Kombination aus Holz und Metall. Der wichtigste ist mit 90 Grad der starre rechte Winkel.

Je nach Verwendungszweck können seine Schenkel zwischen 150 und 1000 mm lang sein. Das ebenfalls starre Gehrungsmaß hat Winkel von 135 und 45 Grad. Die Schenkel einer Schmiege sind dagegen nicht fest miteinander verbunden.

Der bewegliche Schenkel (auch Zunge genannt) kann um einen Punkt gedreht und verschoben werden. Um den eingestellten Winkel festzuhalten, wird die Zunge durch eine Schraube fixiert. So können einmal eingestellte Winkel mehrfach übertragen und kontrolliert werden.

Zeichendreiecke

Ein Set Zeichendreiecke besteht aus einem gleichschenkligen rechtwinkligen (Winkel 1 x 90 Grad, 2 x 45 Grad) und einem rechtwinkligen (Winkel 1 x 90 Grad, 1 x 30 Grad, 1 x 60 Grad) Dreieck. Durch das Aneinanderlegen beider Dreiecke lassen sich zusätzlich die Winkel von 75, 105, 120, 135 und 150 Grad konstruieren.

Mit Zeichendreiecken können Konstruktionszeichnungen hergestellt oder Schnittlinien auf dem Werkstück angerissen werden. Zur Kontrolle von Winkeln sind sie nicht so gut geeignet, weil sie keine Anschlagkante wie Zimmermanns- oder Schreinerwinkel besitzen.

Werden weitere Winkel benötigt, wird ein Winkelmesser mit Grad­ein­tei­lung zu Hilfe genommen. Damit können auf den Grad genau Winkel angezeigt werden.

Praktische Hilfen

Auch wenn man das richtige Meß­werkzeug nicht zur Hand hat, kann man Winkel festlegen und überprüfen. Es gibt viele Dinge des täglichen Lebens, die Hilfsfunktionen übernehmen können. Jeder Briefbogen, jede Zeitungsseite und ein maschinell zugeschnittener Bogen Packpapier sind genau rechtwinklig und können als exakte Winkelvorlage dienen.

Faltet man ein rechtwinklig zugeschnittenes Papier über die Ecke, indem man genau Kante auf Kante legt, wird der 90-Grad-Winkel auf die Hälfte geteilt – genau richtig, um eine Rahmengehrung anzuzeichnen oder zu überprüfen.

Hat der Hilfswinkel nur kurze Schenkel, lassen sich diese Strecken durch Anlegen einer langen Geraden verlängern. Auch mit er geometrischen Formel a2 + b2 = c2 (Pythagoras) kann man sich behelfen.

So kann man z.B. den rechten Winkel bei einer Gartenanlage ermitteln, indem man sich aus Bindfäden ein Dreieck knotet, bei dem die beiden Strecken, die am rechten Winkel anliegen, jeweils 3 und 4 m lang sind und die verbin­dende Schräge 5 m misst.

Selbstgebaute Winkel

Beim Anlegen von Terrassen, Rasenflächen, Gartenwegen oder Beeten werden große Anlegewinkel gebraucht. Aus drei langen Latten zusammengenagelt oder aus Pappe bzw. Hartfaserplatte zugeschnitten, kann man sich einen solchen Winkel schnell selbst herstellen.

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Winkel und Winkelmeßgeräte: vom Anlegewinkel bis zur Wasserwaage mit elektroni­scher Meßeinrichtung und LCD-Digitalanzeige zum Messen von Schrägen und Gefälle.

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Vor jeder Weiterbearbeitung müssen die Winkel von Werkstücken überprüft werden.

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Seiten oder Kanten müssen gegebenenfalls winklig nachgearbeitet werden.

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Winkel von 45 und 90 Grad befinden sich als Anschlag an den meisten Griffen von Handsägen. Das Blatt bildet den Schenkel.

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Mit dem feststehenden Gehrungsmaß können Rahmenecken und Gehrungen exakt angerissen und überprüft werden.

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Genauigkeitsüberprüfung: An einer geraden Kante angelegt und umgeschlagen müssen beide Anrißlinien parallel sein.

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Überprüfung Gehrungsmaß: An einer rechtwinkligen Ecke wird das Maß beidseitig angelegt. Die Linien müssen sich decken.

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Gleichlange Diagonalen müssen sich ergeben (mit Paßleiste überprüfen), wenn Rechtecke oder Quadrate rechtwinklig sind.

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Gehrungen bei Vielecken mit der Schmiege anreißen. Den Schnittwinkel ermitteln: 180 Grad durch die Anzahl der Ecken teilen.

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Der Zentrierwinkel zum Festlegen des Mittelpunktes bei Kreisen. Zwei verdreht angerissene Linien kreuzen sich im Zentrum.

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Mit Zeichendreiecken lassen sich viele Winkel konstruieren. Hier entsteht der Aufriß für den Kranzaufsatz eines Schranks.

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Mit dem Zirkel lassen sich unbekannte Winkel teilen. Drei Zirkelschläge legen die Senkrechte über dem Winkel genau fest.

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Winkelteilung: Den vollen Winkel auf ein Blatt Papier übertragen, ausschneiden, die Kanten über die Spitze aufeinanderlegen.

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Dachschrägen und Gefälle lassen sich mit dieser LCD-Wasserwaage ermitteln. Sie zeigt den Winkel auf ein Grad an (Bosch).

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Dachneigungen lassen sich auch mit einem senkrecht abgehängten Faden und einem Geodreieck genau bestimmen.

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