Ein Kellerraum wird zur Werkstatt ausgebaut | SELBER MACHEN Heimwerkermagazin
Hobbywerkstatt im Keller

Ein Kellerraum wird zur Werkstatt ausgebaut

In der Hobbywerkstatt geht die Arbeit schneller von der Hand, wenn Werkzeuge und Hilfsmittel griffbereit untergebracht sind. wir zeigen Ihnen, wie Sie einen ungenutzten Kellerraum zu einener kompakten Werkstatt ausbauen.

 
Hobbywerkstatt im Keller: Ein Kellerraum wird zur Werkstatt ausgebaut © Selbermachen Media
Hobbywerkstatt im Keller: Ein Kellerraum wird zur Werkstatt ausgebaut

Kellerräume sind bestens als Werkstatt geeignet. Sägemehl, Schleifstaub und Hobelspäne breiten sich nicht im ganzen Haus aus. Maschinenlärm und Hämmerschläge stören hier am wenigsten. Und große Ansprüche werden an den Raum nicht gestellt.

Ein pflegeleichter, unempfindlicher Fußboden, eine gute Belüftungsmöglichkeit und ein mit 16 Ampere abgesicherter Elektroanschluss ist alles, was man braucht. Die Größe des Raums richtet sich nach den Bauvorhaben, die verwirklicht werden sollen. Das Zentrum der Werkstatt wird immer eine möglichst große, stabile Werkbank und die Werkzeugwand sein.

Schienen und Konsolen

Werkzeuge häufen sich an. Beim Einzug in das neue Haus hatte noch alles in einem Werkzeugkasten Platz. Bald kamen aber diverse Zangen, Schraubendreher und Sägen hinzu, die für spezielle Arbeiten gebraucht werden. Die Maschinen stehen im Karton im Regal, und Schrauben und Nägel sind in den Schubladen untergebracht, wo gerade noch Platz war.

Will man mit der Arbeit anfangen, beginnt meistens erst einmal das Suchen. Dabei ist es ganz einfach, Ordnung in die Bestände zu bringen und einen funktionellen Arbeitsplatz im Keller vorzusehen. Damit die Einrichtung der Werkstatt nicht zu einem zeitraubenden Unternehmen wurde, hat man bei der Planung auf das praktische Element-System zurückgegriffen.

Grundelemente sind die Wandschienen, Konsolen und Lochplatten. Die Schienen werden einfach mit Dübeln und Schrauben an der Wand befestigt. In den beiden Schlitzreihen der Schienen finden sowohl die Konsolen für die Regale als auch die Lochplatten zum Aufhängen der Werkzeuge Halt.

Die Arbeitsplatte ist 70 Zentimeter tief und 90 Zentimeter hoch. Sie liegt auf 60 Zentimeter langen Konsolen und wird wegen der hohen Belastung vorn abgestützt. Die Vierkantbeine stehen auf einem 12 Zentimeter hohen Sockel, der gleichzeitig Abstellfläche für Kunststoffkästen, Staubsauger usw. ist.

Die Arbeitsfläche muss besonders stabil sein. Sie besteht aus zwei Schichten, die miteinander verleimt und verschraubt werden. Auf die 19 Millimeter starke Spanplatte wird die 18 Millimeter dicke Multiplexplatte (feinschichtiges Sperrholz) gelegt.

Dieses Material hat sich mit seiner harten Oberfläche bestens bewährt. Die am meisten gebrauchten Werkzeuge und Maschinen hängen in den Haltern griffbereit an der Wand. In den Kunststoffkästen sind Kleinteile übersichtlich sortiert.

In dieser Werkstatt macht das Arbeiten Spaß

Jedes Werkzeug hat seinen Platz an der Loch­wand. Kleinteile und Hilfsmittel sind in Kästen und Schubladen sortiert.

Die Arbeitsplatte wird wegen der hohen Belastung nach vorn mit Beinen abgestützt. Die Vorderkante ist aufgedoppelt.

Die Arbeitsplatte wird wegen der hohen Belastung nach vorn mit Beinen abgestützt. Die Vorderkante ist aufgedoppelt.

Die Unterseite der Arbeitsplatte besteht aus einer 19 Millimeter starken Spanplatte.

Die Unterseite der Arbeitsplatte besteht aus einer 19 Millimeter starken Spanplatte. Hierauf wird die Multiplex-Arbeitsplatte gelegt.

Die Arbeitsfläche ist im vorderen Bereich aufgedoppelt, um eine stabile Kante zum Aufspannen von Werkzeugen zu erhalten.

Die Arbeitsfläche ist im vorderen Bereich aufgedoppelt, um eine stabile Kante zum Aufspannen von Werkzeugen zu erhalten.

Zur Überbrückung: Kabel und Rohre liegen im Keller meistens auf der Wand. In diesem Fall müssen die Regalschienen mit einem Abstand zur Wand befestigt werden.

Zur Überbrückung: Kabel und Rohre liegen im Keller meistens auf der Wand. In diesem Fall müssen die Regalschienen mit einem Abstand zur Wand befestigt werden. Als Abstandshalter sind, nach Maßnehmen an allen Punkten, Holzleisten in der Stärke von 2 cm an die Wand geschraubt, die an den Kreuzpunkten unterbrochen sind.

In der Zarge gleiten die Schubkästen auf Ku­gelvollauszügen.

In der Zarge gleiten die Schubkästen auf Ku­gelvollauszügen. Die Blende aus Leimholz ­überdeckt den gesamten Korpus.

Die Schubkasteneinheit wird mit Schraubzwingen fixiert, bevor man sie von unten mit der Arbeitsfläche verschraubt.

Die Schubkasteneinheit wird mit Schraubzwingen fixiert, bevor man sie von unten mit der Arbeitsfläche verschraubt.

Die Bohrmaschine im Bohrständer lässt sich komplett unter die Werkbank klappen.

Die Bohrmaschine im Bohrständer lässt sich komplett unter die Werkbank klappen. Der beste Platz ist in der Mitte der Arbeitsplatte.

Die Lochwände für die Werkzeughalter werden einfach in die Wandschienen des Element-Regalsystems eingehängt.

Die Lochwände für die Werkzeughalter werden einfach in die Wandschienen des Element-Regalsystems eingehängt.

Die Werkzeughalter gibt es in verschiedenen Formen für alle Werkzeuge. Sie werden in das Lochplattensystem eingehakt.

Die Werkzeughalter gibt es in verschiedenen Formen für alle Werkzeuge. Sie werden in das Lochplattensystem eingehakt.

TEXT:Peter-Michael Stange; FOTO: Selbermachen Media
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